marla - Mädchen aus seelisch belasteten Familien

Ein Hilfsprojekt von „Vereinigung Pestalozzi gemeinnützige GmbH“ (I. Klotz) in Hamburg, Deutschland

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I. Klotz (verantwortlich)

I. Klotz
Mädchen nehmen bei der seelischen Belastung eines Elternteils in der Familie häufig eine besondere Rolle ein: Da es zu über 90 % die Mütter sind, die erkranken, wird den Mädchen durch das traditionelle Rollenbild oft die Übernahme von Verantwortung und Sorge für die Familie zugeschrieben. Wir finden bei den Mädchen dann viel Zurücknahme, still sein und sich um die erkrankte Mutter und die kleineren Geschwister sorgen. Die Mädchen vergessen dabei „sich selbst“ – stellen ihre eigenen Bedürfnisse weit zurück. In dieser Situation geraten die Mädchen in Gefahr durch die große Belastung selbst psychisch zu erkranken.
Die Gruppe bietet einen festen Rahmen, Orientierung und Halt, um den häuslichen Belastungen gegenüber zu stehen und um die Mädchen kontinuierlich in ihrer persönlichen Entwicklung unterstützen zu können. Die beiden PädagogInnen haben Zeit und Raum für die Mädchen, schenken ihnen Aufmerksamkeit und sind verlässliche Ansprechpartner. Wir arbeiten bevorzugt mit kreativen Medien (Malen, Geschichten lesen und erzählen, Kleine Bühnenshows und Vorstellungen, Foto, Video) und fördern damit Selbstausdruck und Schaffensfreude. Ein zweiter Schwerpunkt ist Spiel, Bewegung und aktive Freizeit, um die Kräfte und Sicherheit im eigenen Körper zu stärken. Dies gilt insbesondere für die Mädchen, die sich tendenziell eher zurücknehmen. Es stärkt ihr Selbstbewusstsein, ermutigt sie, sich auszuprobieren, Ängste zu überwinden und den eigenen Impulsen zu folgen. Der Kontakt mit den anderen und das gemeinschaftliche Erleben werden damit vielfältig unterstützt und bereichert. Auch erleben die Mädchen im Spiel Unbeschwertheit, Spaß, Phantasie, Lebensfreude und sonnige Zeiten. Das Aushandeln und Einhalten sozialer Regeln in der Gruppe gibt ihnen Halt und hilft ihnen bei der Weiterentwicklung der eigenen sozialen Kompetenz. Zuhören, Raum für jeden und erzählen ist das dritte wichtige Element: dafür gibt es bei jedem Treffen die Kindernachrichten, wo jede erzählen kann, was ihr auf dem Herzen liegt oder was sie erlebt hat. Hier sammeln wir Aktuelles, Dringliches und geben den Mädchen die Möglichkeit, den Nachmittag aktiv mitzugestalten. Auch können in diesem Rahmen neben dem Thema der psychischen Erkrankungen auch behutsam und geschlechtsspezifisch Themen wie häusliche Gewalt, sexuelle Übergriffe oder auch Essstörungen thematisiert werden. Vor oder nach der Gruppe ist immer Platz für Einzelgespräche oder besondere Anliegen: wir nennen es Kindersprechstunde. Wir arbeiten dezentral und niedrigschwellig – gehen dahin, wo die Familien leben. Kurze Wege und gute Erreichbarkeit sind gerade für die jüngeren Mädchen wichtig – und machen es den Familien insgesamt leichter, Hilfe zu finden und anzunehmen. So treffen wir uns am Osdorfer Born ganz zentral in den Räumen des Eltern-Kind-Zentrums, das vielen Kindern und Eltern aus persönlichen Besuchen vertraut und bekannt ist.

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Ort: Hamburg, Deutschland

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