Jahresrückblick 2014
Jahresrückblick 2014
Liebe Mitglieder und Spender vom Verein Madagaskar und Wir,
ein bewegtes Jahr liegt hinter uns und neue Ziele vor uns:
1. Pater Pedro in Wunstorf
Das besondere Highlight im letzten Jahr war der einwöchige Besuch von Pater Pedro vom 14.07.2014 bis zum 21.07.2014 in Wunstorf. In dieser Zeit hat er drei Schulen in besucht:
das Hölty-Gymnasium, die Paul-Moor-Schule und als neue, dritte Schule im Bunde die IGS Wunstorf.
Pater Pedro war sichtlich beeindruckt von der Anteilnahme der Schüler und Lehrer an seiner Arbeit. Er stellte sich den vielen interessierten Fragen und berichtete von seiner Arbeit in Madagaskar. An dieser Stelle gilt mein besonderer Dank Mirko Bogataj, der unermüdlich als Übersetzer an Pater Pedros Seite war. Pater Pedros Teilnahme an einer ökumenischen Messe, die die Kolleginnen des Hölty Gymnasiums organisiert haben und seine Teilnahme an einer Sonntagsmesse in der St. Bonifatius Gemeinde haben das Programm abgerundet.
2. Das Netzwerk der Nächstenliebe
Am 19. Juli 2014 fand der Auftakt zu unserer neuen bundesweiten Spendenaktion statt. Pater Pedro setzte den ersten Knoten im Netz-Werk der Nächstenliebe. Es folgten viele weitere Aktionen: ein Stand auf dem Afrikamarkt in Steinhude, ein Musikfestival auf der Badeinsel, ein Stand auf dem Weihnachtsmarkt Wunstorf, ein Weihnachtskonzert in der Paul-Moor-Schule. Auch in Sonthofen und Bregenz haben Aktionen für unser Netz-Werk stattgefunden, dazu kamen beachtliche Spenden von unterschiedlichen Initiativen, aber auch von einzelnen Mitgliedern und deren Angehörigen. Dank der guten Werbung von Monika Stickler, haben sich, Fulpmes, Kiwanis Graz und Kiwanis Linz ebenfalls am Knotenprojekt beteiligt, die Spende wurde Pater Pedro bei dem Besuch in Akamasoa direkt überreicht.
16.475 Knoten sind aktuell in unserem Netz. Mit großer Ausdauer schneidet Jürgen Herdt das Material dafür, beim Knüpfen bekommen wir immer wieder Unterstützung von Schülern, und Kindern aus der Nachbarschaft von Jürgen. Einige Initiativen haben allerdings auch die Chance genutzt und ihr Netzteil selbst geknüpft.
3. Besuch der 25 Jahrfeier in Madagaskar
Eine kleine Delegation von vier Mitgliedern ist im Oktober zu der 25 Jahrfeier nach Madagaskar geflogen. Es war eine sehr intensive und beindruckende Zeit. Die unbeschreibliche Armut in den Straßen von Antananarivo hat uns sehr berührt und aus der Fassung gebracht. Das Wort Armut habe ich dort neu definiert. Natürlich ist diese Armut auch in den Dörfern von Pater Pedro spürbar, aber wir spürten auch die Stärke durch das Leben in einer Gemeinschaft. In Akamaosa ist niemand allein, und jeder trägt seinen Teil zum gemeinsamen Leben bei.
Wir wurden von Pater Pedro und den Menschen in Akamasoa mit offenen Herzen empfangen. Es war überwältigend mit 5000 Menschen eine Messe zu feiern, drei Stunden miteinander zu singen und zu beten. Wir haben stellvertretend für alle Mitglieder, alle Spender und Initiativen in Deutschland einen donnernden Applaus in der Messe bekommen, den ich heute gern weitergeben möchte.
Eine solche Messe erleben zu dürfen setzt in mir tiefe Emotionen und Dankbarkeit frei. Mit welcher Freude diese Menschen am Rande der madagassischen Gesellschaft, mit welcher Kraft und großer Hoffnung sie ihre Messe feiern kann ich kaum beschreiben.
Wir hatten die Gelegenheit Menschen kennenzulernen, die zu den „Müllkindern“ der ersten Stunde gehören. Menschen, die inzwischen als Lehrerin in den Schulen der Akamasoa unterrichten, oder nach einem Studium inzwischen eine Arbeitsstelle in Antananarivo gefunden haben. Was in den Gesprächen immer wieder deutlich wurde war eine große Dankbarkeit gegenüber Pater Pedro, aber auch gegenüber den Spendern in Europa.
Wir konnten uns vor Ort davon überzeugen wie dringend unsere Unterstützung benötigt wird. Ich kann nur alle weiterhin ermuntern, einen kleinen Teil zum Erfolg Pater Pedros Lebenswerk beizutragen. Jeder Cent wird sinnvoll verwendet und benötigt. Täglich stehen obdachlosen Frauen mit ihren Kindern vor der Tür der Auffangstation und bitten um Hilfe. Pater Pedro und sein Team sind ihre letzte Hoffnung, denn vom Staat ist keine Hilfe zu erwarten.
4. Der Adventskalender
Viele Schüler, und auch Erwachsene haben im Dezember aufmerksam unseren online Adventskalender verfolgt, der in kleinen Berichten über Pater Pedros Zeit in Wunstorf, aber auch über sein Werk in Madagaskar berichtet hat. Kennt Ihr z.B. schon die Bilanz 2014, die Sandra Bertl gemeinsam mit ihrer Tochter Anna erstellt und vertont hat?
5. Ausblick in das Jahr 2015
Auch in diesem Jahr sind weitere Aktionen für unser Netz-Werk geplant. Unser Ziel ist weiterhin 100.000 Knoten zu knüpfen!
In Wunstorf wird z.B. ein weiterer Benefizlauf der Schulen geplant. In Soltau bekommen wir Unterstützung von einem Tennisverein, der zum Auftakt der Saison Knoten knüpfen möchte.
Auch in Sonthofen wird ein weiterer Sponsorenlauf geplant. Andere Mitglieder planen besondere Gottesdienste oder Gemeindefeste. Jede Initiative ist willkommen und wird gern von mir unterstützt.
Mit großer Freude möchte ich auf einen besonderen Termin hinweisen:
Pater Pedro wird am 6.Juni 2015 von 15.OO bist 18.OO Uhr auf dem deutschen evangelischen Kirchentag in Stuttgart referieren. Es wird eine Podiumsveranstaltung zum Thema: „damit wir klug werden“ (Klug Handeln) geben, in deren Rahmen Pater Pedro über sein Lebenswerk referieren wird. Ab März findet man das Programm unter: http://www.kirchentag.de/programm/inhalte/losung.html
Für unseren Verein ist es eine wundervolle Gelegenheit die Arbeit von Pater Pedro und unsere Arbeit in Deutschland vorzustellen. In der Vorhalle des Veranstaltungssaales werden wir eine Ausstellung aufbauen und Flyer verteilen. Jeder, der an dieser Veranstaltung teilnehmen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. Preise für Eintrittskarten, Veranstaltungsort, Anfahrt Beschreibung usw. sind dem Programm zu entnehmen. Aktuell habe ich darüber leider noch keine genaue Information vom Veranstalter.
Ich wünsche uns allen ein gutes Gelingen bei den kleinen und großen Dingen im Jahr 2015, bedanke mich bei allen Unterstützern, und hoffe auf viele, viele neue Knotenpunkte in Deutschland und Österreich!
Bärbel Lange
