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Paartherapie für Opfer von Genitalverstümmelung

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Weibliche Genitalverstümmelung gibt es nicht nur in Afrika, sondern auch in vielen Ländern Asiens. Die Stop FGM Middle East – Kampagne trägt dazu bei, dass der Kampf gegen FGM auch jenseits von Afrika geführt wird.

O. Piecha von Wadi e.V.Nachricht schreiben

Weibliche Genitalverstümmelung (female genital mutilation=FGM) gibt es nicht nur in Afrika, sondern auch in Ländern des Nahen Osten und Südostasiens – darunter Irak, Iran, Oman, Indonesien, Malaysia und Süd-Thailand. In vielen dieser Länder wird diese brutale Kindesmisshandlung bisher kaum in Frage gestellt. Eine öffentliche Debatte gibt es nicht, auch international nimmt man das Problem kaum wahr.

Um eine solche Debatte anzustoßen und AktivistInnen vor Ort zu unterstützen, das Schweigen zu brechen, rief die deutsch-irakischen Hilfsorganisation WADI 2013 die Stop FGM Middle East-Kampagne ins Leben – mit Unterstützung der niederländischen NGO HIVOS.

Vor 10 Jahren begann WADI eine Kampagne gegen FGM im Nordirak. Dafür wurde 2011 die kurdischen Regionalregierung gewonnen, seit Sommer 2014 unterstützt UNICEF das Projekt. Laut der jüngsten Umfrage lehnen mittlerweile 70% der Einwohner Irakisch-Kurdistans FGM ab. Weibliche Genitalverstümmelung hat keine Zukunft mehr im Nordirak.

Wo eine Regierung auf Seiten der Kampagne gegen FGM steht, können große Geldgeber gefunden werden. Das Glück haben unsere Partner in anderen Ländern nicht. Ihre Regierungen wollen das Problem unter den Teppich kehren. Wenn eine Regierung sagt: "wir haben hier kein Problem", dann kann die UN oder eine andere Regierung nicht tätig werden. Darum sind unsere Partner für ihre Projekte auf private Spender angewiesen.

Projekt im Iran:
Die Psychologen Osman Mahmoudi und seine Frau Elham Hoseini haben in der iranischen Provinz Kermansheh eine Studie durchgeführt, wie FGM Paarbeziehungen beeinflusst. Dabei haben sie herausgefunden, dass beide Partner leiden. Wenn die Frau beim Sex keinen Spaß oder gar Schmerzen hat, führt das zu einem geringeren Selbstwertgefühl und Depressionen bei beiden. Mahmoudi erklärt: "Viele Männer wollen heute eine partnerschaftliche Beziehung. Es zehrt an ihnen, wenn sie sehen, dass ihre Partnerin beim Sex unglücklich ist."

Aber auch Opfer von FGM können ein erfülltes Sexualleben haben. Doch dafür muss man über Sexualität reden - in einer Gesellschaft wie dem Iran keine Selbstverständlichkeit. Deshalb wollen Mahmoudi und Hoseini in ihrem Familienberatungszentrum in Javanrod Paar- und Gruppentherapie für Betroffene von FGM anbieten. Damit helfen sie nicht nur den betroffenen Paaren, sondern eröffnen auch eine gesellschaftliche Debatte über die brutale Praxis der Mädchenverstümmelung und über partnerschaftliche Sexualität.

Unterstützen Sie dieses im Iran einmalige Projekt und helfen Sie einem betroffenen Paar zu einer glücklichen Sexualität und Beziehung zu finden.

Mehr zur Kampagne auf: www.stopfgmmideast.org

Hilf mit, das Projekt zu verbreiten