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Heldenhafter Einsatz zur Rettung einer Giraffe

Sonja Käßmann
Sonja Käßmann schrieb am 04.11.2021

Liebe Tierfreunde,

in Kenia hat sich eine atemberaubende Rettungsaktion einer Giraffe abgespielt. Die Kollegen unserer Projektpartners Sheldrick Wildlife Trust (SWT) hatten einen Anruf erhalten, dass während einer Luftpatrouille eine mit einem dicken, stacheligen Draht umwickelte Giraffe gesichtet worden war. Sofort schickte der SWT einen Helikopter und ein Bodenteam in Richtung des Einsatzortes. Die Giraffe irrte durch dicht bewachsenes Gelände und so lenkte der Helikopter das Tier vorsichtig auf eine freiere Fläche, wo die Wildhüter zu Fuß auf sie warteten und die Rettung starten konnte. Wie eine solche Rettungsaktion ausschaut, seht ihr in diesem Video:



Um eine Giraffe sicher zu retten, ist es wichtig sie aus der Luft zu betäuben, damit sich das Team am Boden dem Tier nähern kann. Der Betäubungspfeil wurde von einem Tierarzt an Bord des Helikopters treffsicher abgefeuert. Beginnt die Betäubung zu wirken, so geht es bei der Rettung einer Giraffe wortwörtlich um Sekunden. Da die majestätischen Langhälse einen sehr hohen Blutdruck haben, ist es essentiell das Tier aufzuwecken, bevor das Mittel seine volle Wirkung entfaltet. Außerdem musste der Draht natürlich so entfernt werden, dass der Giraffe keine Verletzungen zugefügt werden. Daher fingen die Wildhüter sie umsichtig und gekonnt mit langen Seilen ein, um sie dann behutsam auf den Boden abzulegen. Die Wildhüter gaben dabei auch besonders Acht auf den Kopf des Tieres, denn ohne diesen zu schwingen, schafft es eine Giraffe nicht wieder aufzustehen. Wie ihr merkt, sind unsere Kollegen vor Ort absolute Profis und die Giraffe befand sich in sicheren Händen.


Bild © The David Sheldrick Wildlife Trust

Die Retter vermuteten, dass der dicke Stacheldraht, der sich um das Tier schlang, von Wilderern stammt, die die Giraffe auf der Jagd nach Buschfleisch einfangen wollten. Solche Drähte sind nur eine Art der vielen illegal eingesetzten Fallen, vor denen die Wildhüter die wunderbaren Tiere tagtäglich retten. Die Giraffe hatte Glück, denn der Stacheldraht hatte sie bisher noch nicht verletzt. Eine falsche Bewegung jedoch und die spitzen Stacheln hätten sich in ihr Fleisch gebohrt. Gekonnt entfernten die Männer den Draht. Nachdem die Giraffe wieder völlig wach war, konnte sie direkt wieder aufstehen und unversehrt zurück in die weite Landschaft zurückkehren.




Bilder © The David Sheldrick Wildlife Trust

Diese wunderschöne Giraffe konnte vor einem grausigen Schicksal bewahrt werden. Jedoch zeigen uns Neuigkeiten wie diese einmal mehr, wie wichtig unsere Arbeit ist. So finanziert die AGA seit mehreren Jahren ein Wildhüterteam des SWT. Um weiterhin zahlreiche afrikanische Wildtiere wie die Giraffen vor den vielen Gefahren, die ihnen drohen, schützen zu können, sind wir auf eure Unterstützung angewiesen. Bitte helft uns mit eurer Spende, damit die eleganten Langhälse auch in Zukunft sicher durch die Weiten Afrikas ziehen können.

PS:  Die Geschichte der Giraffe hat ein glückliches Ende genommen und falls ihr Lust habt noch mehr spannende Neuigkeiten über unsere Projekte zu erfahren, dann schaut gerne in unser neues Rundschreiben, das kürzlich erschienen ist. Zum Rundschreiben geht es hier: http://www.aga-artenschutz.de/rundschreiben.html

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