Casa Palabra y Pueblo - Building a Brighter Future in Intag

Ein Hilfsprojekt von „Casa Palabra y Pueblo“ (M. Fieweger) in Apuela, Ecuador

Neuigkeiten: Hier informiert Dich der Träger über den Stand der Dinge in diesem Projekt. So kannst Du beurteilen, wie mit den Spenden umgegangen wird.

M. Fieweger (verantwortlich), verfasst vor 3 Tagen

M. Fieweger

Neues Radioprogramm “ÏNTAG AL INSTANTE” (deutsch “Intag im Augenblick“)

Die “Casa Palabra y Pueblo“ produziert seit dem 13. Januar ein kurzes Nachrichtenprogramm für das Radio “Radio Íntag”. In Íntag al Instante geht es zweimal wöchentlich, Dienstag und Donnerstag, für zehn Minuten um aktuelle Ereignisse, welche die Region Íntag betreffen. Die Sendungen basieren vor allem auf Interviews, jedoch werden auch andere Informationsquellen genutzt.

Das Team, welches für die Produktion von Íntag al Instante verantwortlich ist, besteht aus Mónica Lara, welche vor allem für Interviews zuständig ist, sowie aus Carolina Carrión und José Rivera. Sie schneiden die Interviews, erarbeiten Skripte und sorgen so dafür, dass aus Interviews und anderen Quellen eine fertige Radiosendung entsteht.

Bisher wurde Information über folgende Themen präsentiert:

-Die Stellung des Bürgermeisters Cotacachis, Jómar Cevallos, zum Bergbau

-Eine mögliche Referendums in Hinblick auf den Bergbau in Íntag

-Die Reise nach Chile von Marcia Ramírez und  Lauro Lucero, um Bergbauprojekte vonseiten der dortigen Arbeiter sowie der durch den Bergbau betroffenen Bewohner zu erfahren

-Kommentare des Bergbauexpertens William Sacher hinsichtlich einer Erlaubnis des Umweltministeriums für den Beginn des Bergbaus in der Region Llurimagua in Íntag (früher unter dem Name Junín bekannt)

Demnächst werden wir bereits ausgestrahlte Radiosendungen auf unserer Website veröffentlichen, damit unsere Freunde, Journalisten und jegliche interessierte Personen Zugang zu ihnen haben.






M. Fieweger (verantwortlich), verfasst vor 21 Tagen

M. Fieweger

Angehende Keramiker in Pucará

Viertklässlerin María del Carmen Flores hat einen Hund gestaltet, einen kleinen Topf, eine Blume und eine Schnecke, während ihr Mitschüler Diego Játiva seine Zeit damit verbrachte, eine Schildkröte mit exakten anatomischen Maβen herzustellen, da Schildkröten zu seinen Lieblingstieren gehören. Juliana Morales hat sich auch für naturgerechte Darstellungen entschieden, in ihrem Fall für einen kleinen Vogel und einen Hund, während Diego Caiza eine Pizza hergestellt hat, mit allem Möglichen und einer doppelten Käseschicht.

All das sind nur einige der Gegenstände, welche die 40 Schüler aus Santa Rosa und Pucará im Zuge eines Keramik-Workshops hergestellt haben, welcher am 15. Dezember letzten Jahres stattfand. Eine Woche vorher hatten einige Schüler dabei geholfen ein Loch zu graben, welches als Ofen genutzt warden sollte. Im selbstgebauten Ofen wurde die Keramik dann gebrannt, nachdem sie genügend Zeit zum Trocknen hatte.

Der Keramik-Workshop ist durch die Organisation Casa Palabra y Pueblo (Haus des Wortes und des Volkes) möglich gemacht worden, welche Carolina Carrión leitet.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Peace-Corp-Freiwilligen Amy Woodruff, welche von dem deutschen Freiwilligen Anton Bogs unterstützt wurde.

