KOMBINIERTER SCHUTZ VON HAIEN UND DELFINEN

Richards Bay, Südafrika

KOMBINIERTER SCHUTZ VON HAIEN UND DELFINEN

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Kombiniertes Schutzprojekt für vom Aussterben bedrohte Bleifarbene Delfine und große Haie an der Küste von KwaZulu-Natal, Südafrika, vor dem Beifantgod in Hainetzen. Projektort: Newark Beach, Richards Bay - Provinz KwaZulu-Natal, Südafrika

Ulrich K. von Deutsche Stiftung MeeresschutzNachricht schreiben

Schutzprojekt für vom Aussterben bedrohte Bleifarbene Delfine und große Haie an der Küste von KwaZulu-Natal, Südafrika, vor dem Beifantgod in Hainetzen

Profitieren werden insbesondere folgende Arten:

Bleifarbener Delfin (Sousa plumbea)
Indopazifischer Große Tümmler (Turisops aduncus)
Langschnäuziger Gemeiner Delfin (Delphinus capensis)
Sambesi- oder Bullenhai (Carcharhinus leucas)
Weißer Hai (Carcharodon carcharias)
Tigerhai (Galeocerdo cuvier)

Hainetze sollen Badende und Surfer vor Angriffen von für den Menschen potentiell gefährlicher, großer Haie schützen. Dies sind insbesondere Bullenhaie, Weiße Haie und Tigerhaie. Um dies zu erreichen, werden vor den betreffenden Strandabschnitten, etwa 400 Meter vor der Küste, jenseits der Brandung mehrere Stellnetze parallel zur Küste ausgebracht. Die Netze sind jeweils etwas über 200 Meter lang, sechs Meter hoch und knapp unter der Wasseroberfläche verankert. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, unter und zwischen den Netzen hindurch zu schwimmen. Mit ein Grund, warum viele Haie und Delfine in den Netzen verenden, wenn sie im Begriff sind, das Gebiet zu verlassen.

Für küstennah lebende Delfinarten, wie z. B. die vier Arten Buckeldelfine, die samt und sonders als bedroht gelten, können Hainetze sogar zum Totalzusammenbruch der Population beitragen. Dies trifft besonders auf die Population der noch etwa 200 Bleifarbenen Delfine (Sousa plumbea) zu, die es entlang der 320 Kilometer langen Küste von KwaZulu-Natal lebt.

Das Projekt will beispielhaft aufzeigen, dass zuverlässiger Strandschutz für Badende und Surfer möglich ist, ohne dass Meerestiere dafür sterben müssen. Dabei gilt es neue Wege und Ansätze zu finden, denn die gängigen, nicht-tödlichen Strandschutzmaßnahmen lassen sich an vielen Stränden in KwaZulu-Natal nicht installieren.