Desert Flower Center Waldfriede hilft Frauen mit Genitalverstümmelung

Ein Hilfsprojekt von „Förderverein Krankenhaus Waldfriede e.V.“ (C. Strunz) in Berlin, Deutschland

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C. Strunz (verantwortlich)

C. Strunz
Die Idee genitalbeschnittenen Mädchen und Frauen am Berliner Krankenhaus Waldfriede im Rahmen eines Charity-Projekts zu helfen, ging von Chefarzt Dr. Roland Scherer aus. Gemeinsam mit Vorstand Bernd Quoß hatte sich der international anerkannte Chirurg schon 2011 in Afrika über die körperlichen und psychischen Folgen einer Genitalverstümmelung informiert und den Kontakt zu Waris Dirie hergestellt. Dirie stammt aus Somalia und engagiert sich seit 1997 gegen FGM. Mit ihrer „Desert Flower Foundation“ Wien (DFF) besteht eine enge Kooperation. 

Die Eröffnung des Desert Flower Center Waldfriede in Berlin fand am 11. September 2013 gemeinsam mit der DFF statt. Schon einen Tag später wurden zwei Frauen aus Afrika operiert. Bis zum März 2016 konnte das DFC-Team die Lebensqualität von mehr als 100 genitalverstümmelten Frauen aus 19 verschiedenen Ländern Afrikas verbessern helfen.

Die Beschneidung des weiblichen Genitals (engl. Female Genital Mutilation, kurz FGM) steht fast überall unter Strafe – und wird dennoch praktiziert. Die Annahme, nur eine beschnittene Frau sei „rein, hält sich vor allem in ländlichen Regionen Afrikas hartnäckig. Nach Angaben der WHO wird weltweit alle elf Minuten ein Mädchen an seinen Genitalien verstümmelt. Überlebt es die unmittelbaren Folgen bleiben oft lebenslang Beschwerden zurück. Hinzu kommen anhaltende Traumata und Angst vor Sexualität. 

Das Behandlungskonzept im DFC basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz und wurde von hochspezialisierten Gynäkologen, Chirurgen, Sozialarbeitern und Therapeuten entwickelt. 
Es fusst auf drei Säulen.

1. Chirurgische Behandlung
FGM verursacht vielfältige Beschwerden. Späte Komplikationen, z.B. bei Schwangerschaften oder Entbindungen, Entzündungen und Schmerzen können durch die Abtragung von hartem Narbengewebe und durch die Entfernung von Fisteln in Scheide oder Darm gelindert werden. Bei Notwendigkeit und Wunsch findet eine Rekonstruktion der von FGM betroffenen Bereiche statt. 

2. Psychosoziale Betreuung
FGM ist eine schwere traumatische Erfahrung. Meist haben die Frauen noch nie über ihr Leid und ihre Qualen gesprochen. Im DFC sind eine Sozialarbeiterin und zwei Beraterinnen mit Migrationshintergrund für die Frauen da. So kann jederzeit eine psychologische Betreuung und Beistand für ggf. auch auftretende Probleme gewährleistet werden.

3. Selbsthilfegruppe
30 bis 45 Frauen besuchen monatlich die Selbsthilfegruppe im DFC. Unterstützt von Dolmetscherinnen und Beraterinnen tauschen sie sich hier über das Erlebte aus, werden über Hilfsangebote informiert und erfahren, wie sie ihre eigenen Töchter vor der Beschneidung bewahren können. Zur Entspannung wird eine physiotherapeutisch betreute Körperarbeit angeboten. 

Die Kosten für Säule 1 werden nur bei in Deutschland versicherten Frauen von den Krankenkassen übernommen. Säule 2 und 3 müssen komplett über Spenden an den Förderverein Krankenhaus Waldfriede e.V finanziert werden.

Mehr Infos unter www.dfc-waldfriede.de

Weiter informieren:

Dieses Projekt findest Du auch hier:

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Ort: Berlin, Deutschland

Fragen & Antworten werden geladen …
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  • v.l.n.r.: Dr. Conny, Evelyn, Nicole

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  • #HopeAfterFGM

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  • Handschriftliche Notiz einer Patientin

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  • Teilnehmerinnen der Selbsthilfegruppe vom 16. Juli 2016

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