Deutschlands größte Spendenplattform

Ermöglichen Sie Geflüchteten ein Studium an der TU Braunschweig!

Braunschweig, Deutschland

Corona trifft besonders die Schwächsten - wie die Geflüchteten an der TU Braunschweig. Wir möchten sie deshalb mit dringend Benötigtem unterstützen, damit sie studieren können.

C. Köcher von Braunschweigischer Hochschulbund e.V.
Nachricht schreiben

Navid (Name geändert) ist 31 Jahre alt, Informatiker und stammt aus Teheran. Zusammen mit seiner Frau und seinem 7-jährigem Sohn flüchtete er aus seiner Heimat nach Deutschland und fand eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Braunschweig. „Ich habe in den ersten Monaten nur auf Englisch kommuniziert,“ erzählt er, „aber mein Professor gab mir den Rat, schnell Deutsch zu lernen.“ Navid möchte seinen Masterabschluss machen und danach promovieren. Im Brückenkurs-Projekt erhält er die Chance dazu.

Brücken ins Studium bauen: Das will das Projekt Bridges4Refugees, das es seit 2016 unter dem Dach des International House an der TU BS gibt. Es ermöglicht Menschen nach der Flucht ihr Studium in Deutschland fortzusetzen und sich so ein neues Leben in Deutschland aufzubauen. Die Teilnehmer/-innen lernen in Intensivkursen Deutsch und werden auf die Grundlagen des Studiums vorbereitet. 

Freuten sich in der Anfangsphase überwiegend junge Syrer/-innen über einen Platz in den Brückenkursen, stammen nun viele Teilnehmer/-innen aus dem Iran, der Türkei, und aus afrikanischen Ländern wie dem Sudan und Ruanda.

„Es ist nicht einfach,“ sagt Navid, „Covid-19 kam und jetzt lerne ich online …“. Täglich drei Stunden verfolgt er den Online-Unterricht, dazu kommen montags bis freitags Aufgaben im Selbststudium von 2 bis 3 Stunden, alle 8 Wochen gibt es mündliche und schriftliche Prüfungen. 

Mehr als 140 junge Frauen und Männern konnten mittlerweile dank der Brückenkurse ihr Studium aufnehmen. Als erster Brückenkurs-Teilnehmer vollendete vor kurzem ein junger Bauingenieur aus Damaskus erfolgreich sein Masterstudium. 

Nicht wenige der geförderten Nachwuchs-Akademiker haben Kinder, auch Marwa, 23 Jahre, aus Damaskus, deren Sohn Eyad vor knapp einem Jahr geboren wurde.  Die junge Syrerin möchte wie ihr Mann Elektrotechnik studieren. Bei der Kinderbetreuung wechselt sich das junge Elternpaar ab. „Das klappt, mit der Internetverbindung ist es da schon schwieriger.“

Die Grundfinanzierung der Brückenkurse stammt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst. Scheinbar kleine Dinge machen es den Geflüchteten aber schwer oder unmöglich, an den Kursen teilzunehmen: Vor der Corona-Pandemie fehlten ihnen vor allem Lehrbücher oder Fahrkarten für die Anreise zum Kurs. Jetzt sind es Notebooks:

„Wer wenig Geld hat, dem fällt die Umstellung auf den Online-Unterricht doppelt schwer,“ berichtet Irene Helm, Koordinatorin des Projektes. Ohne geeignetes Notebook ist die Teilnahme an den Online-Kursen und Online-Prüfungen eigentlich nicht möglich. 

Der Verein der Freunde und Förderer der TU Braunschweig, der Braunschweigische Hochschulbund, hat deshalb eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie Navid und den anderen geflüchteten Studierenden helfen und ihnen über Ihre Spende die erfolgreiche Teilnahme an einem Brückenkurs der TU Braunschweig ermöglichen.
Ganz herzlichen Dank!