Lakota Waldorf Schule

Ein Hilfsprojekt von „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.“ (M. Lennartz) in Kyle, Süd Dakota, USA

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M. Lennartz (verantwortlich)

M. Lennartz
Inmitten der nordamerikanischen Prärie, in Süd Dakota, auf der Pine Ridge Reservation der Lakota (auch als ‚Sioux‘ benannt), entsteht ein weltweit außergewöhnliches Schulprojekt. Schon seit 1993 arbeitet eine Initiative von Lakota-Eltern daran, ihren Kindern eine Lebensperspektive durch eine eigene, an den Werten des Stammes orientierte, schulische Ausbildung zu vermitteln. Dabei gelangten die Eltern zu der Überzeugung, dass es zwischen ihrer Tradition und Kultur und der Philosophie der Waldorf-Pädagogik Parallelen hinsichtlich einer natürlichen und prozessorientierten Lernweise, z.B. durch das Weitererzählen von alten Überlieferungen (Storytelling), gibt. Des Weiteren verbindet sie eine ganzheitliche Weltsicht in der Anerkennung der lebendigen, von gegenseitigem Respekt getragenen Wechselbeziehung von Natur, Mensch und Tier. Die durch das System der weißen Gesellschaft entwurzelten Lakota können durch das Schulprojekt ihren Kindern helfen, die eigenen Wurzeln ihrer Stammeskultur wieder zum Wachsen zu bringen. Ein elementarer Baustein bildet die eigene Sprache der Lakota, die vom Aussterben bedroht ist, und nun von den Stammeskindern endlich wieder erlernt werden kann. Im ersten Schritt wurde ein Kindergarten gegründet, dann eine 1.-2. Klasse, auf welche nun eine ganze Schule mit Campus folgen soll. Dort stehen die 4 Tugenden der Lakota ganz oben auf dem Lehrplan: Respekt (Wayuonihan), Großzügigkeit (Wacante'ognaka), Mut (Wo'ohitika) und Weisheit (Woksape). Den Nachfahren der einst stolzen Büffeljägerkultur eines Sitting Bull und Crazy Horse wird es dadurch ermöglicht, ihre verlorene Identität in der Wiederbelebung der Stammes-Kultur, der Sprache und Bräuchen wiederzufinden. Denn die heutige Realität auf dem letzten Rest des Landes, das ihnen von den weißen Eroberern gelassen wurde, sieht trostlos aus: Der Shannon County, auf dem sich die Pine Ridge Indianer Reservation befindet, gehört zu den 2 Ärmsten der USA, mit einer Arbeitslosenrate von über 80 %. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Lakota-Frauen liegt hier bei 52 Jahren, die der Lakota-Männer sogar nur bei etwa 47 Jahren, und die Kindersterblichkeitsrate ist 5 Mal höher als im US-Durchschnitt. Armut, Perspektivlosigkeit, Depression und Krankheit sind allgegenwärtig.

Der wunderschöne Masterplan zeigt einen Schulcampus, der aus nachwachsenden Rohstoffen erbaut und mit erneuerbaren Energien versorgt werden soll, z.B. mit Erdwärme. Der Entwurf integriert sowohl die traditionelle Philosophie der Lakota und erfüllt zugleich die Erfordernisse einer modernen, Energie und Ressourcen sparenden, wohngesunden Bauweise aus Holz (Konstruktion) und Stroh (Dämmung).

An dieser Stelle bitten wir Sie um von Herzen getragene Unterstützung, damit diese Vision einer eigenen, von Lakota getragenen Stammes-Schule auf der Pine Ridge Reservation Realität werden kann und die Kinder sich und ihrem Volk wieder eine eigene Perspektive aufbauen können.

www.lakotawaldorfschool.org
www.lakotatipicamp.org

Weiter informieren:

Ort: Kyle, Süd Dakota, USA

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  • Hochgeladen am 21.11.2016

  • ... und der Lageplan zeigt die Dimension des wunderbaren Bauvorhabens.

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  • ... und so sieht der Grundriss der zukünftigen Lakota Waldorf Schule aus.

    Hochgeladen am 21.03.2016

  • .. und der Unterricht findet - natürlich - im Kreis statt ...

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  • .. so sieht es derzeit auf dem Schulgelände aus ...

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