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Armutsbekämpfung im Andenhochland von Peru

Provinz Tayacaja , Peru

Seit 2009 arbeiten wir in 24 Gemeinden mit insgesamt 628 Familien daran, die Gesundheit der Menschen und besonders der Kinder zu verbessern durch saubere Luft in den Häusern, sauberes Trinkwasser, Sanitärversorgung und bessere Hygiene.

S. Herrmann von Welthaus Bielefeld e.V.
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Januar 2021

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona Pandemie haben unsere Arbeit erschwert. Bereits im März 2020 wurde in weiten Teilen Perus eine strikte Ausgangssperre verhängt. Besonders die arme Bevölkerung leidet unter den Einschränkungen und ihren negativen Folgen. So unterstützen wir die 500 Familien unseres Projekts sowie zusätzliche 1.036 extrem arme Familien in der Region mit Infektionsschutzmaßnahmen und Lebensmittellieferungen. Zudem werden Informationskampagnen zum Infektionsschutz und zum richtigen Verhalten im Falle einer Infektion durchgeführt.

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ADECAP

Seit sechs Jahren unterstützt das Welthaus Bielefeld erfolgreich ein Projekt zur Verbesserung der ländlichen Entwicklung und Gesundheit mit Quechua-Gemeinden im Andenhochland von Peru. 92 Bauerngemeinden mit indigener Quechua-Bevölkerung in der Provinz Tayacaja sind bei ADECAP organisiert. Neun von zehn Familien leben in chronischer Armut, viele sind Analphabeten. Die Familien leben von Subsistenzwirtschaft, die steilen und kargen Hänge in einer Höhe von 2.200 m bis 4.000 m werden mit einfachsten Mitteln bewirtschaftet. 
In den am Projekt teilnehmenden Dörfern ist die Abwasserversorgung praktisch inexistent, die meisten Familien haben keine Toiletten, keinen Zugang zu Trinkwasser nahe ihres Hauses. In den Küchen wird traditionell mit Holz auf offenem Feuer gekocht. Besonders Kleinkinder leiden oft unter Atemwegs- und Augenerkrankungen durch die schlechte Luft und unter Durchfallerkrankungen durch die schlechte hygienische Situation. Die Familien werden beim Bau von energieeffizienten Kochöfen unterstützt, die die Augen- und Atemwegsinfektionen deutlich verringern, da der Rauch nun über einen Schornstein abziehen kann. Zusätzlich vermindert sich die Verbrennungsgefahr der kleinen Kinder an den offenen Feuern, und der Holzverbrauch wird um über 50 Prozent reduziert.

Ausweitung des Projekts

Das Projekt zur Verbesserung der ländlichen Entwicklung und Gesundheit ist schon erfolgreich in 19 Gemeinden durchgeführt worden. Durch den großen Erfolg haben mehr als 20 weitere Gemeinden den Antrag gestellt, dieses Projekt auch bei ihnen durchzuführen. Das Welthaus Bielefeld möchte ADECAP dabei gerne unterstützen und die erfolgreichen Maßnahmen weiteren Familien zu Gute kommen lassen. Ziel ist es, in 10 weiteren Gemeinden aktiv zu werden.
Da die Familien die Erfolge sehen, beteiligen sie sich aktiv am Projekt und helfen beim Bau mit.

Das Projekt wird zu 75% vom BMZ kofinanziert. Die noch fehlenden 25%, in diesem Fall ca. 40.000 €, müssen durch Spenden erbracht werden werden.

Unterstützt uns dabei, dass ADECAP bei weiteren 10 Gemeinden die gesundheitsfördernden Maßnahmen umsetzen kann!