Kleine Wunder in der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof
(Gelöschtes Mitglied) schrieb am 03.06.2019
Ein Bericht von Ferdinand Jeutner:
Die Arbeit am Hauptbahnhof ist sehr vielseitig und unterscheidet sich stark von meinen Erfahrungen am Zoo. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als mir stolz berichtet wurde, dass sogar schon ein Kind in der BaMi zur Welt kam.
Natürlich gibt es auch die eine oder andere unangenehme Situation mit Beleidigungen von Menschen, die sich in einer schwierigen Situation befinden. Jedoch berichteten die Mitarbeiter vor allem von guten Erfahrungen. Dabei bewegte mich besonders die Geschichte eines verwirrten Herrn.

Er war aufgebracht und psychisch wie körperlich stark belastet, als er die Räume der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof betrat. Woanders verscheucht, wurde er in der Bahnhofsmission als ein Gast begrüßt und in seiner Situation aufgefangen. Die Mitarbeiter gaben ihm Tee, geschmierte Brote und schenkten ihm ein offenes Ohr. Die Kälte an diesem Wintertag, private Umstände kombiniert mit Unregelmäßigkeiten im Zugverkehr hatten den hochbetagten Herrn stark belastet. In der Ruhe und aufgewärmt konnte er etwas gefestigter wieder seinen Wegen nachgehen. Drei Jahre danach stand er wieder vor der Tür und überreichte eine großzügige Spende und seinen herzlichen Dank.
Ähnlich ging es einer jungen Frau, die auf dem Weg in eine Reha-Klinik war. Sie hatte Angst vor ihrer Zukunft und fühlte sich machtlos. Doch in der Bahnhofsmission konnte sie Ruhe finden. Die Mitarbeiter konnten ihr gut zu reden und ihr ein Anker sein im Sturm und der Geschwindigkeit unserer Zeit, die man gerade am Hauptbahnhof deutlich spürt. Wenige Wochen danach schrieb sie eine herzerwärmende Dankeskarte, von ihrer Reha an der Nordsee.

In der Bahnhofsmission am Hbf. unterstützen regelmäßig FSJ-ler,
Ich denke es passieren täglich Wunder, doch oft hetzten wir an ihnen vorbei und verschließen unseren Blick weil wir noch hastig tausend Dinge erledigen wollen. Die Mitarbeiter der Bahnhofsmission haben Zeit, viel Geduld und ein offenes Herz für jeden, der Unterstützung oder Ruhe braucht. Sie können die Schnelligkeit unseres Leben entschleunigen und uns, in einer Welt voller Angst und Frust, die Augen für Wunder öffnen.
Ferdinand Jeutner, FSJler der Berliner Stadtmission
Die Arbeit am Hauptbahnhof ist sehr vielseitig und unterscheidet sich stark von meinen Erfahrungen am Zoo. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als mir stolz berichtet wurde, dass sogar schon ein Kind in der BaMi zur Welt kam.
Natürlich gibt es auch die eine oder andere unangenehme Situation mit Beleidigungen von Menschen, die sich in einer schwierigen Situation befinden. Jedoch berichteten die Mitarbeiter vor allem von guten Erfahrungen. Dabei bewegte mich besonders die Geschichte eines verwirrten Herrn.

Er war aufgebracht und psychisch wie körperlich stark belastet, als er die Räume der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof betrat. Woanders verscheucht, wurde er in der Bahnhofsmission als ein Gast begrüßt und in seiner Situation aufgefangen. Die Mitarbeiter gaben ihm Tee, geschmierte Brote und schenkten ihm ein offenes Ohr. Die Kälte an diesem Wintertag, private Umstände kombiniert mit Unregelmäßigkeiten im Zugverkehr hatten den hochbetagten Herrn stark belastet. In der Ruhe und aufgewärmt konnte er etwas gefestigter wieder seinen Wegen nachgehen. Drei Jahre danach stand er wieder vor der Tür und überreichte eine großzügige Spende und seinen herzlichen Dank.
Ähnlich ging es einer jungen Frau, die auf dem Weg in eine Reha-Klinik war. Sie hatte Angst vor ihrer Zukunft und fühlte sich machtlos. Doch in der Bahnhofsmission konnte sie Ruhe finden. Die Mitarbeiter konnten ihr gut zu reden und ihr ein Anker sein im Sturm und der Geschwindigkeit unserer Zeit, die man gerade am Hauptbahnhof deutlich spürt. Wenige Wochen danach schrieb sie eine herzerwärmende Dankeskarte, von ihrer Reha an der Nordsee.

In der Bahnhofsmission am Hbf. unterstützen regelmäßig FSJ-ler,
Ich denke es passieren täglich Wunder, doch oft hetzten wir an ihnen vorbei und verschließen unseren Blick weil wir noch hastig tausend Dinge erledigen wollen. Die Mitarbeiter der Bahnhofsmission haben Zeit, viel Geduld und ein offenes Herz für jeden, der Unterstützung oder Ruhe braucht. Sie können die Schnelligkeit unseres Leben entschleunigen und uns, in einer Welt voller Angst und Frust, die Augen für Wunder öffnen.
Ferdinand Jeutner, FSJler der Berliner Stadtmission