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Den Haßlocher Wald schützen und die Rehbachverlegung verhindern

Haßloch, Deutschland

Den Haßlocher Wald schützen und die Rehbachverlegung verhindern

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BI Hochwasserschutz Ja! - Rehbachverlegung Nein! und der Verein Bürgerengagement Haßloch e.V. wollen die drohende Zerstörung des Schutzgebietes Haßlocher Wald verhindern. Dazu brauchen sie Ihre finanzielle Unterstützung für eine gerichtliche Klage.

R. Berger von Bürgerengagement Haßloch e.V.Nachricht schreiben

Der Wald südlich der Gemeinde Haßloch ist nicht nur ein wertvolles Naherholungsgebiet, er ist auch ein schützenswertes Gut. Dieser Wald besitzt nicht nur einen Schutzstatus, sondern er vereint gleich mehrere Schutzgebiete auf seiner Fläche: Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete nach Bundesnaturschutzgesetz, Natura 2000-Gebiete, ein Flora-Fauna-Habitat sowie ein Vogelschutzgebiet. Hier brüten z.B. 53 "streng geschützte" bzw. "gefährdete" Vogelarten wie Baumfalke, Neuntöter, Waldlaubsänger, Pirol, Wendehals, Wiedehopf und vor allem der Ziegenmelker, der hier sogar sein Hauptausbreitungsgebiet für ganz Rheinland-Pfalz hat. Es wurden dort 13 seltene Pflanzenarten registriert. Außerdem sind dort seltene Libellen-, 4 Reptilien-, 8 Amphibien- und 10 Fledermausarten beheimatet. Auch der seltene "Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling" (eine Schmetterlingsart) ist hier anzutreffen.
Quer durch dieses Schutzgebiet soll ein neues, 3,6 km langes Bachbett gegraben werden. Der geplante Bachverlauf und die zweijährige Großbaustelle gefährden dieses empfindliche Ökosystem. Entlang des neuen Bachlaufs muss eine 20 m breite Schneise in den Wald geschlagen werden, der etwa 3000 Bäume zum Opfer fallen werden, damit die Bagger und schweren Fahrzeuge mehrere Tausend Kubikmeter Erde bewegen, 12 Brücken und Stege bauen sowie zwei Düker (das sind Siphon-Bauwerke zur Untertunnelung von anderen Fließgewässern) vergraben können. Klar ist: Das wird nicht in sechs Wochen erledigt sein, sondern mehr als eine Brutzeit lang den wertvollen Lebensraum Wald verändern. Klar ist auch: Das Projekt wird mehr als 4 Millionen Euro kosten!
Der Eingriff in dieses schützenswerte Ökosystem wird mit zwei Argumenten gerechtfertigt:
1) Hochwasserschutz für die bebaute Ortslage - Das ist schlichtweg falsch, wie die Karten zum Wirkungsnachweis zeigen: Nicht ein einziger Keller in Haßloch wird durch die Verlegung vor Hochwasser geschützt.
2) Renaturierung, Verbesserung der Gewässerstrukturgüte, sprich: Fischdurchgängigkeit - Das vorhandene Rehbachbett ist fast tausend Jahre alt und hat in dieser Zeit seine eigenen natürliche Umgebung geschaffen. Die Fischdurchgängigkeit ist nur an den Mühlen eingeschränkt, kann aber mit einfachsten Mitteln billiger erreicht werden als durch Umgraben des europäischen Vogelschutzgebietes.

Da die Behörde bereits den Plan festgestellt hat, gibt es jetzt nur noch ein Mittel, um diesen Eingriff in das Schutzgebiet zu verhindern: Eine Klage vor dem Verwaltungsgericht. Wir Bürger sind durch die Ignoranz der Verwaltung gezwungen, den Rechtsweg zu beschreiten - und das kostet leider Geld, viel Geld. Gerichtsgebühren, Anwaltshonorare, Gutachterkosten - wir hätten das gerne vermieden, aber leider zeigen sich die Behördenvertreter blind und taub gegenüber Argumenten, die in Haßloch überall bekannt sind.
Sollte die Klage erfolgreich sein (oder es gar nicht dazu kommen), werden wir das gesammelte Geld in echte Hochwasserschutzmaßnahmen stecken, die im Westen warten.

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