Respekt! - Die Stiftung

Berlin bzw. bundesweit, Deutschland

Respekt! - Die Stiftung

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Wir wissen zu wenig über die Ursachen der Flucht und die Menschen, die hierherkommen. Wissen und Empathieangebote schützen vor xenophoben Vorurteilen und Hassschürern! Respekt! hat deshalb ein Projekt zu jungen Geflüchteten aus Syrien gestartet

K. Farin von Respekt! Die Stiftung Nachricht schreiben

Respekt! - Die Stiftung  zur Förderung von jugendkultureller Vielfalt und Toleranz, Forschung und Bildung besteht seit 2011 mit dem Ziel, langfristig und kontinuierlich die Erforschung, Sammlung, Aufbereitung und Vermittlung von Wissen über jugendliche Lebenswelten zu fördern. Sie unterstützt mit ihrem Wirken, eine gesellschaftliche Lücke zu schließen: Nirgendwo in Deutschland wird bisher nachhaltig zu Jugendkulturen geforscht. Stattdessen dominieren einseitige Betrachtungen von Jugendlichen als gesellschaftliches Gefahrenpotential.
 
Hervorgegangen ist Respekt! aus dem Engagement des Archivs der Jugendkulturen, das sich seit seiner Gründung 1998 der Aufgabe widmet, den Klischees und Vorurteilen über „die Jugend“ differenzierte Informationen entgegenzusetzen. Gesamtgesellschaftliche Ziele von „Respekt! Die Stiftung“ sind u.a.
  + die Förderung von Toleranz und Weltoffenheit,
 + der Abbau und die Ächtung von Gewalt, Rassismus, Sexismus sowie anderen totalitären und menschenfeindlichen Einstellungen und Verhaltensweisen sowie
 + der Ausbau und die Förderung demokratischer Partizipation von jungen Menschen mit dem Ziel einer lebendigen Demokratie.
 
Der Stiftungszweck wird aktuell u. a. durch den Aufbau eines internationalen Netzwerkes von Institutionen, Initiativen und Einzelpersonen erreicht, die im Sinne der Stiftung für Toleranz und den Ausbau jugendlicher Partizipation arbeiten sowie an Austausch und Synergien interessiert sind. Erstmals 2017 verleiht Respekt! den European Youth Culture Award und macht damit sichtbar, was im öffentlichen Diskurs gern vergessen wird: Die Vielfalt und Veränderungskraft der Jugend und Jugendkulturen, ihre wichtigen Beiträge für eine tolerante, offene Gesellschaft sowie das Engagement junger Menschen für eine bessere Zukunft.

Die Anschläge von Paris und Brüssel, die Ereignisse in der Silvesternacht und Amokläufe junger Männer mit arabischem Hintergrund in Deutschland haben die Unsicherheit der Bevölkerung im Umgang mit Geflüchteten verstärkt, rechtspopulistische Gruppierungen schüren diese weiter und profitierten bei Wahlen bereits erheblich davon. Dies macht deutlich: Wir wissen viel zu wenig über die Ursachen der Flucht und die Menschen, die hierherkommen. Wissen und Empathieangebote schützen vor xenophoben Vorurteilen und Hassschürern! 
 
Respekt! hat deshalb ein Projekt zu jungen Geflüchteten aus Syrien gestartet. Biografische Interviews mit jungen Syrer_innen sollen ihre Schicksale und Erfahrungen auf individuelle Weise und beispielhaft für Millionen Menschen, die derzeit auf der Flucht aus ihrer Heimat sind, verstehbar machen. Parallel werden syrische Kulturschaffende biografisch und als Expert_innen interviewt. An verschiedenen regionalen Standorten in Deutschland finden Fachtreffen und Kreativworkshops mit jungen Einheimischen und Geflüchteten statt. 
 
Schirmherr dieses Projektes ist der deutsch-syrische Schriftsteller Rafik Schami, der wohl weltweit bekannteste syrischstämmige Autor der Gegenwart.