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Geschenkte Zeit ist Herzenszeit!

Schorndorf (Umkreis 70km - bis Geißlingen, Filderstadt, Stuttgart Rohr), Deutschland

Geschenkte Zeit ist Herzenszeit!

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Der Johanniter-Besuchsdienst hat das Ziel, Menschen, die einsam sind, im Alltag Lichtblicke zu schenken. Je nach den Wünschen und Bedürfnissen der Besuchten, sind die Ehrenamtlichen Gesprächspartner, Freizeit- und/ oder Alltagsbegleiter.

S. Kloppenburg-Grote von Johanniter-Hilfsgemeinschaft HohenstaufenNachricht schreiben

Es fing schon früh an. Sobald Johanna laufen konnte, konnte sie nicht mehr still sitzen. Nicht im Kino, nicht bei Familienfeiern und auch sonst fiel es ihr schwer, längere Zeit an einem Ort zu verweilen. Sie war ein eigensinniges, bewegungsfreudiges Kind, dass immer das Bedürfnis hatte, nach draußen zu kommen. Es sind die dreißiger Jahre. Später, Johanna ist längst erwachsen und hat eigene Kinder, fand ihre Tochter die hibbelige Mutter manchmal etwas anstrengend. Heute, Johanna wird bald 92 Jahre alt, staunt die Tochter nur noch über die Energie der alten Frau.

Heute hört Johanna kaum noch und sieht nur Schemen. Aber raus in die „weite Welt“ möchte sie noch immer. Bald hält sie es in ihrer kleinen Wohnung, im bequemen Sessel, nicht mehr aus! Manchmal ist Johanna wieder das hibbelige, anstrengende Kind aus ihrer Kindheit.

Nur am Küchentisch sitzen - auf keinen Fall!
Ihre Tochter, Hannelore, ist jeden Tag drei bis fünf Stunden bei ihrer Mutter. Dass die noch immer alleine leben will, muss sie akzeptieren. Aber wenn Johanna erzählt, wie sie am Vormittag mal wieder mit dem Rollator durch die Stadt gezogen ist, an der vielbefahrenen Hauptstraße entlang, dann streiten Mutter und Tochter. Weil die eine die Freiheit sucht und die andere Angst hat. „Ich hab dich lieb, aber es zehrt an meinen Nerven“, sagte Hannelore dann zu ihrer Mutter. Oft saß die Tochter abends in ihrem Wohnzimmer und wollte entspannen, aber es funktionierte nicht. Am nächsten Tag ging es ja wieder rund. Dann beschloss Hannelore, etwas zu ändern.

Über Freunde hatte Sie vom Johanniter-Besuchsdienst der Hilfsgemeinschaft Hohenstaufen gehört, der Angehörige entlastet.   

Hannelore fragte ihre Mutter, was sie von einem Besuchsdienst halte. Johanna war das mehr als recht, so blieb ihr das „nur am Küchentisch sitzen“ erspart und sie konnte mit ihrem Rollator durch die Nachbarschaft spazieren ohne sich danach immer mit ihrer Tochter streiten zu müssen. „Voraussetzung sei allerdings, dass der ehrenamtliche Helfer auch mithalten könne!“ sagte Johanna.

Viele alte Menschen sind einsam
Johanna mag nicht nur am Küchentisch sitzen, aber manchmal ist es schon viel, wenn der Besuchsdienst der Johanniter genau das macht: Beisammen sein, zuhören und unterhalten, Vorlesen, Wange streicheln. Denn vielen alten Menschen fehlt die Ansprache. „Zwar ist niemand im Alter komplett isoliert“, so die Ehrenamtlichen des Besuchsdienstes. Aber es gebe schon einige Menschen, die am Tag nur den Briefträger sähen, vielleicht noch die Kassiererin im Supermarkt, und sonst niemanden. Das ist nicht nur in den anonymen Großstädten ein Problem, sondern auch auf dem Land, auf dem die dörflichen Bindungen längst nicht mehr so eng sind. Viele alte Menschen sind einsam, denn stirbt der Partner, bleibt der andere allein zu Hause zurück.

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