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Beratungsstelle für Angehörige von Inhaftierten

Ein Projekt von Treffpunkt e.V.
in Nürnberg, Deutschland

Unterstützung und Beratung für Angehörige von Inhaftierten (Kinder, Partner, Eltern).

Josefine Harbauer
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Über das Projekt

Der Verein Treffpunkt e.V. in Nürnberg bietet als anerkannter freier Träger der Familienbildung, Jugend- und Straffälligenhilfe ein breit gefächertes Spektrum an Unterstützungsangeboten für Menschen in besonderen sozialen Lebenslagen an.
Eine Abteilung des Treffpunkt e.V. ist die Beratungsstelle für Angehörige von Inhaftierten (BAI).
 
Durch eine Gefängnisstrafe werden Menschen aus ihrem gewöhnlichem Lebensalltag und ihren Lebensbezügen gerissen. Die sozialen und familiären Bindungen sind durch die Trennung stark beeinträchtigt und durchlaufen eine Bewährungsprobe. Der Kontakt zu Familie und Freunden ist nur auf sehr eingeschränkte Art und Weise möglich.
 
Dies bedeutet nicht nur eine Belastung für die Inhaftierten selbst, sondern auch für deren Angehörige und ihr unmittelbares Umfeld. So haben beispielsweise die PartnerInnen plötzlich mit finanziellen Problemen zu kämpfen, müssen häufig den Alltag alleine organisieren und wichtige Entscheidungen eigenständig treffen. Für Kinder stellt der Entzug eines Elternteiles zumeist ein traumatisches Lebensereignis dar. Die Belastung durch die Situation löst mitunter Verhaltensveränderungen aus und die Kinder reagieren z.B. mit Rückzug, Wut oder Überforderung. Die Eltern von Inhaftierten wiederum plagen sich in einer solchen Situation mit Selbstzweifeln, Scham und Schuldgefühlen. Sie stellen sich nicht selten die Frage, was sie in der Erziehung falsch gemacht haben. 
 
Unsere Aufgabe ist es, die negativen Auswirkungen, ausgelöst durch die Inhaftierung, für alle Betroffenen zu mindern und sie bestmöglich zu unterstützen. 
  
Die Kinder trifft die Inhaftierung eines Elternteils ganz besonders schlimm. Sie vermissen ihren Papa oder ihre Mama sehr und wünschen sich Begegnungsmöglichkeiten und Kontakt, so viel wie nur möglich.  Aus diesem Bedürfnis heraus bieten wir begleitete Mutter-Kind-Besuch im Gefängnis an, so dass ein intensiver, auch körperlicher Kontakt zwischen Mutter und Kind stattfinden kann. 
 
Ein Stück Normalität im Gefängnis schafft auch die Vater-Kind-Gruppe. Zu diesem Gruppenangebot treffen sich inhaftierte Väter 14-tägig mit ihren Kindern für jeweils zwei Stunden in der Justizvollzugsanstalt Nürnberg. Es wird gespielt, gebastelt, getobt, gelacht - und vor allem: auch hier ist Kuscheln erlaubt! Die Beziehung zwischen Vater und Kind wird dadurch aufrechterhalten und intensiviert.
 
Leider müssen wir unsere Angebote oft beschränken, da die Kapazitäten knapp sind. Mit Deiner Spende hilfst Du uns, Betroffene zu unterstützen. Durch unser ganzheitliches Angebot haben sie die Chance an der Gesellschaft teilzuhaben und sich gleichermaßen auf Augenhöhe zu begegnen. Das schafft Hoffnung und den Ausblick auf einen herkömmlichen Alltag, insbesondere bei den Kindern.
 
Danke für deinen Beitrag!

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