Zwei Mondbären ziehen in den Schwarzwald
Sabine I. schrieb am 08.03.2018
Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund,
die Minusgrade der letzten Wochen legten unsere Arbeit an den Naturanlagen beider Parks buchstäblich auf Eis. Am gefrorenen Boden zu werken war kaum möglich. Nicht mal der Minibagger konnte in die Erde vordringen. Unsere Hände waren nach Minuten in den Handschuhen schon bewegungsstarr. Immerhin genossen die Wölfe das Bad im Schnee. Doch der März hat begonnen und die Ankunft der beiden Kragenbären rückt näher. Wir haben also alle klammen Hände voll zu tun.
Zunächst zu PARDO: Der Bär hat Karies
Ende Februar wurde PARDO im Bärenpark Worbis gründlich durchgecheckt. Damit es schnell ging, gleich von drei Veterinären gleichzeitig. Am Kopfende war das Gebiss dran. In der freien Natur haben Bären selten Karies. Doch im Zirkus wurde PARDO mit Süßigkeiten zu seinen „Kunststücken“ animiert. Durch den Zucker sind seine Zähne teilweise verfault. Frau Doktor Schmidt hatte ordentlich zu tun mit Bohrer und Plomben. Leider hat PARDO außerdem Trübungen in den Augen, die irgendwann zum Erblinden führen können, auch das ist ein Resultat der schlechten Ernährung. Derweil wurden PARDOS Gelenke geröntgt, immerhin hat er kaum Arthrose. Gleichzeitig wurde er noch kastriert. Nach diesem Rundum-Check konnte sich PARDO ausschlafen und war schnell wieder fit. Bald ist die Quarantäne vorbei. Dann beginnt sein neues Leben erst richtig: Er darf in die großen Freianlagen und lernt Artgenossen und Widersacher kennen. PARDO wird in den nächsten Jahren intensive Pflege und einige tierärztliche Behandlungen benötigen. Wir wären über Spenden für PARDOS Gesundheit sehr dankbar.
Zwei Mondbären warten seit Jahren
Bald ist es soweit, zwei Mondbären – auch unter der Bezeichnung Kragenbär oder asiatischer Schwarzbär bekannt – werden im Schwarzwald ihr neues Zuhause finden. Wir haben zugesagt, den beiden Senioren im Bärenpark Schwarzwald einen tiergerechten Lebensherbst zu ermöglichen. Sie stammen aus unterschiedlichen Tierparks in Deutschland und lebten die letzten Jahre alleine.
CHANDAK
CHANDAK heißt der männliche Bär, das ist der tibetische Name für den Mond, denn er strahlt eine mondengleiche Ruhe aus. Der 32-jährige Kragenbär lebte seit Oktober 2004 im Tierpark Bad Pyrmont, anfangs gemeinsam mit der Bärin Maria, die 2009 zwei Junge zur Welt brachte. Im selben Jahr starb Maria und CHANDAK blieb seitdem allein. Wegen seines hohen Alters gelang es dem Tierpark nicht, einen geeigneten Platz zu finden. „Die STIFTUNG für BÄREN wird sich nun um diesen alten Mondbären kümmern. Außerdem nehmen wir zeitgleich eine Kragenbärin aus Brüggen auf und möchten beide vergesellschaften“, berichtet Bernd Nonnenmacher, Parkleiter im Bärenpark Schwarzwald. „Das bedeutet aber auch, dass CHANDAK schnellstmöglich kastriert werden muss, mit 1.500 Euro müssen wir dafür zusätzlich rechnen.“ Der Kragenbär wurde schon seit Wochen an seine Transportkiste gewöhnt, um ihm eine Narkose für die Reise zu ersparen.
CHADNA
Ist dieser betagten Mondbärin die Einsamkeit nicht förmlich ins Gesicht geschrieben? Auch der Park Brüggen in Nordrhein-Westfalen hat lange versucht, die 30-jährige Bärin umzuquartieren und war heilfroh, als die STIFTUNG für BÄREN zusagte. CHADNA bedeutet auf Tibetisch Liebe. Doch Gesellschaft und Zeitvertreib durch Artgenossen hat die alte Dame lange missen müssen. Auch ihre körperlichen Fähigkeiten sind CHADNA selber wohl unbekannt. Denn Mondbären ernähren sich hauptsächlich von Pflanzenkost, wie Eicheln und Nüssen. Sie klettern geschickt in die Bäume und ernten direkt die Leckerbissen. Unter den Wurzeln umgestürzter Bäume richten sie sich ihr Ruhelager ein oder in den Baumwipfeln ein behagliches Nest. Auf CHADNA wartet also ein grünes Abenteuer.
