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Stoppt den Megastall: Bald 80.000 Legehennen nahe Oranienburg?

Oranienburg, Deutschland

Stoppt den Megastall: Bald 80.000 Legehennen nahe Oranienburg?

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Das Projekt "Stoppt den Megastall: Bald 80.000 Legehennen nahe Oranienburg" sammelt Geld für den Widerstand gegen geplante Massentierhaltungsanlagen in Zehlendorf und Wensickendorf nahe Oranienburg.

A. Kruschat von BUND Brandenburg e.V.Nachricht schreiben

In Zehlendorf nahe Oranienburg soll eine Legehennenanlage für ca. 40.000 Hennen entstehen. Eine Voranfrage beim Landesumweltamt läuft bereits. Eine weitere Anlage im nahegelegenen Wensickendorf ist im Gespräch. dagegen wehrt sich der BUND mit der Bürgerinitiative “Contra Eierfabrik Oranienburg”.

Die Eier, die hier gelegt werden sollen, sind bestimmt für den Berliner Markt und die Regale der großen Discounter. Auf den Verpackungen steht später “Freiland” oder sogar “Bio”. Den Tieren mag es wirklich besser gehen, als noch in den Legebatterien, die bis vor einigen Jahren üblich waren. Doch wo EU Bestimmungen eigentlich festlegen, dass bei “Bio” und “Öko” nur 3.000 Hennen in einem Stall gehalten werden dürfen, legt die deutsche Praxis diese Bestimmungen sehr kreativ aus: Um auch weiterhin in großen Stückzahlen produzieren zu können, bauen Betreiber einfach mehrere “Ställe” in einer Anlage auf einem Betriebsgelände und trennen diese dann durch Sichtblenden. So kommt es immer wieder zu Megaställen mit 40.000 Tieren.

Doch Zehlendorf liegt mitten in einer wertvollen Naturlandschaft. Der Standort liegt im Vogelschutzgebiet “Obere Havelniederung” und ist Rastgebiet für Kraniche. Zudem sind geschützte Trockenrasenbiotope mit seltenen Arten, wie z.B. der Sandstrohblume betroffen.

Deswegen fordern Umweltschutzverbände wie der BUND eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ein. Nur wenn Umweltverband und Bürgerinitiative im Genehmigungsprozeß die Möglichkeit der Einwendungen optimal nutzen, kann eine solche Anlage noch verhindert werden. Deswegen möchte der BUND zusammen mit der Bürgerinitiative eine Erfassung des Biotops und der wertgebenden Pflanzengesellschaft und ein Gutachten über die Empfindlichleit gegenüber Nährstoffeinträgen durchführen.

Sollte der BUND bei einem erfolgreichen Klageverfahren Kosten von der Gegenseite teilweise oder in Gänze erstattet bekommen, verwendet er die Spenden für ein ähnliches Verfahren nach dem Bundesmmissionsschutzgesetz.