Heizungsanlage für junge Menschen in Not.

Ein Hilfsprojekt von „ATLANTIC Gewaltopferhilfe gGmbH Deutschland“ (L. Filipovic) in Greifswald, Deutschland

14 % finanziert

L. Filipovic (verantwortlich)

L. Filipovic
Die Integration von jungen Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf in den ursprünglichen und natürlichen Erlebnisraum auf einem Schiff ist die Basis unserer Projektidee.
Wir sehen auffälliges Verhalten von Jugendlichen nicht als Mangel oder Unzulänglichkeit, sondern als Lösungsversuch, um mit belastenden Verhältnissen fertig zu werden. Grundlegende Voraussetzung für unsere Arbeit ist die menschliche Beziehung und Vertrauensbasis zwischen den Jugendlichen und dem Team an Bord. Die Einbindung in eine verbindliche gemeinsame Alltagsstruktur ermöglicht die Förderung von sozialen Kompetenzen sowie die Entwicklung von Eigenständigkeit und Selbstverantwortung.
Der Alltag bietet vielfältige Anknüpfungspunkte um Interessen zu wecken, lebenspraktische Fähigkeiten zu entwickeln und Erfolgserlebnisse zu verschaffen. Gleichzeitig ergeben sich aber auch Reibungsflächen, Auseinandersetzungen sowie Anlässe für tiefergehende Gespräche.

Unsere pädagogische Arbeit ist handlungsorientiert und erlebnispädagogisch ausgerichtet. Wichtiger Bestandteil ist die praktische Mitarbeit an Bord. Unter qualifizierter Anleitung können Jugendliche im Umgang mit Holz, Metall, Maschinentechnik sowie im EDV-Bereich auf der Atlantic Erfahrungen sammeln. Diese sollen dazu beitragen, individuelle Zukunftsperspektiven zu entwickeln und eine Integration auf dem Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Segeln als erlebnispädagogisches Element ist selbstverständlicher Bestandteil eines Jugendprojektes auf einem Schiff. Unsere hoch technisierte Welt wird dem Bedürfnis junger Menschen nach Herausforderung und Abenteuer wenig gerecht. Ein Segeltörn eröffnet neue Horizonte und schafft Distanz zu problematischen familiären Hintergründen, Gefängnis oder Heim.

In der existenziellen Erfahrung der Naturelemente können eigene Möglichkeiten und Grenzen unmittelbar erfahren werden. Aktives Handeln und Teamfähigkeit sind ebenso gefordert wie das Einhalten von Regeln und das Erlernen von (Selbst-) Disziplin. Bei der Übertragung der neuen Erfahrungen in die eigenen Lebenszusammenhänge werden die Jugendlichen auch im Anschluss an eine Fahrt von uns begleitet.

Zur Zeit betreuen wir hauptsächlich zwei Gruppen von Jugendlichen:
Straffällige junge Menschen, die statt einer Haftstrafe gemeinnützige Arbeitsstunden leisten. Ihre Mitarbeit in den verschiedenen handwerklichen Bereichen an Bord dient gleichzeitig als arbeitspädagogische Trainingsmaßnahme für eine berufliche Orientierung.
Die zweite Gruppe nutzt das erweiterte pädagogische Angebot in Form einer kleinen Wohngruppe mit bis zu vier betreuten Plätzen.

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Ort: Greifswald, Deutschland

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Informationen zum Projekt:

Fragen an L. Filipovic (verantwortlich):

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