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Humanitäre und psychologische Hilfe für Flüchtlinge im Irak

Erbil, Irak

Humanitäre und psychologische Hilfe für Flüchtlinge im Irak

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Humanitäre und psychosoziale Hilfe für Binnenvertriebene in Kurdistan, Nordirak. Unter anderem Jesiden, Christen, Muslime, Kurden oder Shabak, die vor ISIS geflüchtet sind und psychologische Betreuung benötigen.

Leif H. von Jiyan Foundation for Human RightsNachricht schreiben

Über drei Millionen Menschen mussten ihre Heimat bereits verlassen. Mehr als eine Million fanden im Nordirak Zuflucht. Sie flüchten vor dem so genannten "Islamischen Staat", der seit Januar im Irak wütet und mit der Eroberung Moduls und Sinjars hunderttausende Menschen vertrieb. Die Möglichkeiten der Unterbringung sind erschöpft, und eine solch große Zahl an Flüchtlingen in so kurzer Zeit wäre selbst für ein Land wie Deutschland nur schwer zu stemmen.

Seit letztem Sommer unterstützt uns das Hilfswerk Misereor bei der Verteilung von Hilfsgütern. So haben wir Wasser und Eis an Flüchtlinge aus Mosul verteilt, Lebensmittel und Hygieneartikel an jesidische Flüchtlinge in der Provinz Duhok ausgeliefert und Kerosin im Camp Baharka ausgegeben. Parallel dazu bieten wir medizinische und psychologische Notversorgung durch Ärzte und Psychologen. 

Mit dieser Spendenaktion wollen wir unsere derzeitigen Maßnahmen unterstützen und folgende zwei Bedarfe finanziell aufstocken:

Seit August letzten Jahres haben wir mehrere Hilfsaktionen durchgeführt, bei denen wir Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung und Heizmaterial verteilt sowie medizinische Unterstützung geleistet haben. Hier sind wir insbesondere an die Orte gefahren, die bislang nicht durch Hilfsangebote erreicht wurden. Unsere Nothilfe geht auch in diesem Jahr weiter.

Viele der Geflüchteten waren bereits vorher Opfer der Einschüchterung der Terroristen, mussten die Ermordung eines geliebten Menschen mitansehen oder Angehörige zurücklassen. Frauen erlebten zum Teil sexuelle Gewalt. Diese traumatischen Erfahrungen, der plötzliche Verlust der Heimat, das schwierige Leben im Exil und der stete Austausch von dramatischen Geschichten bedeutet sowohl für Erwachsene als auch für Kinder eine große psychische Belastung. Diese Traumata drohen sich zu verfestigen. Hinzu kommt eine erhöhte Gefahr von häuslicher Gewalt als auch Übergriffen auf Frauen und Kinder. Durch psychologische Betreuung ist es den Flüchtlingen möglich, ihre Erlebnisse zu verarbeiten, emotionale Entlastung zu finden und eine positive Perspektive zu entwickeln.

Unsere bisherigen Verteilungen sind hier dokumentiert: 
9. August in Erbil: http://jiyan-foundation.org/relief-erbil.html
18. August im Großraum Duhok: http://www.jiyan-foundation.org/duhok-idps.html
18. Oktober in Baharka bei Erbil: http://on.fb.me/10Ij4H8
27. Oktober in Dayrabun (nahe syrischer und türkischer Grenze): http://on.fb.me/1GFkzXG
3. November in Arbat Camp nahe Sulaymaniyah: http://on.fb.me/1Etkl49
8. November in Jarmo nahe Chamchamal: http://on.fb.me/1xcguYi
17. Dezember im Sinjar-Gebirge: http://jiyan-foundation.org/humanitarian-aid-deliveries.html
23. Dezember im Sinjar-Gebirge: http://on.fb.me/17NZZb2
30. Dezember im Sinjar-Gebirge: http://on.fb.me/1DCkUct
2. Januar am Sharaf al-Din Schrein im Sinjar: http://on.fb.me/1FooSI1

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