Zum Hauptinhalt springenErklärung zur Barrierefreiheit anzeigen
betterplace.org
Deutschlands größte Spendenplattform

MEHR ALS 100 SCHÜLER*INNEN GETÖTET

Emilia Brauer
Emilia Brauer schrieb am 21.04.2026

Bei dem seit Ende Februar anhaltenden bewaffneten Konflikt zwischen den USA und Israel sowie der Islamischen Republik Iran wurde am Morgen des 28. Februar bei einem Luftangriff die Shajareh-Tayyebeh-Grundschule in der iranischen Stadt Minab getroffen. 

Dabei wurden 168 Zivilpersonen, darunter mehr als 100 Kinder, getötet. Das geht aus einem von Amnesty International Mitte März veröffentlichten Bericht hervor. Amnesty-Analysen von Satellitenbildern, Videoaufnahmen und Munitionsresten deuten darauf hin, dass beim Beschuss der Schule US‑Tomahawk‑Raketen verwendet wurden. Die USA haben es demnach versäumt, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um bei ihren Angriffen zivile Ziele und die Zivilbevölkerung zu schützen. Das ist ein schwerer Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. Ältere Satellitenbilder, die Amnesty ausgewertet hat, zeigen, dass die Schule im Jahr 2013 Teil eines militärischen Komplexes der iranischen Revolutionsgarden war, später jedoch von diesem abgetrennt wurde. Dies lässt nach Einschätzung von Amnesty International vermuten, dass die USA bei ihrer Einsatzplanung veraltete Informationen nutzten. 

»Der Angriff der USA war vermeidbar«, sagte Julia Duchrow, Generalsekretärin von Amnesty in Deutschland. »Die US‑Behörden müssen offenlegen, wie es zu diesem dramatischen Versagen kommen konnte.«