Baumschule und Gemüse - Setzlinge für Kleinbauern

Ein Hilfsprojekt von „Krankenhaus für Tigaon e.V.“ (J. Binikowski) in Tigaon, Philippinen

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J. Binikowski (verantwortlich)

J. Binikowski
Viele Kleinbauern und Privathaushalte auf den Philippinen würden gerne Nutzbäume und Gemüse anpflanzen um damit Geld zu verdienen oder den Eigenbedarf zu decken. Das erscheint uns Westler als eine einfache Sache, für die meisten "kleinen Leute" in der Dritten Welt türmen sich bei diesem Vorhaben aber jede Menge Probleme auf:

1. Um gute Ernteergebnisse zu erzielen braucht man professionelles Saatgut. Die meisten Leute haben jedoch keine Erfahrung welche Sorte für ihr Vorhaben besonders geeignet ist, die Auswahl wird zu einem Glückspiel.

2. So ein Tütchen mit vieleicht 50 Gemüse-Samen kostet ab ca. 50 Peso, Papaya ca. 900 Peso für 150 Samen und man kann nie sicher sein ob es auch keimt, denn oftmals wird es in den Geschäften unsachgemäß gelagert. Wenn man nur 200 Peso täglich verdient sind 50 Peso Verlust viel Geld. Ein EURO = ca. 58 Peso. Wenn man eigentlich nur 20 Samen braucht weil nicht mehr Platz im Garten vorhanden ist, zahlt man mehr als nötig und das wurmt ganz gewaltig.

3. Als nächstes benötigt man Plastik-Saatkästen. Die gibt es mit 60 - 128 Fächern und kosten ca. 70 Peso das Stück. Für viele Gemüsesorten ist diese Anzuchtmethode zwingend erforderlich, da nur so mit sterilisierter Saaterde gearbeitet werden kann und die Wurzeln beim Umpflanzen nicht beschädigt werden.

4. Das nächste Problem ist, einen geeigneten Platz für den Saatkasten zu finden. Starkregen, pralle Mittagssonne, Taifune, freilaufende Hühner, Vögel, spielende Kinder usw. sind die "natürlichen Feinde" jedes Saatkorns oder frisch gekeimten Setzlings. Da ist Erfindungsgeist, Bastelaufwand nebst Materialkosten angesagt.

Genau hier setzt unser Projekt an. Wir wollen den Leuten nicht nur professionell gezüchtete Setzlinge von Hochleistungssorten fertig zur Auspflanzung zum kleinen Preis ( 4-6 Peso je nach Sorte) anbieten, sondern darüberhinaus auch fachkundige Beratung. Für Kleinbauern ist angedacht, auf Kommissionsbasis zu liefern, also Bezahlung erst wenn die Ernte verkauft ist.

Wir verfügen bereits über eine geschützte Anzucht-Anlage, Saatkästen, sterilisierte Saaterde usw. und haben Erfahrung, welche Sorten geeignet sind. Das Saatgut beziehen wir direkt von verschiedenen Herstellern, die uns auch in Problemfällen beratend zur Seite stehen.

Unser Ziel ist es dieses Konzept in einem größeren Umfang umzusetzen. Dafür benötigen wir zusätzliche Geldmittel. Wir müssten die Anlage erweitern, neue Regale bauen, zusätzliche Saatkästen und Saatgut anschaffen, Personal einstellen und einen Vertrieb aufbauen, der auch die umliegenden Gemeinden erfasst. In ca. 1 Stunde Autofahrt um unseren Ort herum erreicht man hier ca. 2 Millionen Menschen die fast alle einen Garten besitzen. Das ist erheblichen Vorlaufkosten verbunden, vor allem wenn die Kleinbauern erst nach der Ernte bezahlen.

Wir freuen uns auf Ihre engagierte Mithilfe!

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Ort: Tigaon, Philippinen

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Informationen zum Projekt:

Fragen an J. Binikowski (verantwortlich):

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