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Interview mit Esther Braus-Weixler, Einrichtungsleitung des Wohnangebotes

V. Albrecht
V. Albrecht schrieb am 12.12.2024

***************** ENGLISH VERSION BELOW *****************

Frau Braus-Weixler, können Sie uns mehr über das Projekt "Ein Licht in ihrem Leben" erzählen? Was ist das Ziel dieses Projekts und welche Kinder werden davon profitieren?

Wir setzen große Hoffnung in das Projekt, damit durch die Spenden, die generiert werden, u.a. unser Spiel- und Bewegungsraum mit Leben gefüllt werden kann. Der Spiel- und Bewegungsraum soll ein Ort der Zusammenkunft für die Kinder und Jugendlichen des gesamten Hauses sein, in dem wir miteinander spielen, toben, chillen und tanzen können. Da die Kinder und Jugendlichen sich zu Beginn noch nicht kennen und alles ganz neu und unbekannt sein wird, möchten wir den Start so angenehm wie möglich gestalten und viel Raum und Möglichkeiten bieten, sich gegenseitig kennenzulernen und in Interaktion zu treten.

Wir hoffen, dass wir für die Kinder und Jugendlichen z.B. eine sogenannte „Tovertafel“ erwerben zu können, die wunderbare interaktive Spiele ermöglicht, die viel Freude bereiten und gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die kognitive Entwicklung haben werden. Auch über die Anschaffung eines Tischkickers zum gemeinsamen Spielen soll für die Kinder und Jugendlichen freudiges gemeinsames Tun erlebbar machen. Es gibt viele wunderbare Ideen, die wir noch haben. Dabei soll auch das Thema „chillen“ nicht zu kurz kommen, um Ruheoasen außerhalb des oft stressigen Alltags zu schaffen.

In den Hochbeeten, deren Erwerb und Aufbau durch das Projekt ermöglicht wurden und werden, möchten wir ab dem Frühjahr gemeinsam mit den WG-Bewohner:innen z.B. Gemüse, Kräuter und Beeren anbauen, die wir gemeinsam verwerten und zubereiten können.

Wir freuen uns, dass alle dabei hautnah miterleben können, wie etwas wächst, gedeiht und was wir aus den angebauten Nahrungsmitteln alles zusammen zaubern können. Über andere Bereiche in unserem entstehenden Außengelände/Garten, die durch eingehende Spenden und tatkräftige Unterstützung noch geschaffen werden können, freuen wir uns von Herzen.

Welche Besonderheiten bietet das neue Wohnzentrum und wie wird es das Leben der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung verbessern? Ein Licht in Ihrem Leben" – der Projektname ist sehr aussagekräftig. Was bedeutet er konkret für die Kinder und Jugendlichen, die in dem Wohnzentrum leben werden?

Das Wohnhaus für Kinder- und Jugendliche, das von der Johannes-Diakonie geplant und erbaut wurde, bietet Platz für insgesamt 4 WGs mit jeweils 6, bzw. 10 Kindern und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter, sowie einer anbietergestützten WG für junge Erwachsene in der Phase der Verselbständigung. 

Die WG-Bewohner:innen haben alle eine Teilhabebeeinträchtigung, die durch eine sogenannte geistige und teilweise auch körperliche Behinderung beeinflusst wird. Oft haben die Angehörigen und Familien der Kinder- und Jugendlichen, die in unser Haus einziehen werden, kräftezehrende Jahre hinter sich und benötigen zur Unterstützung ein zweites Zuhause für ihre Kinder, damit sie neue Kraft sammeln und als Eltern da sein können. Die Angehörigen sind z.B. selbst schwer erkrankt, kommen aus einem Land, in dem Krieg herrscht oder stehen vor anderen Herausforderungen, die es ihnen gerade unmöglich macht, sich weiter um ihr Kind zu kümmern. Aus diesem Grund freuen wir uns über die Möglichkeit, den Kindern und Jugendlichen ein zweites Zuhause bieten zu können, in dem auch ihre Familien herzlich willkommen sind. Wir möchten gerne in St. Leon-Rot ankommen, uns in die dortige bereits bestehende örtliche Gemeinschaft integrieren und wünschen uns, ein Teil von dieser zu werden und zu sein. Das Projekt wird uns das Einleben erleichtern und freudvolle Momente im gemeinsamen Tun und Erleben ermöglichen.

 ***************** ENGLISH VERSION *****************

 Interview with Esther Braus-Weixler 

Ms. Braus-Weixler, can you tell us more about the project "A light in your life"? What is the goal of this project and which children will benefit from it?

We have high hopes for the project that the donations generated will, among other things, help fill our play and movement room with life. The play and movement room will be a meeting place for the children and young people of the entire house, where we can play, romp, chill and dance together. Since the children and young people do not know each other at the beginning and everything will be new and unknown, we want to make the start as pleasant as possible and offer plenty of space and opportunities to get to know each other and interact.

We hope that we will be able to purchase a so-called "Tovertafel" for the children and young people, for example, which enables wonderful interactive games that bring a lot of joy and at the same time will have a positive influence on cognitive development. The purchase of a foosball table for playing together should also make joyful togetherness tangible for the children and young people. There are many wonderful ideas that we still have. The topic of "chilling" should not be neglected either, in order to create oases of calm outside of the often stressful everyday life.

In the raised beds, the acquisition and construction of which were and are made possible by the project, we would like to grow vegetables, herbs and berries together with the residents of the shared apartments from spring onwards, which we can then use and prepare together.

We are happy that everyone can experience first-hand how something grows and thrives and what we can conjure up together from the food we grow. We are also very happy about other areas in our emerging outdoor area/garden that can still be created through incoming donations and active support.
The idea of the project is to build a residential center in St. Leon-Rot. What special features will this residential center offer and how will it improve the lives of children and young people with disabilities?

"A light in your life" - the project name is very meaningful. What does it mean specifically for the children and young people who will live in the residential center?

The residential home for children and young people, which was planned and built by the Johannes-Diakonie, offers space for a total of 4 shared apartments with 6 or 10 children and young people each of school age, as well as a provider-supported shared apartment for young adults in the phase of becoming independent.

The residents of the shared apartments all have a participation impairment, which is influenced by a so-called intellectual and sometimes also physical disability. Often, the relatives and families of the children and young people who will move into our house have strenuous years behind them and need a second home for their children to support them so that they can gather new strength and be there as parents. The relatives are often faced with great challenges and are, for example, seriously impacted, come from a country where there is war, or are faced with other challenges that make it impossible for them to continue to care for their child. For this reason, we are pleased about the opportunity to be able to offer the children and young people a second home where their families are also very welcome.

We would like to arrive in St. Leon-Rot, integrate ourselves into the existing local community there and wish to become and be a part of it. The project will make it easier for us to settle in and enable joyful moments in doing and experiencing things together.