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Finanziert Eine zweite Chance - Unterstützung benachteiligter Jugendlicher in Indien

Ein Projekt von Indienpartnerschaft des Auguste-Viktoria Gymnasium
in Villupuram, Indien

Das Projekt will 120 benachteiligten Jugendlichen ohne Schulabschluss in Südindien zu einer zweiten Chance verhelfen, indem sie an einem sechsmonatigem Intensivkurs zur Wiedereingliederung teilnehmen. Neue Perspektiven eröffnen Wege aus der Armut.

H. Anton
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Über das Projekt

Sathya ist 17 Jahre alt, vor drei Jahren musste sie die Schule ohne Abschluss verlassen. Mit ihren Eltern und zwei Geschwistern lebt sie in einer Lehmhütte in Sengamedu, Tamil Nadu. Ihre Eltern arbeiten als Tagelöhner in der Landwirtschaft und können weder lesen noch schreiben. Der kümmerliche Lohn der Familie reicht nur knapp zum Überleben und so bleibt der Familie kein Geld für die Ausbildung der Kinder. In ihrer Tradition hat die Ausbildung eines Mädchens außerdem einen sehr niedrigen Stellenwert, da Töchter meist sehr jung verheiratet werden und die Familie verlassen. Sathyas Zukunft scheint in den elenden Lebensumständen gefangen. Oft fehlt es aber nur an angemessener Schulkleidung, Schreibmaterialien und Büchern sowie an Ermutigung.
Die Situation von Sathya ist kein Einzelfall. Die indische Nichtregierungsorganisation PMD (People's Multipurpose Development Organisation) kennt viele solcher Fälle in den 150 Dörfern und rückständigen Gemeinden rund um Villupuram, in denen sie tätig ist.
Mädchen und Jungen beenden ihre Schulzeit nicht, weil sie zum Familieneinkommen beitragen müssen und die Eltern den Wert der Ausbildung nicht erkennen.
Sathya hat jedoch Glück gehabt. Sie wurde zusammen mit 60 weiteren Kindern und Jugendlichen ausgewählt und nahm an einem ersten sechsmonatigen Wiedereingliederungskurs teil. Sechs Tage in der Woche wurde sie ganztägig in Englisch, Mathematik, Naturwissenschaften und Gemeinschaftskunde unterrichtet um den regulären Schulabschluss nachzuholen.
Die Grundlage dafür wurde durch das Projekt "Schulbank statt Kinderarbeit" bei "Meine Hilfe zählt" im Jahre 2013 geschaffen. Mit den 6800 Euro an Spenden konnten von der PMD fünf Lehrer eingestellt werden, die bis zum Jahresende 120 Jugendliche in zwei Durchgängen betreuen. Die Lehrer gehen auch in die Dörfer um zusammen mit den lokalen Frauenselbsthilfegruppen und weiteren Verantwortlichen benachteiligte Jugendliche ausfindig zu machen. Die Eltern werden überzeugt, dass ihre Kinder durch Schulbildung eine Chance auf ein besseres Leben haben. Jedes Kind bekommt eine Schuluniform sowie Bücher und Hefte.
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Schüler mit viel Fleiß und Interesse lernen und dankbar sind für die neuen Perspektiven. Viele von ihnen trauen sich jetzt eine weitere Ausbildung zu, z B als Krankenschwester oder Polizist. Daher soll das Projekt fortgesetzt werden. Um auch im nächsten Jahr 120 weiteren Jugendlichen eine zweite Chance zu geben, werden noch einmal 6800 Euro gebraucht.
Mit Ihrem Beitrag helfen Sie, ein Fundament zu bilden, dass es jungen Menschen ermöglicht, Wege aus der Armut und Hoffnungslosigkeit zu finden. Gerade in den armen Dörfern Indiens, die zum großen Teil von den sogenannten "Unberührbaren" bewohnt werden, ist Bildung die einzige Möglichkeit, um die jahrhundertealte Unmündigkeit zu überwinden und ein gleichwertiges Mitglied der indischen Gesellschaft zu werden.