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Finanziert Volunteers for Lesvos – unterstützt Menschen auf der Flucht!

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Volunteers for Lesvos, ein unabhängiges Freiwilligen- und Solidaritätsprojekt, bringt Rettungsschwimmer*innen, Pädagog*innen, Übersetzer*innen u.a. auf die Insel Lesbos, wo in überfüllten Camps auch diesen Winter eine humanitäre Katastrophe droht.

R. Henning von Respekt für Griechenland e.V.Nachricht schreiben

Der Winter ist jetzt zumindest in Griechenland vorbei und wir konnten mit 10.712 Euro unser gestecktes Crowdfundingziel voll erreichen. Vielen Dank dafür an alle Spender*innen!

Seit der Schließung der europäischen Grenzen sind die griech. Inseln für viele zur Endstation geworden: Allein auf Lesbos sitzen ca. 8.000 Geflüchtete fest, mehr als 5.000 im »Hot Spot« Moria. Während des letzten Winters lebten viele bei Minusgraden in Campingzelten, die kaum Schutz gegen Kälte und Schnee boten. Mehrere Menschen starben.
Nach einer kurzen Phase der Besserung hat sich die Lage wieder zugespitzt. Im Sept. und Okt. kamen ca. 4.000 Schutzsuchende, gleichzeitig haben wegen finanzieller Kürzungen viele NGOs die Insel verlassen, obwohl es grundsätzlich an Ärzt*innen, Psycholog*innen, Sprachmittler*innen etc. fehlt. Einige Camps sind völlig überfüllt, das Essen reicht oft nicht und die Qualität ist schlecht. Die Geflüchteten warten z.T. Monate auf ihre Anhörung. Es gibt keine reguläre Rechtsberatung, nur wenige Anwält*innen und NGOs bereiten auf das Asylverfahren vor. Viele Menschen leben in Angst vor Abschiebung, es kommt vermehrt zu Selbstverletzungen.

Um das zu ändern, muss ausser der Grundversorgung auch die medizinische, psychologische und pädagogische Betreuung sichergestellt werden.

Dazu braucht es vor allem Freiwillige. Hier setzt Volunteers for Lesvos an.

Das Projekt des gemeinnützigen Vereins Respekt für Griechenland e.V. unterstützt seit 2015 Schutzsuchende auf Lesbos. Wir kooperieren mit lokalen Initiativen und NGOs, die sich seit Jahren engagieren, um die Lage für die Ankommenden erträglicher zu machen, Versorgungslücken zu schließen und sichere Räume zu schaffen. Unser Team besteht aus 6–10 Freiwilligen, die oft Monate bleiben und dringend benötigte Fähigkeiten mitbringen. Die Arabisch, Farsi/Dari o.ä. sprechen, die juristisch, medizinisch, psychologisch oder pädagogisch geschult sind.

Alle Freiwilligen arbeiten ehrenamtlich, einige finanzieren sich selbst, doch gerade Langzeitfreiwillige brauchen Zuschüsse zu Reise- bzw. Lebenshaltungskosten, um ihren monatelangen Einsatz realisieren zu können. Ihre Arbeit ist deshalb so wichtig weil in der jetzigen Situation v. a. die langfristige Kontinuität der Angebote notwendig ist.

Gleichzeitig ist es nötig, kurzfristig zu reagieren, z.B. bei Versorgungsengpässen. Unsere Unabhängigkeit macht uns flexibel, wir können nicht nur spontan beim Sortieren neu eingetroffener Kleiderspenden oder beim Kochen einspringen, sondern auch unbürokratisch Soforthilfe leisten und z.B. Lebensmittel kaufen.

Da unsere Koordinatorin vor Ort Rettungsschwimmerin ist, ist unser Team auch an der Beobachtung des Meeres, ggf. beim Empfang der ankommenden Boote und der Erstversorgung am Strand dabei.

All das neben Unterricht und Workshops in den Camps und Gemeinschaftszentren, also der Arbeit, die versucht, zumindest für kurze Zeit so etwas wie normale Lebensbedingungen zu schaffen. Ein kleiner Lichtblick in all der Hoffnungslosigkeit.

Hilf mit, das Projekt zu verbreiten