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Mecklenburger Dorf gegen Massentierhaltung

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Massentierhaltung in Mecklenburg am Recknitztal geplant. 600.000 Masthähnchen sollen pro Jahr gemästet werden. Gesundheit, Alleen, Dorfleben und Tierschutz sind in Gefahr. Schäden an Natur werden erwartet . Wardow Broiler Mast Massentierhaltung

C. Cwielag von BUND Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. Nachricht schreiben

In Wardow bei Laage in der Mitte Mecklenburgs am Recknitztal soll eine industrielle Massentierhaltungsanlage für 79.800 Masthähnchen je Durchgang entstehen. Die Anlage würde rund 600.000 Masthähnchen im Jahr „produzieren“. Der idyllische Ort Wardow und die umliegenden Dörfer drohen durch Gestank, Keime und Schwerlastverkehr auf den engen Alleenstraßen belastet zu werden. Nach Untersuchungen des BUND befinden sich in der Nähe des geplanten Anlagestandortes empfindliche Biotope, die durch die Schadstoffe der industriellen Anlage betroffen sind. Schon in der ersten Aktendurchsicht fiel auf, dass die Schadstoffprognosen fehlerhaft sind. Davon sind auch die Anwohner betroffen. Eine Bürgerinitiative wehrt sich gemeinsam mit dem BUND gegen die Planungen. 
Die Genehmigungsunterlagen waren bisher nur über Akteneinsichtsanträge zu sehen. Mit einem Trick soll offenbar die gesetzlich vorgeschriebene Öffentlichkeitsbeteiligung für die geplante Hähnchenmastanlage Wardow umgangen werden. Auf einem Flurstück sollen zwei baugleiche Hähnchenmastställe mit je 39.900 Tierplätzen errichtet werden. Die förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit ist ab 40.000 Tierplätzen vorgeschrieben. Für die geplante Mastanlage für insgesamt 79.800 Tierplätze liegen zwei nahezu identische Genehmigungsanträge vor. Formell wurden diese Anträge durch zwei separate Antragsteller gestellt. Die beiden Gesellschaften Wardower Broiler GmbH und Kobrower Broiler GmbH wurden an demselben Tag gegründet, firmieren unter der gleichen Anschrift und werden laut Handelsregister durch die gleichen Personen geleitet. 
Durch Spenden konnten Gutachten bezahlt werden, die belegen, dass die Antragsunterlagen fehlerhaft sind. Die Genehmigungsbehörde erteilte dennoch Anfang 2016 die Genehmigung(en). Der BUND klagt vor dem Verwaltungsgericht Schwerin nach erfolglosem Widerspruchsverfahren seit April 2017 gegen die Genehmigung(en). Die ersten Schritte waren Dank Spenden möglich. Nun liegt die Erwiderung der Gegenseite vor. Es werden dringend weitere Spenden benötigt.Für die erste Instanz rechnen wir mit 5000 Euro. 
- Noch kann man in Wardow Urlaub machen. Wir wünschen uns, dass es so bleibt. Mehr über 
http://www.lebenswertes-wardow.de/

Wenn wir die Klage gewinnen, sollen mit den Spenden Alleebäume an die Wardower Chaussee 
gepflanzt werden. Dort ist für die Zuwegung der Massentierhaltungsanlage 
eine Lücke entstanden.

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