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Finanziert Entsorgung biomedizinischer Abfälle an drei Krankenhäusern in Nepal

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Die übliche Verbrennung von Krankenhausmüll in offenen Feuern gefährden die Umwelt und die Gesundheit der Menschen immens. TeoG tritt dieser Problematik durch einen speziell konzipierten Verbrennungofen entgegen.

Lukas K. von Technik ohne Grenzen e.V.Nachricht schreiben

Problematik
In Nepal wird infektiöser Krankenhausmüll häufig in Gruben geworfen, mit brennbaren Flüssigkeiten übergossen und angezündet. Die so erzeugten Temperaturen reichen nicht, um den Müll vollständig zu sterilisieren. Meist verbleiben unverbrannte Abfallreste. Diese werden durch freilaufende Tiere und Wind rund um die Gruben verteilt. Regen spühlt Keime und Bakterien ins Grundwasser. Durch diese infektiösen Verunreinigungen steigt das Ansteckungsrisiko für Patienten, Personal, Besucher und Nachbarn betroffener Krankenhäuser. Technik ohne Grenzen (TeoG) möchte dieser Problematik entgegentreten.
Projektinhalt
Basierend auf Wissen und Kontakten aus dem Vorgängerprojekt (Umweltfreundliche Entsorgung von infektiösen Krankenhausmüll in Bahunipati) wurde in diesem Projekt drei Müllverbrennungsöfen an Krankenhäusern in den Orten Baluwa, Kattike Deurali und Manthali errichtet. Es handelt sich um einen bewährter Zweikammerofen. Durch die beiden Brennkammern sowie dem ca. 5m hohen Schornstein können nachweislich dauerhafte Verbrennungstemperaturen von über 800°C (Spitzentemperaturen bis zu 1050°C) erreicht werden. Hierdurch ist eine sichere Dekontaminierung des Mülls gewährleistet, die Bildung von Ruß und toxischen Gasen wird minimiert (Dioxin-Fenster zwischen 300°C und 600°C) und das Müllvolumen wird erheblich verringert. Ein anschließendes Vergraben der Asche ist gefahrlos möglich. Verbrennungsraten von ca. 15kg/h pro Ofen werden erreicht. 
Zur Durchführung war ein Team aus drei Mitgliedern der Regionalgruppe Erlangen von Mitte März bis Mitte Mai vor Ort an den drei Krankenhäusern. Dem vorausgehend wurden an den Krankenhäusern Vorbereitungen wie z.B. das Errichten eines Fundaments oder Materialbesorgungen durchgeführt. Unser Team war mit den örtlichen Helfern bereits im Voraus in Kontakt. Während des Einsatzes sind mit ihnen und lokalen Handwerkern die Verbrennungsöfen errichtet und getestet worden. Die Krankenhausangestellten wurden darin geschult, die Öfen in Zukunft selbstständig zu betreiben und zu warten. 
Zudem wurden zwei Mitarbeitern des jungen nepalesischen Unternehmens „Blue Waste To Value (BW2V)“ in der Umsetzung solcher Projekte geschult. Die Idee ist, dass BW2V in Zukunft Projekte eigenständig gemeinsam mit uns in Nepal umsetzt. Zudem besteht für BW2V die Möglichkeit, eigene Verbrennungsofen-Projekte umzusetzen. Dies entspricht unseren Grundsatz „Hilfe für Selbsthilfe“. 
Herzlicher Dank geht hier an die German Rotary Volunteer Doctors e.V., die das Projekt größtenteils finanziert haben, die Firma Testo aus Lenzkirch für die großzügige Spende eines Rauchgasanalysegerätes sowie an alle übrigen Spender.

Hier ist mittels eines Zeitraffervideos zu sehen, wie der Bau eines Verbrennungsofen abläuft.

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