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Beendet Prozesskostenunterstützung für Bülents Familie

Paderborn, Deutschland

Beendet Prozesskostenunterstützung für Bülents Familie

Paderborn, Deutschland

Bülent darf nicht mit seinen Kindergartenfreunden auf die Grundschule in seiner Nachbarschaft, weil er muslimisch ist. Wir helfen bei den Prozesskosten.

M. Ehlers von Initiative "Kurze Beine - kurze Wege" | 
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Über das Projekt

In einer 'Petition für Bülent' (sein echter Name lautet anders) wurde gefordert, dass das 6-jährige Kind gemeinsam mit seinen Kindergartenfreunden auf die Grundschule in seinem Wohnviertel aufgenommen werden sollte. Der Schulleiter lehnte eine Aufnahme ab, weil die Eltern des Jungen nicht unterschreiben wollten, dass Bülent verpflichtend Gottesdienst und katholischen Religionsunterricht besuchen muss. Die Familie ging davon aus, dass die Ablehnung an einer vollständig öffentlich finanzierten Schule in Trägerschaft der Kommune nicht mit Recht und Gesetz von NRW und Bundesrepublik Deutschland vereinbar war und versuchte, die Aufnahme auf dem Rechtsweg zu erreichen. Eilentscheide des Verwaltungsgerichts Minden und des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen bestätigten dem Schulleiter aber, dass er das Kind ablehnen durfte, da es sich bei der Schule um eine katholische öffentliche Bekenntnisschule handelt. Nähere Details unter https://www.openpetition.de/petition/online/buelent-soll-mit-seinen-freunden-auf-die-grundschule-in-seiner-nachbarschaft-gehen-duerfen
Bülent wurde ein Platz an der nächstgelegenen Gemeinschaftsschule zugewiesen, die 3,5 Kilometer entfernt ist und zu der er quer durch die Stadt in ein anderes Stadtviertel fahren muss. Mit dem Bus beträgt sein Schulweg nun ca. 50 Minuten in jeder Richtung. Weil die Eltern ihn nicht jeden Tag zur Schule begleiten könnten, wechselte seine Schwester ebenfalls die Schule.
Zu allem Überfluss muss die Familie die Anwalts- und Gerichtskosten von bislang insgesamt 1988 Euro tragen. Bei diesen Kosten wollen wir die Familie unterstützen, da wir denken, dass die derzeitige Praxis einer Trennung von Kindern nach ihrer Religion an öffentlichen Grundschulen in NRW angesichts der gesellschaftlichen Realitäten nicht mit dem Grundgesetz und den politischen Zielen aller demokratischen Parteien vereinbar ist. Das Recht von Eltern, über die Teilnahme ihrer Kinder am Religionsunterricht zu bestimmen, ist nicht gewährleistet, wenn wie in Paderborn 2/3 aller Grundschulen Bekenntnisschulen sind.
Mit der Übernahme der bisher bereits entstandenen Prozesskosten solidarisieren wir uns mit der Familie.
Zuletzt aktualisiert am 18. September 2020

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