BI KW stinkt's - Keine Erweiterung der Wiesenhof-Schlachtfabrik

Königs Wusterhausen, Deutschland

BI KW stinkt's - Keine Erweiterung der Wiesenhof-Schlachtfabrik

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Die Bürgerinitiative (BI) „Königs Wusterhausen stinkt’s“ möchte die Erweiterung der Schlachtfabrik des Wiesenhof-Konzerns in Niederlehme verhindern. 240.000 Tiere sollen dort pro Tag geschlachtet werden: auf Kosten unserer Gesundheit und der Natur!

Torben B. von NABU BrandenburgNachricht schreiben

Jeder hat seine eigene Meinung zur Massentierhaltung. Aber unabhängig davon gibt es Auswirkungen der Massentierhaltung, die uns vor Ort direkt angeht. Und deswegen haben wir uns zusammengefunden und am 29.11.2016 mit 22 Mitstreitern die Bürgerinitiative (BI) „Königs Wusterhausen stinkt’s“ gegründet.

Die BI „KW stinkt’s“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Erweiterung der Wiesenhof-Schlachthofes in Niederlehme, einem Ortsteil von Königs Wusterhausen, zu verhindern. Unterstützt wird die Bürgerinitiative, deren Gründungsmitglieder überwiegend lokal betroffene Bürgerinnen und Bürger aus Niederlehme, Neue Mühle und Zernsdorf sind, von den Freien Wählern Königs Wusterhausen, dem Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen, Germanwatch e.V., dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), dem Bund Naturschutz in Deutschland (BUND), der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), Robin Wood und der Initiative „Tierfabriken-Widerstand“ sowie von Mitmenschen, denen Menschen- und Tierwohl gleichermaßen am Herzen liegen und sich für eine gesunde Entwicklung der Stadt Königs Wusterhausen und der Region einsetzen.

Nach Berechnungen von germanwatch könnten für die maximale Schlachtkapazität bis zu 190 neue Mastställe entstehen. Wenn diese Tiere nicht hunderte von Kilometern transportiert werden sollen, werden diese Ställe in der Region, sprich Südost-Brandenburg entstehen. Eine derartige Erweiterung der Mastkapazitäten verdrängt alle anderen Halter von Geflügel und sprengt die Aufnahmekapazität der Region von Schadstoffen aus der Mast, Nitrate, aber auch Medikamenten, Hormonen und birgt die Gefahr der Verbreitung multiresistenter Keime und Wasserverschmutzung.

Daher appelliert die Bürgerinitiative „Königs Wusterhausen stinkt’s“ an Politik, Verwaltung und an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Region Berlin, Landkreis Teltow-Fläming, Landkreis Dahme-Spreewald und Landkreis Oder-Spree, sich gegen eine Erweiterung des Schlachthofs auszusprechen.

Genaues Nachfragen lohnt sich, dass haben wir nun im Januar 2017 feststellen können. Das Erweiterungsverfahren lief nicht einfach so durch, sondern aufgrund unserer Einwendungen und Hinweise an die Stadt, den Landkreis und das Landesamt für Umwelt wurde ein neuer Erörterungstermin mit neuen Antragsunterlagen für den 30. März 2017 anberaumt.

Mittlerweile hat die Bürgerinitiative über 200 Unterstützer und hat schon zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktionen durchgeführt. Wir sammeln hier finanzielle Unterstützung, um die Anwaltskosten im Genehmigungsverfahren zahlen zu können. Sollten im Erfolgsfall die Kosten anders getragen werden, dann werden wir die eingesammelten Spendengelder für weitere Schritte gegen die Erweiterung von Wiesenhof in KW verwenden oder sie alternativ dem Nabu Brandenburg e.V. für Tier- und Naturschutzprojekte zukommen lassen.