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Eat & Shine Ein gesundes Verhältnis zum Essen und zu seinem Körper finden

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Wir wollen Ess- und Sportextremen, besonders bei Jugendlichen, entgegenwirken und bedenklichen Inhalten auf Instagram, Youtube und Facebook, einen realistischen Blick für ein gesundes Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper entgegensetzen.

M. Hartmann von Beratungszentrum bei Ess-Störungen Dick & Dünn e.VNachricht schreiben

Viele Menschen machen sich verrückt mit dem Thema "Essen", alles kreist nur noch darum. Was ist gesund? Wie soll ich essen? Vegetarisch? Vegan? Nur Rohkost? Soll ich Frutarier sein? Die Beschäftigung mit dem sogenannten "gesunden" Essen kann ungesunde Formen annehmen. Manche nennen das Orthorexie. Für manche beginnt hier der Einstieg in eine andere Essstörung wie Magersucht, Bulimie oder Esssucht. Viele foodblogs auf Instagram, Youtube etc. zeigen es deutlich: neuerdings gibt es "food porn", sich an Essen satt sehen, statt Selberessen. Nicht zu sprechen von den Pro-Ana-Gruppen, die sich gegenseitig bestärken im dün, dünner, am dünnsten werden.

Auch beim Sport hat eine irrwitzige Beschäftigung damit zugenommen. Extremsportarten oder aber eine Zunahme an leistungsbetonten Sportarten wie Marathon, begleitet mit Dopingmethoden aus dem Profisport haben Einzug gehalten im Breitensport. Sportarten, angelehnt an militärische Sporteinheiten = "Sport bis zum Kotzen", haben zugenommen. Unsinnige Challenges: 2000 Sit-Ups etc. machen ihre Runde. Dass Sportsucht tatsächlich ein Problem ist, und nicht etwas, das gesellschaftlich bewundert gehört, scheint noch nicht ganz in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein. PS: Essstörungen bei Jungen äußern sich eher in Sportsucht, statt in Hungern oder Erbrechen.

Zudem geht der Trend in Richtung Bodybuilding, welches per se zwar nicht ungesund sein muss, welches aber in diversen Foren, Blogs und Youtube-Videos auf zweifelhafte Art dargestellt wird und zudem oft nichts weiter sind als Verkaufsplattformen für Proteinshakes, -riegel, Pillen etc. deren Inhalte, wenn nicht bedenklich so doch häufig unnütz (dafür teuer) sind. Hardcore-Trainierende verabreichen sich Steroide oder Insulin. Eine höchst bedenkliche Entwicklung.

In diesen Foren finden wir immer mehr Jugendliche: 10-jährige Jungen, die sich ein Sixpack antrainieren wollen, Mädchen, die mit zweifelhaften Ernährungsplänen (2 aufgeschlagene Eiweiss am Tag) begeistert berichten, wie toll sie abgenommen haben.

Wir erleben, dass viele Jugendliche ein ziemlich unrealistisches Körperbild entwickelt haben, sie sich an extrem unrealistischen Vorbildern aus dem Internet messen und extrem unzufrieden mit ihrem eigenen Körper sind, sogar dann, wenn sie normalgewichtig oder sogar eigentlich schlank sind. Und das geht schon los mit 8 Jahren! Wir wollen im Internet ein Gegengewicht setzen, zu all dem, was an Unsinn und gefährlichen Messages gepostet wird. UND: Wir wollen unsere Kids nicht schutzlos solchen Dingen aussetzen, damit wir sie nachher als essgestörte Jugendliche mühsam wieder zurückführen müssen ins Leben. Sondern alles dafür tun, dass es erst gar nicht so weit kommt. WEHRET DEN ANFÄNGEN!!!

PS: Wir sind Dick & Dünn e.V. in Berlin, eine gemeinnützige Beratungsstelle für Menschen mit Essstörungen und seit 30 Jahren in der Prävention von Magersucht, Bulimie und Esssucht an Schulen tätig.

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