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Bitte helft uns, Mangrovenwälder zu schützen und aufzuforsten!

Watamu, Kenia

Bitte helft uns, Mangrovenwälder zu schützen und aufzuforsten!

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Mangrovenwälder sind einzigartige Ökosysteme. Doch in vielen tropischen Küstenregionen sind die Mangrovenwälder durch Abholzung und Wasserverschmutzung gefährdet. Bitte helft uns mit Eurer Spende, Mangrovenwälder zu schützen und aufzuforsten.

B. Braun von Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) e.V.Nachricht schreiben

Mangrovenwälder sind einzigartige Ökosysteme. Sie stabilisieren die Küsten, reinigen das Wasser und bieten unzähligen Tierarten Unterschlupf und Heimat. Doch in vielen tropischen Küstenregionen sind die Mangrovenwälder durch Abholzung und Wasserverschmutzung gefährdet. Ein Schutz der bestehenden Mangrovenwälder und eine nachhaltige Wiederaufforstung sind dringend notwendig für den Erhalt dieser wertvollen Lebensräume.

Die extrem salztoleranten Pflanzen sind perfekt an das Leben im Gezeitenbereich tropischer Küsten angepasst. In ihren Blättern können sie beispielsweise große Mengen an Salz speichern. Dank höher gelegenen Atemwurzeln und eines Belüftungsmechanismus in den eigentlichen Wurzeln können sich die Bäume außerdem auch im meist überfluteten, sauerstoffarmen Boden fest verankern.
Vor allem in Ästuargebieten, wo sich Flüsse verbreitern und ins Meer fließen, spielen die weit verzweigt wurzelnden Pflanzen eine elementare Rolle als Pioniere und Bewahrer des Artenreichtums.
 
Wertvolle Dienstleistungen für Natur und Mensch

Die ausladenden Wurzeln bieten etlichen Wasserbewohnern Deckung und Heimat. Muscheln und Seepocken haften an den verzweigten Ausläufern, Fische finden einen Laichgrund im Schutz der Mangrovenwurzeln, jagende Wasserschlangen und Krokodile liegen dazwischen auf der Lauer, Meeresschildkröten suchen Schutz und Nahrung in dem Dickicht unter Wasser. 
Auch dem Menschen bieten die Mangrovenwälder seit Jahrtausenden unbezahlbare Dienstleistungen: Als Kinderstube für Speisefische, als natürliche Kläranlagen und vor allem als Schutzwall vor Überflutung und Landerosion. Doch über die letzten Jahrzehnte gingen immer größere Waldflächen verloren: Schätzungen zufolge nimmt die weltweit von Mangroven bewachsene Fläche jährlich um rund 2,5 Prozent ab. 

In vielen Küstengebieten hat jedoch ein Umdenken begonnen. Immer öfter müssen die Einheimischen die verheerenden Folgen der Rodung erfahren – und erkennen wiederum den unersetzlichen Nutzen, den die Mangrovenwälder bringen. Durch Schutz- und Aufforstungsprojekte sind in vielen Gegenden bereits Erfolge zu verzeichnen. 

An der Küste Kenias hat sich unter anderem eine Partnerorganisation der AGA dem Schutz der Mangroven verschrieben: Der Local Ocean Trust (LOT) engagiert sich für den Erhalt und Wiederaufbau der Mangrovenwälder in Mida Creek, einem Natur- und Vogelschutzgebiet südlich des kenianischen Orts Watamu an der Turtle Bay. Die Helfer begutachten und überwachen den Bestand an Mangroven, decken illegale Rodungen auf und pflanzen junge Mangroven. Der LOT bietet darüber hinaus Touren für Ökotouristen durch die Mangrovenwälder an und engagiert sich in der Umweltbildung der örtlichen Bevölkerung. Zusammen mit lokalen und internationalen Schulen führt der LOT regelmäßig „Mangrove Replanting Days“ durch. So haben die Helfer des LOT in den letzten Jahren weit über 100 000 Mangrovensetzlinge gepflanzt – ein wertvoller Beitrag zum Erhalt eines unersetzlichen Ökosystems. 

Weitere Informationen unter www.aga-artenschutz.de

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