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Kinderplanet

Heidelberg, Deutschland

Kinderplanet

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Mit unserem Projekt "Kinderplanet" helfen wir die Problematik der Eltern von erkrankten Kindern gegenüber den gesunden Geschwistern zu lösen. Hier wissen die Eltern, dass die Geschwister gut betreut sind, während sie selbst beim kranken Kind sind.

M. Bösen-Schieck von Aktion für Krebskranke Kinder e.V. Heidelberg DLFHNachricht schreiben

Viele Kinder kommen täglich in das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Heidelberg zur ambulanten oder stationären Behandlung.
Ein Großteil der stationär zu behandelnden Kinder ist schwerkrank. Dies erfordert die ganztägige Anwesenheit von mindestens einem Elternteil; denn es wird auch von ärztlicher Seite davon ausgegangen,dass die oftmals belastenden und schmerzhaften Behandlungen ohne die seelische und praktische Unterstützung der Eltern kaum durchführbar ist.
Eltern sollen und wollen ihr krankes Kind durch diese schwierige Zeit begleiten. Den Geschwistern fehlen Mama oder Papa zu Hause. Besonders schwer haben es Alleinerziehende und ihre Kinder.
Die Geschwister des kranken Kindes fühlen sich in dieser Situation oft allein gelassen, auch mit ihren Fragen und Ängsten. Die Sorge vor eigener Erkrankung kann sie ebenso belasten. Dies gilt in besonders starkem Maße bei schweren und lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie beispielsweise Krebs.
Den Eltern stellt sich die drängende Frage, wie und wo in dieser Zeit die gesunden Geschwister gut versorgt und betreut werden können. So ist nicht nur die Erkrankung eines Kindes zu verkraften, sondern auch die Sorge um die Gesunden.

Mit unserem Projekt "Kinderplanet" wollen wir helfen, diese Problematik zu lösen:

•Hier wissen die Eltern, dass die Geschwister gut betreut sind, während sie selbst beim kranken Kind sein können.
•Die notwendige Nähe zwischen Eltern und den Kindern ist weiterhin möglich, da sich der 'Kinderplanet' innerhalb der Kinderklinik befindet.
•Die Geschwister fühlen sich nicht abgeschoben.
•Sie erfahren durch die enge Bindung zur Klinik mehr von dem dortigen Geschehen. Ängste können direkt aufgefangen und bearbeitet werden.
•Familien aus allen Klinikabteilungen werden im Kinderplanet betreut, ohne vorherige Anmeldung und unentgeltlich.

Der Kinderplanet ist ein einmaliges Beispiel der Zusammenarbeit zwischen Elterngruppen, Psychosozialer Nachsorgeeinrichtung, Klinikleitung und Verwaltung.
Die GründerInnen griffen bei der Bezeichnung der Einrichtung auf eine Idee von Grace P. Kelly zurück, der 1970 mit zehneinhalb Jahren in Heidelberg an Krebs verstorbenen Schwester der Politikerin Petra K. Kelly, die sich bis zu ihrem eigenen Tod für krebskranke Kinder und Jugendliche engagierte. Grace sehnte sich in der sie in hohem Maße ängstigenden Krankenhausatmosphäre nach einer kindgemäßen Umgebung, die Vertrautheit und Zuflucht bietet.

Insgesamt vier hauptamtliche Teilzeitkräfte (nur aus Spendengeldern finanziert!!) - drei Erzieherinnen und eine Diplom Sozialpädagogin - und 12 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden das Team.

Gemäß der unterschiedlichen Altersgruppen gibt es einen Schlaf- und Ruheraum mit Stillsessel, Krabbel-, Spiel- und Kuschelbereiche, ein begehbares Kinderspielhaus, Lese- und Rückzugsmöglichkeiten für und mit den Größeren. Im großen Gemeinschaftsraum werden gemeinsam und regelmäßig Mahlzeiten eingenommen.

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