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Wir suchen ab sofort Crew für ein neues Schiff mit Deutscher Flagge

G. Isler
G. Isler schrieb am 05.09.2018

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Liebe Freundinnen und Freunde,

Sea-Eye 2 steht nur noch wenige Tage vor der Unterzeichnung – Wir suchen daher ab sofort Crew für ein neues Schiff mit Deutscher Flagge
 
Grundsätzlich waren wir davon überzeugt, dass es der bessere Weg wäre, ein Rettungsschiff zu chartern, um möglichst schnell wieder in den Einsatz starten zu können. So suchte der Verein viele Wochen mit Hilfe von Schiffsmaklern nach einem geeigneten Schiff. Ein kleines Team wurde sogar nach Griechenland entsandt, um dort zu verhandeln. Ein Reeder, der bereit war ein Schiff zu verchartern, konnte jedoch nicht gefunden werden. Ein neues Schiff muss daher nun gekauft werden. Dank treuer Spenderinnen und Spender ist es dem Verein möglich, diesen Weg zu gehen.

Inzwischen stehen wir mit einem Hamburger Reeder kurz vor einer Einigung und erfahren von ihm eine unglaublich wertvolle Unterstützung, insbesondere in der Klärung wichtiger Fragen mit den deutschen Behörden. Wir sind deshalb fest davon überzeugt, dass unsere abschließende Einigung nur noch eine reine Formalität und Frage von wenigen Tagen ist. Der Kauf ist jedoch deutlich aufwendiger, als eine 3-Monats-Charter. Wir benötigen daher dringend weiter Spenden, aber vor allem suchen wir nach Seeleuten, um mit Deutscher Flagge in den Einsatz starten zu können. Von der Erfüllung der strengen Auflagen der Deutschen Flagge versprechen wir uns die größtmögliche Sicherheit vor politisch motivierten Restriktionen durch Italien oder Malta. Bis zum Abschluss der Verhandlungen mit dem Eigner und die Änderung der Schiffspapiere, möchten wir auf die Veröffentlichung des Schiffsnamens verzichten. Dafür bitten wir unbedingt um Verständnis. Wir planen das Schiff, noch vor der Überführung, in Hamburg oder Bremen der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Sea-Eye startet ab sofort mit dem Crewing, um nach einer Einigung schnellstmöglich starten zu können, denn in den Sommermonaten ertranken laut IOM mehr als 800 Menschen vor den libyschen Küsten. Benötigt werden für die Überführungsfahrt und für jeden Einsatz dringend mindestens 8 ehrenamtliche Besatzungsmitglieder mit Hochseepatenten. Das sind insbesondere Kapitäne und Vollmatrosen mit nautischen Patenten und Maschinisten mit Maschinenpatenten. Bis zu 12 weitere Crewmitglieder werden zusätzlich aus ehrenamtlichem Personal von Sea-Eye ins Einsatzgebiet entsendet. Neu ist, dass neben den Rettungskräften auch Menschenrechtsbeobachter, d.h. Wissenschaftler an Bord sein sollen, um zu dokumentieren und auszuwerten, was auf dem zentralen Mittelmeer geschieht. Wir bitten ab sofort um Bewerbungen von Seeleuten und Einsatzkräften auf: https://sea-eye.org/sea-eye-2/
 
Besonders geeignet sind derzeit Crewmitglieder, die zeitlich sehr flexibel sind. Unter den derzeitigen Umständen ist noch keine passgenaue Planung möglich. Als Crewmitglied sollte man daher ein Zeitfenster von bis zu 4 Wochen einrichten können. Das neue Schiff wollen wir bereits Ende September von Deutschland ins Mittelmeer überführen. Das wird voraussichtlich bis zu 3 Wochen dauern. Anschließend soll sofort die erste Einsatzfahrt stattfinden. Bei den ehrenamtlichen Helfern werden wir, bis zum Ende des Jahres, unter den schwierigen Rahmenbedingungen Missionserfahrungen voraussetzen müssen und bitten insbesondere aus dem Kreise unserer bisherigen Crewmitglieder um Bewerbungen.

Wir bitten dringend auch um eure finanzielle Unterstützung! Das neue Schiff und die hohen Auflagen der Deutschen Flagge erhöhen auch unseren Spendenbedarf. 

euer Vorstand von Sea-Eye e.V.

Nun muss das Schiff ins Einsatzgebiet