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Demenz und Musik !

66453 Gersheim, Deutschland

Demenz und Musik !

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Das DRK bietet im "Cafe Vergissmeinnicht" Demenzkranken in Gersheim ein musiktherapeutisches Angebot.Damit verbessern sich die kognitiven Fähikgeiten und das Wohlbefinden.Der biographieorientierte Zugang über die Musiktherapie wird erleichtert.

M. Erbelding von DRK TrägergesellschaftNachricht schreiben

Menschen mit Demenz werden in überwiegender Mehrzahl von ihren Angehörigen gepflegt. Es besteht nach wie vor eine enorme Belastung für die pflegenden Angehörigen.
Musiktherapie (bzw. Musik) ist eine der basalen Zugänge zum Kontakt und zum Verständnis der Bedürfnisse von Menschen mit Demenz. In vollstationären Zusammenhängen wird mit Hilfe von Musiktherapie diesen Erfahrungen entsprochen. Menschen mit Demenz, die in ihrer häuslichen Umgebung betreut werden, haben jedoch keinerlei Zugangschancen zu dieser Behandlungsform.
Die Betroffenen können ihnen bis dahin unbekannte Ressourcen des Gepflegten erkennen, können an „neue“ alte, biographische Erfahrungen anknüpfen, können neue Impulse für den alltäglichen Umgang mit ihnen erhalten, können sich durch den Musiktherapeuten eine neue Perspektive auf bis dahin unverständliche Verhaltensweisen aneignen, neue kreativitätsori-entierte Interventions- und Kommunikationsformen erlernen oder den Musiktherapeuten als allgemeinen Psychotherapeuten nutzen, um ihre Sorgen und Konflikte mit dem Gepflegten zu besprechen.Nur wenn es dem Pflegenden gut geht, kann es auch dem Gepflegten gut gehen.“ Dieser – inzwischen glücklicherweise allgemein anerkannte – Satz zeigt zweierlei:
• Es besteht die gesellschaftliche Aufgabe, für Entlastung der pflegenden Angehörigen (bzw. auch der professionell Pflegenden) zu sorgen.
• Das Projekt „Musiktherapie für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen“ will für beide gleichermaßen tätig werden.
Menschen mit Demenz haben nicht nur Probleme, weil ihre Erkrankung Desorientierung und also mangelnde Fähigkeit der Alltagsbewältigung mit sich bringt. Selbst die Versorgung nicht demetiell erkrankter alter Menschen mit allgemeinen psychotherapeuti-schen Angeboten ist nachgewiesener Maßen stark defizitär. Beklagt wird bereits eine mangelnde Diagnostik. Gründe für die schlechte Diagnostik werden gesehen in • einem Altersbias oder Ageism: Ein bisschen Verwirrtheit oder ein bisschen schlechte Stimmung bringt das Alter einfach mit sich – da kann man nichts machen.1 Radebold (1994) charakterisiert diese Zustände mit „Entpathologisierung“, „Entdifferenzierung“ und „therapeutischem Nihilismus“
• einer häufigen Fehldiagnostik, besonders bei depressiven Erkrankungen, die als dementi-elle Erkrankungen missinterpretiert werden (Reimann/Reimann 1994), bzw. umgekehrt ei-ner fehlende Diagnostik der depressiven Anteile bei dementiellen Erkrankungen (Niemann-Mirmehdi/Mahlberg 2003)
• einer allgemeinen (auch dem Ageism zuzuschreibenden) Fehleinschätzung reha-bilitativer (Kleiner 2001) und präventiver Potentiale im Alter,
Das Projekt die „Verbesserung der ambulanten Pflegesituation dementieller Patienten unter Einsatz von Musiktherapie“, soll genutzt werden, die Versorgung für Menschen mit Demenz verbessern und gleichzeitig ihren pflegenden Angehörigen Entlastung schaffen.

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