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Beendet Stammesfrauen in Tamil Nadu, Südindien suchen Hilfe zur Selbsthilfe

Thuvaipathy, Indien

Beendet Stammesfrauen in Tamil Nadu, Südindien suchen Hilfe zur Selbsthilfe

Thuvaipathy, Indien

Ausbildung finanzieren - Selbsthilfegruppen von Frauen in Tamil Nadu wollen nähen lernen, um vor Ort Geschäfte zu machen und so endlich der Armut nachhaltig gegenzuwirken

M. Pastore  | 
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Über das Projekt

Auf die Frage, was sich die ca. 50 Stammesfrauen (tribals) aus 3 Selbsthilfegruppen in Tamil Nadu, (Südindien) am meisten wünschen, kommt rasch eine Antwort: "Wir haben durch eine lokale NGO und die Karl Kübel Stiftung (KKS) in Deutschland vor zwei Jahren unsere Selbsthilfegruppen (SHGs) gründen können. Die schlimmsten Schäden in den Häusern sind behoben. Manchmal arbeiten wir als Tagelöhner, verkaufen Vieh. Kredite bekommen wir keine - und wenn, dann mit einem Zinssatz, die wir nicht zahlen können. Wir wollen eigenes Einkommen generieren. Aber uns fehlt einfach das Wissen wie richtiges Nähen können. Wir wollen Dinge produzieren, die sich verkaufen lassen." Einige Frauen haben schreiben gelernt, nehmen an Fortbildungsmaßnahmen zu Hygiene, Kinderpflege und einfacher Buchhaltung teil. Sie fahren nun alleine ins Lernzentrum der KKS, einmal im Monat. Ihre Männer unterstützen sie. Das war am Anfang nicht so. Mit Gründung der Selbsthilfegruppen vor ca. 2 Jahren - ca. 20 Mitglieder hat jede Gruppe - hat sich vieles geändert. Die Frauen sparen gemeinsam, Centweise. Sie haben pro Gruppe inzwischen ca. 800 EUR angespart, das macht umgerechnet 40 EUR pro Frau. Stolz zeigen sie mir ihre Sparbücher. Und wollen bald Kredite innerhalb der eigenen Gruppen vergeben, maximal 80 EUR. Für Reparaturen, Notfälle in den Familien, Tierankäufe. Ohne Zinsen. Aber der Weg hin zu mehr beruflicher Bildung ist weit... einfach zu teuer. Das schaffen wir nicht alleine."
12 Frauen melden sich spontan auf die Frage, ob sie an einem mehrwöchigen Nähkurs teilnehmen würden, in der nächstgelegenen Stadt. Pflichtteilnahme und Zertfikatsprüfung vorausgesetzt. Ein Kurs, der ca. 300 EUR für alle zusammen kosten würde. Dazu kämen noch drei Nähmaschinen und die nötige Grundausstattung.

Wäre klasse, wenn wir 1500 EUR sammeln könnten. Die Frauen hier hätten es verdient.

Ich bin zur Zeit selbst vor Ort, habe die Frauen besucht und auf Weiterbildungskursen zum Thema Gesundheit getroffen und gesprochen. Ich habe inzwischen verschiedene SHGs in sehr abgelegene Dörfer in der Gegend um Coimbatore besucht. Die Gruppen sind unterschiedlich, gerade was Selbstmotivation und Wille zur Weiterentwicklung angeht. Unterstützt durch die KKS in Deutschland, die hier ein Lernzentrum aufgebaut hat und lokal vor Ort mit der KKID (www.kkid.org) agiert, laufen viele Projekte wie Hausbau, Kindergarten -, Toilettenbau und Aufbau von SHGs. 80% der Menschen haben Mangelerscheinungen, viele sind untergewichtig. Hilfe vom Staat: kostenlose Stromleitungen, Wasser und ein TV pro Haus, teilweise auch Nahrungsergänzungsmittel. Aber das reicht nicht, um langfristig der Armut zu entkommen. Das geht nur, wenn die Menschen vor Ort sich durch den Aufbau von Geschäften und einem nachhaltigen Marktplatz selbst helfen können. Im April '15 bin ich wieder hier. Ich würde gerne die ersten zertifizierten Näherinnen besuchen. Hilfst du mit?
Mehr Infos zur Situation vor Ort in meinem Blog: http://bit.ly/1uYeZME
Zuletzt aktualisiert am 18. September 2020