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A. Meder
A. Meder schrieb am 04.02.2026

Der Ostkongo wird seit 30 Jahren von unzähligen Rebellengruppen bedroht, auch die Gorilla-Schutzgebiete. Tausende Menschen fliehen vor den Konflikten und erhöhen den Druck auf die Wälder. Im Oktober 2025 ließen sich FDLR-Rebellen am Rand des Sarambwe-Reservats nieder. Sie hatten schon vorher Dörfer im Umfeld geplündert. Am 12. Dezember kidnappten FDLR-Kämpfer den Fährtenleser Muhindo Musa, als dieser mit seiner Frau ein Feld bestellte. Am Tag darauf wurde er ermordet gefunden. Er hatte seit 2008 für das Reservat gearbeitet. Die Kollegen setzten nach seiner Beerdigung ihre Patrouillen fort, aber sie sind sehr besorgt, ebenso wie die Bevölkerung. Während ihrer Patrouillen 2025 beobachteten die Fährtenleser folgende Säugetiere bzw. Spuren von ihnen: Gorillas, Schimpansen, Paviane, Guerezas, Diademmeerkatzen, Kongo-Weißnasenmeerkatzen, Pinselohrschweine, Elefanten, Ducker, Uganda-Kobs, Hörnchen, Stachelschweine, Mangusten und Rohrratten. Illegale Aktivitäten: Ugander ließen Ziegen und Kühe im Reservat weiden und Wilderer legten ein Feuer, das etwa 4 ha Wald zerstörte; Fallen wurden aufgestellt, Holz wurde eingeschlagen. Regelmäßige Patrouillen stellen den Schutz des Reservats sicher und wir werden sie weiter unterstützen. Doch die Arbeit ist gefährlich: Am 23. März griffen Wilderer die Fährtenleser im Wald an und verfolgten sie mit Stöcken, Macheten und Speeren.