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Beendet Radio-Spots gegen Terrorismus und gegen Flucht übers Mittelmeer

Nara und Timbuktu, Mali

Beendet Radio-Spots gegen Terrorismus und gegen Flucht übers Mittelmeer

Nara und Timbuktu, Mali

Mali: Radio-Spots gegen Terrorismus und Flucht über das Mittelmeer

W. Mayer  | 
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Über das Projekt

Sie sind potenzielles Ziel der Anwerbung durch Terroristen, manche treibt es übers Mittelmeer nach Europa. Das gilt auch für junge Menschen im Norden Malis. Die hohe Politik hat keine wirklichen Konzepte dagegen, aber eine Basis-Initiative in Mali will beidem entgegen steuern: Durch Radio-Spots, die über lokale Rundfunksender verbreitet werden. Die Kosten dieser Aufklärungsaktion passen aber kurzfristig in kein offizielles Hilfsprogramm.
Die Ausstrahlung über die lokalen Sender in Nara und Timbuktu ist angelaufen, mit einem Einzugsgebiet von etwa 30.000 und 50.000 Einwohnern. Nach allen Erfahrungen sind solche Sender in Afrika sehr effiziente Informations- und Mobilisationsinstrumente. Konkret vorgesehen ist eine wöchentliche einstündige Sendung in den Sprachen Bambara, Soninké und Maurisch über einen Zeitraum von sechs Monaten hinweg. Bei aller Armut sind Transistorradios auch in den Dörfern als Statussymbole verbreitet.
Nara, an der Grenze zu Mauretanien und eine der ärmsten Gegenden im Sahel, war letztes Jahr vorübergehend von Fundamentalisten besetzt. In diesem Frühjahr wurden zunächst in zwei Schulzentren ganztägige Veranstaltungen „für Toleranz und ein friedliches Zusammenleben“ durchgeführt, die ich bereits zu finanzieren half. Die Botschaft: Unabhängig von Religion und Ethnie lebten wir stets friedlich zusammen – und bei dieser traditionellen „Tugend“ einer „Kultur des Friedens und der Toleranz“ muss es bleiben. Alle rund 1500 Teilnehmer waren begeistert. Um die Botschaft weiter zu verbreiten, sollen die Radio-Spots beitragen. Rückmeldungen, dass Bewohner Naras bei der Flucht über das Mittelmeer ertranken, ließ das zweite Anliegen dazukommen. Zwischen Nara und Timbuktu gibt es die notwendigen Kontakte. Über das Wüten von Islamisten und Terroristen in der Stätte mit ihrem Weltkulturerbe nach der vorübergehenden Einnahme 2012 haben Medien ausführlich berichtet.
Eine „Association des Jeunes de Nara pour la Paix et la Réconciliation“ an der Grenze zu Mauretanien hat die Basis-Initiative entwickelt. Als Verantwortlicher für ein Hilfsprojekt der Arbeiterwohlfahrt in Bayern im Raum Nara bis 2000 hielt ich Verbindungen mit einem der damaligen malischen Angestellten vor Ort, der jetzt die Assoziation vertritt und mir die Idee übermittelte, mit der Bitte um erneute Hilfe. Wir kommunizieren per Email und über Facebook. Eine jeweils vorhandene Bank zahlt Überweisungen per Western Union aus.
Zuletzt aktualisiert am 18. September 2020