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Wasserversorgung für Bandiangseu, Kamerun

Bandiangseu, Kamerun

Wasserversorgung für Bandiangseu, Kamerun

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Sicherstellung der Wasserversorgung in der Gemeinde Bandiangseu durch Verlegen eines Rohrleitungssystem, der Installation einer solarbetriebenen Anlage zur Trinkwasserdesinfektion und der Gründung eines Wasserkomitees für die lokale Wartung.

P. Otter von Ingenieure ohne Grenzen e.V.Nachricht schreiben

In Bandiangseu in Westkamerun möchte Ingenieure ohne Grenzen e.V. zusammen mit der Bevölkerung sukzessive das Dorf mit Wasser versorgen.
Bisher gibt es in dem Dorf keine Wasserversorgung, so wird das benötigte Wasser aus den vier existierenden Quellen vor Ort entnommen, von denen nur zwei Quellen auch in der Trockenzeit ausreichend Wasser führen. Die Quellen sind jedoch verunreinigt, so dass es zu Erkrankungen wie z.B. Durchfall führen kann. Außerdem müssen die Bewohnerinnen und Bewohner von Bandiangseu weite Distanzen zurücklegen, um zu den Quellen zu gelangen.

Drei Mitglieder der Ingenieure ohne Grenzen der Regionalgruppe Kassel flogen im November 2012 nach Kamerun, um in Kooperation mit der Bevölkerung und den dortigen Verantwortlichen Möglichkeiten zum Aufbau einer lokalen Wasserversorgung zu erarbeiten. Als technische Lösung ergab sich dabei die Installation einer leitungsgebundenen Wasserversorgung durch die südliche Quelle „Mbombwe“, die in der Trockenzeit ausreichend Wasser führt und sich aufgrund ihrer geografischen Höhenlage für ein Rohrleitungssystem eignet. Um eine ausreichende Wasserqualität zu gewährleisten, wird an der Quelle ein robustes und solarbetriebenes Desinfektionssystem installiert, welches ohne der externen Zugabe von Chemikalien arbeitet und die Keimfreiheit des Trinkwassers während der Verteilung im Dorf garantiert.

Das Ziel der ersten Projektphase ist es, die Schule und angrenzende Bewohnerinnen und Bewohner mit sauberem Wasser zu versorgen. Des Weiteren soll eine Entnahmestelle zur Versorgung der Krankenstation errichtet werden.
Die Schülerinnen und Schüler, sowie die Krankenstation sollen das Wasser kostenlos erhalten. Die weiteren Nutzerinnen und Nutzer des Systems zahlen einen geringen Betrag für das Wasser, mit dem die Wartung und Instandhaltung des Systems finanziert werden soll. Hierzu ist die Entwicklung eines geeigneten Zähl- und Bezahlsystems notwendig.
Um die Wasserversorgung zu gewährleisten werden zu Beginn des nächsten Jahres ca. 2000 Meter Rohrleitung verlegt. Verläuft diese erste Phase erfolgreich, sollen unter Einbezug der gesammelten Erfahrungen weitere Einrichtungen und Bewohnerinnen und Bewohner mit sauberem Wasser versorgt werden. Langfristiges Ziel ist es, jeder Bewohnerin und jedem Bewohner genügend Wasser zum Trinken, Waschen und Kochen zur Verfügung zu stellen.

Ingenieure ohne Grenzen bindet die Bevölkerung aktiv in die Planung und Durchführung des Projektes ein, so wird z.B. auf die Gründung eines örtlichen Wasserkomitees hingearbeitet, das als Ansprechpartner für Fragen der Bevölkerung zur Verfügung steht und außerdem als lokale Organisationseinheit des Projektes fungiert. Die lokale Partnerorganisation ADEID stärkt die Zusammenarbeit ebenfalls.
Weiterhin werden die Grundsätze der Nachhaltigkeit der Ingenieure ohne Grenzen eingehalten möglichst viele Baumaterialien vor Ort gekauft um so die lokalen Märkte zu stärken, aber auch um Transportkosten zu vermeiden.

CMR-IOG10

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