Die Seniorenresidenz bauen wir für die Neuankömmlinge gerade um. Außerdem bereiten wir den Transport vor. Das Einsatzteam wird am 12. März starten und mit beiden Tieren hoffentlich am 13. März nachts im Schwarzwald eintreffen. Für die Mondbären würden uns Spenden helfen, die wir sofort in die Rettung der alten Tiere umsetzen. Tausend Dank.
Ihr Team der STIFTUNG für BÄREN
PS. Am 07. April laden wir in Worbis zur Nacht der Wölfe. Am 21. und 22. April findet dann unser bärenstarkes HelferInnen-Wochenende in Worbis statt. Außerdem ein Hinweis an Pädagogen: In unserem grünen Klassenzimmer richten wir für Ihre Schulklasse gerne mal einen Projekttag aus.

die Minusgrade der letzten Wochen legten unsere Arbeit an den Naturanlagen beider Parks buchstäblich auf Eis. Am gefrorenen Boden zu werken war kaum möglich. Nicht mal der Minibagger konnte in die Erde vordringen. Unsere Hände waren nach Minuten in den Handschuhen schon bewegungsstarr. Immerhin genossen die Wölfe das Bad im Schnee. Doch der März hat begonnen und die Ankunft der beiden Kragenbären rückt näher. Wir haben also alle klammen Hände voll zu tun.
Zunächst zu PARDO: Der Bär hat Karies
Ende Februar wurde PARDO im Bärenpark Worbis gründlich durchgecheckt. Damit es schnell ging, gleich von drei Veterinären gleichzeitig. Am Kopfende war das Gebiss dran. In der freien Natur haben Bären selten Karies. Doch im Zirkus wurde PARDO mit Süßigkeiten zu seinen „Kunststücken“ animiert. Durch den Zucker sind seine Zähne teilweise verfault. Frau Doktor Schmidt hatte ordentlich zu tun mit Bohrer und Plomben. Leider hat PARDO außerdem Trübungen in den Augen, die irgendwann zum Erblinden führen können, auch das ist ein Resultat der schlechten Ernährung. Derweil wurden PARDOS Gelenke geröntgt, immerhin hat er kaum Arthrose. Gleichzeitig wurde er noch kastriert. Nach diesem Rundum-Check konnte sich PARDO ausschlafen und war schnell wieder fit. Bald ist die Quarantäne vorbei. Dann beginnt sein neues Leben erst richtig: Er darf in die großen Freianlagen und lernt Artgenossen und Widersacher kennen. PARDO wird in den nächsten Jahren intensive Pflege und einige tierärztliche Behandlungen benötigen. Wir wären über Spenden für PARDOS Gesundheit sehr dankbar. Zwei Mondbären warten seit Jahren
Bald ist es soweit, zwei Mondbären – auch unter der Bezeichnung Kragenbär oder asiatischer Schwarzbär bekannt – werden im Schwarzwald ihr neues Zuhause finden. Wir haben zugesagt, den beiden Senioren im Bärenpark Schwarzwald einen tiergerechten Lebensherbst zu ermöglichen. Sie stammen aus unterschiedlichen Tierparks in Deutschland und lebten die letzten Jahre alleine. CHANDAK
CHADNA
Ist dieser betagten Mondbärin die Einsamkeit nicht förmlich ins Gesicht geschrieben? Auch der Park Brüggen in Nordrhein-Westfalen hat lange versucht, die 30-jährige Bärin umzuquartieren und war heilfroh, als die STIFTUNG für BÄREN zusagte. CHADNA bedeutet auf Tibetisch Liebe. Doch Gesellschaft und Zeitvertreib durch Artgenossen hat die alte Dame lange missen müssen. Auch ihre körperlichen Fähigkeiten sind CHADNA selber wohl unbekannt. Denn Mondbären ernähren sich hauptsächlich von Pflanzenkost, wie Eicheln und Nüssen. Sie klettern geschickt in die Bäume und ernten direkt die Leckerbissen. Unter den Wurzeln umgestürzter Bäume richten sie sich ihr Ruhelager ein oder in den Baumwipfeln ein behagliches Nest. Auf CHADNA wartet also ein grünes Abenteuer.Die Seniorenresidenz bauen wir für die Neuankömmlinge gerade um. Außerdem bereiten wir den Transport vor. Das Einsatzteam wird am 12. März starten und mit beiden Tieren hoffentlich am 13. März nachts im Schwarzwald eintreffen. Für die Mondbären würden uns Spenden helfen, die wir sofort in die Rettung der alten Tiere umsetzen. Tausend Dank.
Ihr Team der STIFTUNG für BÄREN
PS. Am 07. April laden wir in Worbis zur Nacht der Wölfe. Am 21. und 22. April findet dann unser bärenstarkes HelferInnen-Wochenende in Worbis statt. Außerdem ein Hinweis an Pädagogen: In unserem grünen Klassenzimmer richten wir für Ihre Schulklasse gerne mal einen Projekttag aus.
Bitte retten Sie mit.
