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Jugendumweltzentrum für die vergessenen Flüchtlinge der Westsahara

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In den Flüchtlingslagern der algerischen Wüste soll ein Jugendumweltzentrum für saharauische Jugendliche und Studenten entstehen! Dort leben seit der Besatzung der Westsahara durch Marokko im Jahr 1975, mehr als 160.000 Geflüchtete.

F. Sevinc von Auslandsgesellschaft - Intercultural AcademyNachricht schreiben

Die Westsahara ist die letzte Kolonie Afrikas und weltweit das größte Territorium, das bis heute auf seine Dekolonisierung wartet. Die ehemals spanische Kolonie wird seit 1975 von Marokko besetzt. Seitdem lebt ein Großteil der Bevölkerung in den Lagern der algerischen Wüste. Dort sind zwischen 160.000 – 200.000 Menschen.

In den Flüchtlingslagern sind außerschulische Freizeitangebote für Jugendliche sehr begrenzt und Perspektiven kaum vorhanden. Frustration bremst die Entwicklung von Eigeninitiative!

Fehlende materielle Grundlagen (wie z.B. PC, Internetverbindung, Experimentiergeräte und andere moderne Lehrmittel) verhindern eine zeitgemäße Ausbildung der Schüler und den Wissens- und Gedankenaustausch mit Gleichaltrigen in anderen Ländern. 

Gleichzeitig kehren viele saharauische Jugendliche hochqualifiziert aus dem Ausland zurück, ohne ihr Wissen in den Flüchtlingslagern anwenden zu können. Sie sollen von Anfang an in die Vorbereitung und Durchführung des Projekts einbezogen werden. 

Das Jugendumweltzentrum will Interesse wecken und zu eigenen Ideen anregen. Dabei spielt der Kontakt mit ausländischen Jugendlichen eine große Rolle. Ein wichtiges Ziel ist, die Jugend mit zukunftsorientierten Technologien, wie erneuerbaren Energien, Umgang mit PC und Internet vertraut zu machen und umweltbewusstes Denken zu fördern. Es soll nach der Fertigstellung, auch ihm Rahmen von Sprach- und Begegnungsreisen gezeigt werden, wie Solarenergie effizienter genutzt werden kann. Auch in Verbindung mit Wasseraufbereitung und der Entsorgung von Müll sollen gemeinschaftlich mit ausländischen Schülergruppen neue Ideen vorgestellt und verbreitet werden. 

Das Jugendumweltzentrum, welches sich nach der Bauphase, durch eine Bäckerei, Computernutzung und der Vermietung von Seminarräumen, finanziell selbst tragen wird, soll mehr als „nur“ den Eindruck einer Begegnungsstätte vermitteln. Denn nach Fertigstellung des Gebäudes werden über 25 Jugendliche eine Beschäftigung im Jugendumweltzentrum finden - davon im ersten Jahr 6 Auszubildende. 

Das Projekt wird in Deutschland getragen durch die Auslandsgesellschaft - Intercultural Academy mit dem Sitz in Dortmund und dem Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur (ZEOK e.V.), die regelmäßig Sprach- und Begegnungsreisen in die algerischen Flüchtlingslager anbieten. Projektpartner im Ausland ist die Asociación Ojos del Sahara und das Ministerium für Jugend und Sport der Demokratischen Arabischen Republik Sahara (DARS).

Wir hoffen auf Ihre und Eure Unterstützung! Aktuelle Fortschritte zum Projekt können auf der offiziellen Projektseite "www.fb.com/jugendumweltzentrum" verfolgt werden.

Hilf mit, das Projekt zu verbreiten