Helft uns, Recherchen zu ermöglichen

Ein Hilfsprojekt von „Netzwerk Recherche e.V.“ (G. Bartsch) in Berlin, Deutschland

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G. Bartsch (verantwortlich)

G. Bartsch
Eine Lüge reist einmal um die Erde, während sich die Wahrheit noch die Schuhe anzieht. Das Sprichwort ist wahrscheinlich ein paar hundert Jahre alt, genau weiß man es nicht. Sicher ist, dass es einmal bildlich gemeint war. Doch heute geschieht genau das, was da steht, Tag für Tag. Aber Journalistinnen und Journalisten auf der ganzen Welt halten dagegen und helfen der Wahrheit in die Schuhe.

Das Netzwerk Recherche unterstützt sie dabei – mit Recherche-Stipendien.

Vielen freien oder auch fest angestellten Reportern fehlen die finanziellen Mittel für intensive Recherchen. Wir wollen deshalb Journalisten, die zum Beispiel Vetternwirtschaft, Umweltskandale und Bausünden aufklären oder ihr Recht auf Akteneinsicht bei den Behörden wahrnehmen möchten, gezielt mit Stipendien unterstützen. Erfahrene Mentoren stehen den Rechercheuren zur Seite.

Wir sind stolz darauf, dass wir das Stipendien-Programm in den vergangenen Jahren ausbauen konnten. 20 Beiträge konnten mithilfe der Stipendien 2015/16 gefördert werden, zum Beispiel die Haiti-Reportage von Jenny Marrenbach: Die Journalistin reiste auf die Karibikinsel, um den Folgen einer Cholera-Epidemie nachzuspüren. Blauhelmsoldaten hatten Fäkalien unsachgemäß entsorgt, in ein Flüsschen, das auch der Trinkwasserversorgung dient. Laut offiziellen Statistiken sind mindestens 10.000 Menschen gestorben, hunderttausende sind infiziert. Vergeblich warteten Hinterbliebene und Betroffene auf Wiedergutmachung oder eine Entschuldigung der UN. Dank des Recherche-Stipendiums, das wir zusammen mit der Karl-Gerold-Stiftung vergeben haben, erreichte der Skandal auch die deutsche Öffentlichkeit.

Julian Busch und Paul Lovis Wagner sind für ihre Reportage „Wo bist du gewesen?“ nach Griechenland gereist. Dort trafen sie minderjährige Flüchtlinge, die monatelang inhaftiert waren, weil es in Jugendheimen keine freien Plätze gibt. Anstatt ihnen zu helfen, wurden sie in „Schutzhaft“ genommen. Ohne Recherche-Stipendium wäre dieses wichtige Recherche womöglich nicht gelungen – über den Dank der Autoren haben wir uns sehr gefreut: „Wir haben dank Ihnen viele lehrreiche Erfahrungen gemacht und eine Geschichte, die uns sehr am Herzen lag, erzählen können.“

Hier haben wie die Ergebnisse dieser und aller anderen Recherche-Stipendiaten aufgelistet. Sieben weitere Recherchen sind bereits in Arbeit – und es liegen schon neue Bewerbungen vor. Für einen Teil der Stipendien konnten wir Partner finden: die Olin gGmbH und die Karl-Gerold-Stiftung fördern Umweltthemen bzw. reiseintensive Recherchen. Wenn wir aber weiterhin alle Recherchen unterstützen wollen, die wir für förderungswürdig halten, brauchen wir zusätzliche Mittel. Daher möchten wir Sie heute um Ihre Unterstützung bitten.

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Ort: Berlin, Deutschland

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