Eine Klinik in Uganda

Ein Hilfsprojekt von „Your Siblings“ (m. johnbosco) in Rubrizi District, Uganda

100 % finanziert

m. johnbosco (verantwortlich)

m. johnbosco
Krankenhaus auf Rädern: Childneed Africa baut eine mobile Klinik in West-Uganda. Neben der Behandlung von Patienten wegen Malaria und HIV geht es auch um die Aufklärung der Dorfbewohner.

Die Situation: Mehrere Krisen haben Uganda schwer zugesetzt. Diktaturen, der Krieg mit dem Nachbarstaat Tansania sowie immer wieder aufflammende innere Unruhen behindern die politische und wirtschaftliche Entwicklung des ostafrikanischen Land seit Jahrzehnten. Die Folgen sind extreme Armut und mangelhafte Versorgung.

Auch das Gesundheitssystem ist ungenügend: Auf zehntausend Einwohner kommt in Uganda durchschnittlich lediglich ein Arzt. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 35! Zu der geringen Versorgungsdichte kommen Engpässe bei der Lieferung von Medikamenten sowie fehlende Mittel,um die Arztrechnungen zu bezahlen.

Das Projekt: Der Verein Childneed Africa will an der miserablen Situation etwas ändern. Er wurde von einem ugandischen Medizinstudenten gegründet, der seinen kranken Vater aufgrund der mangelhaften Behandlungsmöglichkeiten verlor. Die Philosophie von Childneed Africa lautet, dass nur eine gesunde Gesellschaft eine Zukunft hat.

In Rubrizi im Westen des Landes will der Verein daher eine mobile Klinik aufbauen. Die örtliche HIV-Infektionsrate liegt mit zwölf Prozent weit über dem Landesdurchschnitt. Ein Drittel der Bevölkerung muss hier zehn bis 15 Kilometer zurücklegen, um zum nächsten Arzt zu kommen – zu Fuß. Dieser ist dann meist völlig überlastet und muss meist monatelang auf die richtigen Medikamente warten. Folgerichtig wird ein Drittel aller Kinder in der Gegend nicht älter als zehn Jahre.

Verschlimmert wird die Lage in Rubrizi durch die Armut und das unzureichende Wissen um Krankheiten und deren Verbreitung: Viele Menschen sparen sich das Geld für den Arzt und behandeln Krankheiten wie Malaria mit traditionellen Kräutern selbst. Vier Fünftel aller Frauen gebären ihre Kinder zu Hause, so dass HIV-infizierte Frauen oftmals auch ihre Neugeborenen anstecken. Die Anwesenheit eines Arztes könnte dies verhindern und adäquate Informationen bieten.

Das Ziel: Childneed Africa möchte für seine Klinik einen Geschäftsführer, eine Krankenschwester sowie einen Labortechniker anstellen. Zudem sollen weitere Mitarbeiter mittels Motorrädern die mobile Versorgung und Aufklärung übernehmen. Schwerpunkte der Arbeit werden die Diagnose, Behandlung und Beratung in Bezug auf HIV/AIDS und Malaria sowie in Fragen der Familienplanung sein. Eine Hauptzielgruppe sind arme Familien sowie die etwa 1600 Waisenkinder der Region.

Für die Anstellung von Personal sowie den Kauf der nötigen Ausstattung braucht es zunächst aber eine Anschubfinanzierung. Mittelfristig sollen die Kosten der mobilen Klinik dann durch Behandlungsgebühren aufgefangen werden. Allerdings will Childneed Africa nur diejenigen Patienten zahlen lassen, die es sich leisten können. Die so erzielten Einnahmen sollen dann auch die Versorgung der Mittellosen und Waisen abdecken.

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Ort: Rubrizi District, Uganda

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Informationen zum Projekt:

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