Mikrokredite für Solarsets für Familien in Liberia

Ein Hilfsprojekt von „Kinder Afrikas e.V.“ (R. Pöschl) in Monrovia, Liberia

Dieses Projekt kann zur Zeit keine Spenden empfangen. Bitte versuche es morgen wieder oder frage beim Verantwortlichen des Projektes nach.

R. Pöschl (verantwortlich)

R. Pöschl
Nach Jahrzehnten des Bürgerkrieges befindet sich Liberia seit 2003 in einer Phase des Friedens und des Wiederaufbaus. Von der einstmals vorhandenen Infrastruktur ist nicht mehr viel übrig. Insbesondere eine öffentliche Stromversorgung ist, von wenigen Vierteln der Hauptstadt abgesehen, buchstäblich non-existent.

Schon lange wurde von Seiten Kinder Afrikas e.V. überlegt, wie sich diese Probleme bewältigen lassen könnten. So haben wir in diesem Jahr für eine Waisenhaus in Monrovia ein neues Schulgebäude gebaut und gleich mit einer Solaranlage auf dem Dach elektrifiziert.
Dank der großzügigen Spenden der Firma SolarWorld AG, die die Solarmodule zu Verfügung stellte, sowie des Solarprojektes Freilassing e.V., welches die Akkulampen sponserte, konnte das Projekt binnen weniger Monate von der ersten Idee zur fertigen Anlage werden.

Am 31. Dezember 2009 machten sich die Kisten dann an Bord eines Schiffes von Hamburg aus auf den Weg nach Liberia. Die Sendung war fast vier Wochen unterwegs und kam am 01.02.2010 im Hafen von Monrovia in Liberia an. Drei Wochen später erreichte die Reisegruppe von Kinder Afrikas e.V. das Land. In den nächsten Wochen hat Maximilian Meindl, der die technische Leitung des Projekte übernommen hatte, gemeinsam mit einem liberianischen Team die Solaranlage montiert und in Betrieb genommen. Das Waisenhaus verfügt jetzt zuverlässig über Strom zur Beleuchtung und zum Betrieb der Computer, Drucker und Fotokopierer für die Schule. Doch das Solar Station Project will über die Schulelektrifizierung hinausgehen: Denn nicht nur die Schule benötigt Licht! Ab 19 Uhr herrscht in fast allen liberianischen Haushalten völlige Dunkelheit – die weit verbreiteten Kerzen und Petroleumlampen können hier kaum Abhilfe schaffen und sind zum Lesen oder Lernen ungeeignet. Die Familien im Umkreis der MTA sollen in Zukunft nicht mehr auf diese schwachen und teuren Lichtquellen angewiesen sein: Elektrisches Licht ist heller, umweltfreundlicher und langfristig sogar günstiger als Petroleumleuchten.
Dies ist mit einem in Deutschland entwickelten und im Senegal bereits erprobten System leicht möglich: Der Verein „Solarprojekt Freilassing“ bietet so genannte „Solarlampen“ an, sehr helle, sparsame Akkulampen, die mittels der Solarmodule auf dem Dach der Schule geladen werden können. Die Brennzeit der Lampen beträgt nach jeder Ladung mindestens acht Stunden - sie können also mehrere Tage genutzt werden. Danach müssen sie wieder an der Ladestation in der Schule aufgeladen werden, wobei für jede Ladung eine geringe Gebühr fällig wird.

Nachdem der Verleih der Akkulampen sehr erfolgreich angelaufen ist und die Nachfrage ständig steigt wollen wir mit unseren Partnern vor Ort ein Mikrokreditprogramm ins Leben rufen, um noch mehr Familien mit Solarlampen versorgen zu können. Durch das Mikrokredit-Programm bekommen die Familien ein Solarlampenset, das in kleinen Raten abbezahlt wird. Die Raten werden wieder für neue Kredite verwendet.

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Ort: Monrovia, Liberia

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