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Schutz von Haien und Delfinen

Schutzprojekt für Haie und Bleifarbene Delfine vor dem Beifantgod in Hainetzen in Südafrika. Strandschutz darf nicht länger mit hohen Verlusten vom Aussterben bedrohter Meerestiere verbunden sein!

Ulrich K. von Deutsche Stiftung MeeresschutzNachricht schreiben

Haiabwehrnetze sind tödliche Fallen, in denen Delfine, Haie, Meereschildkröten, Rochen und andere Meerestiere qualvoll sterben. Das Projekt will den Abbau aller Hainetze in Südafrika erreichen!

Profitieren werden besonders die folgende Arten:

Bleifarbener Delfin (Sousa plumbea)
Indopazifischer Große Tümmler (Turisops aduncus)
Langschnäuziger Gemeiner Delfin (Delphinus capensis)
Sambesi- oder Bullenhai (Carcharhinus leucas)
Weißer Hai (Carcharodon carcharias)
Tigerhai (Galeocerdo cuvier)

Hainetze sollen Badende und Surfer vor Angriffen von für den Menschen potentiell gefährlicher, großer Haie schützen. Dies sind z. B. Bullenhaie, Weiße Haie und Tigerhaie.

Um dies zu erreichen, "schützt" man Strände mit mehreren Stellnetzen. Diese stehen parallel zur Küste. Sie sind jeweils etwas über 200 Meter lang, sechs Meter hoch und werden knapp unter der Wasseroberfläche verankert.

Meerestiere können also unter und zwischen den Netzen hindurch schwimmen. Mit ein Grund, warum viele Haie und Delfine in den Netzen verenden, wenn sie im Begriff sind, das Gebiet zu verlassen.

Für küstennah lebende Delfinarten können Hainetze sogar zum Totalzusammenbruch der Population beitragen. Dies trifft besonders auf die noch etwa 200 Bleifarbenen Delfine (Sousa plumbea) zu, die vor der Küste von KwaZulu-Natal leben.

Das Projekt will beispielhaft aufzeigen, dass zuverlässiger Strandschutz für Badende und Surfer möglich ist, ohne dass Meerestiere dafür sterben müssen.