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Volunteers for Lesvos – unterstützt Menschen auf der Flucht!

Volunteers for Lesvos, ein unabhängiges Freiwilligen- und Solidaritätsprojekt, bringt Rettungsschwimmer*innen, Pädagog*innen, Übersetzer*innen u.a. auf die Insel Lesbos, wo in überfüllten Camps auch diesen Winter eine humanitäre Katastrophe droht.

R. Henning von Respekt für Griechenland e.V.Nachricht schreiben

Seit der Schließung der europäischen Grenzen sind die griechischen Inseln für viele zur Endstation geworden. Mit dem Inkrafttreten des EU-Türkei-Abkommens sanken zwar anfangs die Ankunftszahlen, doch trägt das Abkommen nicht zu einem humanen und nachhaltigen Umgang mit Schutzsuchenden in Europa bei. Im Gegenteil, die Situation hat sich deutlich verschlechtert: Duch vermehrte Bootsankünfte seit Oktober 2019 sitzen allein auf Lesbos im Dezember 2019 ca. 19.000 Geflüchtete* fest, mehr als doppelt so viele wie noch vor einem Jahr. Um die 16.800* Menschen müssen in und neben dem sog. »Hot Spot« Moria leben, der lediglich für ca. 3.000 Personen ausgelegt ist. Wer keinen Platz in einem der überfüllten Container bekommt, hat oft nur ein Camping-Zelt zur Verfügung, das kaum Schutz gegen Kälte und Nässe bietet. Niemand kann sagen, ob der kommende Winter so mild wird wie der letzte. Falls nicht, ist zu befürchten, dass es zu einer ähnlichen Katastrophe wie im Winter 2016/2017 kommen könnte, als die Zelte unter der Schneelast zusammenbrachen und mehrere Menschen in Folge der Kälte starben.

Bei dem Versuch, die prekäre Situation zu verbessern, spielten von Beginn an griechische, später auch internationale Initiativen und das Engagement von Freiwilligen eine große Rolle, doch mit dem EU-Türkei-Abkommen und der zunehmenden Kriminalisierung der ehrenamtlichen Helfer*innen werden etablierte Strukturen abgebaut, viele NGOs haben aufgrund finanzieller Kürzungen und politischen Drucks die Insel verlassen, obwohl es grundsätzlich an Ärzt*innen, Psycholog*innen, Sprachmittler*innen etc. fehlt.
Gleichzeitig werden die Vereinbarungen des Abkommens nicht eingehalten. Es gibt keine reguläre Rechtsberatung, Asylanträge werden nur schleppend bearbeitet, die anvisierten Verteilmechanismen innerhalb der EU greifen nicht. Viele Menschen leben in Angst vor Abschiebung, es kommt vermehrt zu Selbstverletzungen.

Um das zu ändern, muss außer der Grundversorgung auch die medizinische, psychologische und pädagogische Betreuung sichergestellt werden.

Dazu braucht es vor allem Freiwillige. Hier setzt Volunteers for Lesvos an.

Das Projekt des gemeinnützigen Vereins Respekt für Griechenland e.V. unterstützt seit 2015 Schutzsuchende auf Lesbos. Wir kooperieren mit lokalen Initiativen und NGOs, die sich seit Jahren engagieren, um die Lage für die Ankommenden erträglicher zu machen, Versorgungslücken zu schließen und sichere Räume zu schaffen. Unser Team besteht aus 6–10 Volunteers, die oft Monate bleiben und dringend benötigte Fähigkeiten mitbringen. Die Arabisch, Farsi/Dari o.ä. sprechen, die juristisch, medizinisch, psychologisch oder pädagogisch geschult sind.

Alle Volunteers arbeiten ehrenamtlich, einige finanzieren sich selbst, doch gerade Langzeitfreiwillige brauchen Zuschüsse zu Reise- bzw. Lebenshaltungskosten, um ihren monatelangen Einsatz realisieren zu können. Ihre Arbeit ist deshalb so wichtig weil in der jetzigen Situation v. a. die langfristige Kontinuität der Angebote notwendig ist.

* Zahlen entnommen aus der Statistik des griechischen Ministeriums zum Schutz der Bürger vom 2.12.2019