Amy hat den Workshop so geplant, dass ihr Bruder Zack, welcher ein erfahrener Keramiker ist und Amy in diesem Zeitraum besuchen war, seine zahlreichen Erfahrungen einflieβen lassen konnte. Neben Zack konnten die Kinder auch von der Erfahrung von Carolinas Mutter Henriette Hurtado profitieren, welche ebenfalls langjährige Erfahrungen mit dem Herstellen von Keramik hat. Darüber hinaus stellte Henriette auch den Ton zur Verfügung, einen Kilo pro Person.

Da die Keramik bei einer niedrigeren Temperatur gebrannt wurde, als sie in einem professionellen Ofen möglich gewesen wäre, musste der Ton eine spezielle Qualität besitzen.
Henriette erklärte, dass der verwendete Ton von der indigenen Bevölkerung des Amazonas benutzt wird, um ihre Keramik zu produzieren.

Zack hat Erfahrungen mit Ton seit der High School, fasziniert davon, dass man mit einem Klumpen Ton beginnen kann, und ihn in etwas Lebendiges verwandeln kann.

Er verbrachte 19 Tage in Ecuador, in denen er den Markt von Otavalo besucht, den Nebelwald Intags kennengelernt, den Cotopaxi bestiegen hat und nicht zuletzt im Pazifischen Ozean geschwommen ist.

Zack ist Mechaniker und arbeitet gerade daran, seine Doktorarbeit in Robotik an der Northwestern University in Chicago, Illinois, zu schreiben.
Sein Wissen im Bereich Robotik benutzt er, um Geräte für Menschen mit physischer Behinderung zu entwickeln.
Im Keramik-Workshop hat Zack eine Replik eines berühmten präkolumbischen Werkes gefertig, ein hübsches Monster.

Henriette Hurtado ist eine chilenische Architektin, welche für 40 Jahre in Quito gelebt hat.
Seit klein auf arbeitet sie mit Ton und hat in verschiedensten Kunst-Workshops teilgenommen, in Chile, London und seit kurzem in Tumbaco, wo sie einmal wöchentlich an Juana Llorés Barroquema-Workshop teilnimmt.
Henriette war beeindruckt von der Aufmerksamkeit, die die Kinder dem Workshop gewidmet haben und ebenso von ihrer Kreativität. Sie erklärte, dass das Arbeiten mit Ton nicht nur die Vorstellungskraft der Kinder fördert, sondern auch hilft, ihre feinmotorischen Fähigkeiten zu entwickeln.

Amy Woodruff, Zacks Schwester, bereitete die Kinder mit einer PowerPoint-Prästentation auf den Workshop vor.
Mithilfe von Bildern verdeutlichte sie, dass Ecuador eine unendliche Artenvielfalt besitzt (es ist das Land mit der höchsten Biodiversität der Welt), und au
βerdem das Land ist, in welchem amerikanische Keramik ihren Ursprung hat. In Valdivia, einem Ort an der Küste Ecuadors, soll die älteste Keramik Amerikas gefunden worden sein.

Die Schüler wurden von ihren Lehrern Rosario Vargas der Schule Santa Rosas und Cristina Valenzuela sowie Ruth Manosalva der Schule Pucarás begleitet.

Am Mittwoch, dem 7. Januar, waren die Kreationen dann endgültig getrocknet und bereit zum Brennen. Die Kinder brachten ihre Werke zum “Ofen” und Amy, die in in ihrer Gemeinde in Alaska bei der freiwilligen Feuerwehr war, hat ihnen eine kurze Einführung in Brandschutz gegeben. Dann kehrten sie zum “Ofen” zurück, wo ein Feuerlöscher zur Hand war und zündeten Zeitungspapier, Sägespähne und zuvor gesammeltes Feuerholz an, um mit dem Brennprozess zu beginnen. Als die Kinder die Lust verloren, das Feuer zu beobachten, hat Anton Spiele mit ihnen gespielt, um das zuvor gelernte Wissen zum Thema Brandschutz praktisch umzusetzen.

Nach dem Brennen und Abkühlen wurden die Werke aus dem Ofen geholt und die Kinder nahmen sie mit nach Hause; stolz auf ihre neu erworbenen Fähigkeiten.