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Choo macht froh! 

B. Mitawi
B. Mitawi schrieb am 03.06.2026



In den letzten Jahren haben wir viel berichtet über das Grüne Klassenzimmer in Kizimbani/ Zanzibar/ Tanzania. Regelmäßig besuchen Tourist*innen und auch Schüler*innen von der Insel das Klassenzimmer in der Natur, sie sehen, wie die Pflanzen wachsen, die wir täglich in unserer Küche verwenden und erfahren, dass diese meist viel mehr können, als unseren Magen zu füllen. Genutzt werden viel Pflanzen auch als Heilmittel oder um sie kosmetisch anzuwenden. Auch wenn die Besucher*innen begeistert sind von dem Erlebnis Natur und der sehr speziellen Lektion über Nachhaltigkeit, gesundes Kochen und den Weg zu „Zero Waste“ so hat sich das Projekt noch nicht genug rumgesprochen. Es könnten mehr Gruppen und Einzelpersonen sein, die zu Pili ins Grüne Klassenzimmer kommen. Gestern habe ich mich mit Pili getroffen und muss sagen, sie ist eine sehr beeindruckende junge Frau. Ihre Ideen, ihr Wille, Dinge umzusetzen, an die niemand in ihrem Umfeld glaubt – das motiviert auch mich immer wieder, neu zu denken und Neues auszuprobieren. Genau das wollen die Jugendlichen aus Dabendorf und Fuoni machen, wenn sie sich im Juli 2026 gemeinsam mit dem Thema gesunde Ernährung beschäftigen werden. Dabei geht es nicht nur darum, Wissen theoretisch zu vermitteln, sondern insbesondere lokale Rezepte auszuprobieren, die oft nur noch wenige alte Menschen kennen. Pilis will mit dabei sein, um die Erfahrungen in ihrem Internetauftritt weiterzugeben, um ihre Angebote hinsichtlich gesunder Gerichte und deren nach Möglichkeit Zero-Waste Verpackung für den Transport zu erweitern. Viele belächeln diesen Ansatz – aber Pili ist überzeugt und findet nach und nach auch weitere Mitstreiter*innen, die bereit sind, neue Wege zu suchen und auszuprobieren. Allerdings gibt es ein besonderes Problem, dass Pili schnell lösen muss und will: Den Bau einer Toilette noch europäischen Standard. Keine Hocktoilette, sondern eine zum Sitzen. Choo (Kiswahili für Toilette) macht froh meinen die Tour-Anbieter, die nur wenige Gruppen schicken, weil es keine Toilette gibt, die ihren Vorstellungen entspricht. Pili hat sofort reagiert und eine entsprechende Toilette gebaut. Der Rohbau steht – es fehlen noch Putz, Kacheln, Toilettenbecken und Waschbecken, Tür sowie etwas Farbe. Es wäre sehr schön, wenn ihr dabei unterstützen könntet, dass wir diese Dinge sehr schnell kaufen und einrichten können, so dass mehr Gruppen die interessanten Angebote nutzen. Um das Team zu stabilisieren, ist im August ein Kurs mit arbeitslosen Jugendlichen aus Kizibani geplant, wo es darum geht zu schauen, wie die vielen Idee mit mehr Menschen auch besser umgesetzt werden können. 
  

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