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Aufklärung und Präventionsmaßnahmen für Lepra und Tuberkulose in Nagpur

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Der Ecumenical Sangam in Nagpur hat es sich zur Aufgabe gemacht, Aufklärungsarbeit für Lepra und Tuberkulose zu leisten. Hierfür wird u.a. medizinisches Personal geschult, um die Krankheiten zu erkennen und entsprechend zu behandeln.

J. Dohrmann von Deutsch-Indische Zusammenarbeit e. V.Nachricht schreiben

Aufklärung und Präventionsmaßnahmen für Lepra und Tuberkulose

Ecumenical Sangam, Nagpur



Lepra ist eine der ältesten Infektionskrankheiten, die in Indien noch sehr verbreitet ist. Dort leben rund 50 Prozent der Leprakranken weltweit. Die Krankheit ist heute zwar mit Antibiotika heilbar, doch das Stigma und die Krankheitsfolgen hindern Betroffene am normalen Leben.  Lepra wird durch ein Bakterium verursacht. Der Erreger befällt vorzugsweise die Haut und die Nerven der kälteren Körperteile wie Hände, Füße und Nase. Er verursacht schwere Schäden, die zu Entstellung und Verstümmelung führen können.

 

Tuberkulose (TBC) ist eine chronisch verlaufende Infektionskrankheit, die ebenfalls durch Bakterien verursacht wird. Sie wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und tritt vermehrt bei untergewichtigen, körperlich geschwächten oder chronisch kranken Menschen auf. Die Krankheit befällt heute fast ausschließlich die Lungen. Sie ist mit Medikamenten gut behandelbar, sodass in den meisten Fällen eine völlige Ausheilung der Infektion möglich ist.

 

Der Ecumenical Sangam hat bei seiner Arbeit festgestellt, dass es bezüglich Krankheiten wie Lepra und Tuberkulose immer noch viele Missverständnisse und Denkweisen gibt, die teilweise im Aberglauben fußen. Da viele Inderinnen und Inder ein geschwächtes Immunsystem haben, sei es durch schlechte oder Fehlernährung, mangelnde Hygiene oder auch durch eine wachsende Umweltverschmutzung, sind sie besonders anfällig für Infektionskrankheiten. Dies spiegelt sich auch in der steigenden Zahl der Lepra- und Tuberkuloseinfektionen im Arbeitsgebiet des Ecumenical Sangam.



Doch nicht nur die Bevölkerung ist gar nicht oder schlecht informiert über diese Infektionskrankheiten. Auch selbst viele Medizinerinnen und Mediziner sowie medizinische Hilfskräfte sind nicht ausreichend über Lepra und Tuberkulose informiert oder ihr Wissen ist nicht auf dem neuesten Stand. Deshalb bietet der Ecumenical Sangam nun Aufklärung  und Fortbildung zu diesen Krankheiten in ländlichen Gebieten und den städtischen Zentren an.



Die Zielgruppe des Projekts umfasst etwa 605.000 Menschen in den Slums von Nagpur und den dörflichen Gebieten südlich von Nagpur. Außerdem sollen rund 4.600 Medizinstudierende und Auszubildende aus Heilberufen bezüglich Lepra und Tuberkulose fortgebildet werden, damit sie als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fungieren, aber auch helfen können, die „vergessenen“ Krankheiten zu diagnostizieren. Dazu kommen Fortbildungen für bis zu 50 Hebammen jährlich, die durch ihre Arbeit Kontakt zu vielen Familien haben. Schließlich sollen auch jährlich ca. 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der staatlichen Gesundheitsbehörden fortgebildet werden.


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