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Sauberes Trinkwasser für die Menschen in Dumarao

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Rund um das Dorf Dumarao werden 377 Hektar Regenwald als Trinkwasserschutzgebiet ausgewiesen und 50 Hektar wieder aufgeforstet. 150 Haushalte (etwa 750 Menschen) werden an eine Wasserleitung mit Vorratstank und Filteranlage angeschlossen.

U. Berger von Carpus e.V.Nachricht schreiben

In der philippinischen Provinz Palawan liegt das Dorf Dumarao. Es ist von ausgedehnten, gut intakten Bergregenwäldern umgeben. Mehrere Bäche münden in den Barbacan-Fluss, der das Dorf und seine 3.000 Einwohner_innen mit Trink- und Nutzwasser für die Feldbewässerung versorgt. Der Wald ist Lebensader für Mensch und Tier. Er speichert Wasser für die Trockenzeit und bietet Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten, wie die vom Aussterben bedrohte Waldschildkröte (Siebenrockiella leytensis). 

Doch der Wald ist bedroht. In den letzten 20 Jahren wurden mehr als 100 Hektar abgeholzt, vor allem für Bauholz, aber auch für Feuerholz. Wilderer drangen verstärkt in das Gebiet ein, um vor allem Waldschildkröten illegal an internationale Zoohändler zu verkaufen. Begünstigt werden die illegalen Aktivitäten durch die noch immer weit verbreitete große Armut in großen Teilen der philippinischen Bevölkerung. Rund 41,5% der Bevölkerung lebt von weniger als 2 US$ pro Tag, die meisten davon in den ländlichen Gebieten des Landes. 

Aber die Menschen im Dorf Dumarao haben gemerkt, wie wichtig der Wald für sie ist. Deshalb haben sie 2013 in einer Volksabstimmung für den Schutz von 377 Hektar Regenwald gestimmt, die das Dorf umgeben. Ziel des Projektes ist es nun, die geschützte Fläche als Trinkwasserschutzgebiet zu etablieren und mindestens 50 Hektar Regenwald wieder aufzuforsten. Bewohner in Dumarao, die ihr Einkommen bislang mit Wilderei und illegalem Holzhandel aufgebessert haben, sollen zu Waldhütern ausgebildet werden, die künftig dabei helfen, den Regenwald als intaktes Trinkwasserquellgebiet und Lebensraum für bedrohte Tiere zu beschützen. Informationskampagnen in den Nachbarorten sollen dazu führen, dass die Bevölkerung den Schutzstatus akzeptiert und illegale Aktivitäten im Gebiet unterlässt.

Von den knapp 700 Familien im Dorf sind bislang nur 150 an eine Wasserleitung angeschlossen. Alle anderen holen Wasser von Brunnen, die periodisch trocken fallen. Eine wichtige Maßnahme des Projektes ist deshalb die Installation einer Wasserleitung mit Vorratstank und Filteranlage für weitere 150 Haushalte (750 Bewohner) im Dorf Dumarao. 

Das Projekt befindet sich in Trägerschaft der philippinischen Umweltorganisation Katala Foundation Inc. Sie ist ein langjähriger Projektpartner von Carpus e.V. Das Projekt soll im April 2015 starten und zunächst bis Ende 2017 dauern. Der Finanzbedarf beträgt rund 180.000 Euro. Dreiviertel davon sollen durch Fördermittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit gedeckt werden. Der Rest muss über Eigenmittel, Drittmittel und Spenden aufgebracht werden. 

Bitte helfen Sie uns dabei, dieses Projekt finanziell abzusichern! Spenden Sie noch heute für die Versorgung mit sauberem Trinkwasser für die Bewohner im Dorf Dumarao! 

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