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Wasser für Eritrea

Der Zugang zu sauberem Wasser wurde 2010 von den Vereinten Nationen als Menschenrecht deklariert. Leider gibt es noch viele Regionen auf der Erde, wo dies nicht gewährleistet ist. Eine dieser Regionen ist das ostafrikanische Land Eritrea.

Reinhard d. L. von Technik ohne Grenzen e.V.Nachricht schreiben

 
Das kleine Land Eritrea am Horn von Afrika ist bitterarm und zu großen Teilen landwirtschaftlich geprägt. Die ganzjährige Versorgung mit ausreichend sauberem Wasser ist insbesondere im ländlichen Raum ein großes Problem und entscheidend für weitere Entwicklungen. Durch eine immer größer werdende Anzahl an in der Trockenzeit versiegenden traditionellen Brunnen, resultieren immer länger werdende Fußwege zur nächsten Wasserstelle. In Kooperation mit dem seit vielen Jahren in Eritrea tätigen Verein ArcheMed e.V. soll in diesem Infrastruktur-Projekt eine Wasserversorgung mit sauberem Wasser für ein Dorf geschaffen werden. 
 
Unsere Projektregion befindet sich im Begu Valley, ca. 100 km von der Hauptstadt Asmara entfernt. Hier siedeln mehrere Dörfer und führen ein einfaches, landwirtschaftliches Leben. Für Eindrücke aus der Projektregion, hier das Video der Erkundung: https://vimeo.com/116485353 
 
Während unserer Erkundung im April 2014 haben wir mehrere Standorte zur Errichtung einer Wasserversorgung erforscht. Dabei stach besonders ein am Hang gelegener Standort heraus, der sich gut zur Errichtung eines Sandspeicher-Dammes eignet. Durch Instandsetzung eines Bohrloches im September 2015 konnte die Wasserknappheit im Tal übergangsweise gelindert werden. Langfristiges Ziel ist die Errichtung eines Wasserspeichers, der eine gesicherte und ganzjährige Versorgung mit sauberem Wasser sicherstellen kann. Geplant ist dafür ein Sandspeicher-Damm mit insgesamt 8 Metern Höhe und genügend Stauvolumen um das gesamte Dorf mit Wasser zu versorgen. Der Bau der Infrastruktur wird begleitet von einem intensiven Wissensaustausch zwischen lokalen und deutschen Ingenieuren und Studenten, sowie vielfältigen Workshops im Bereich Wasser, Sanitär und Hygiene für die lokale Bevölkerung. Diese ist es auch, die die eigentliche Bautätigkeiten zusammen lokalen Ingenieuren vornimmt.

Baubeginn des Dammes war Anfang 2017, seitdem schreitet der Bau stufenweise mit jedem Regenereignis voran. Während die Arbeiten für die seitlichen Abschnitte des Damms aller Voraussicht nach noch im Sommer 2019 beendet sein werden, rechnen wir für den mittleren Teil aktuell mit einer Fertigstellung der letzten Stufe des Damms in etwa Mitte 2022. Durch die innovative Bauweise wird dabei eine maximale Effizienz und Langlebigkeit des Reservoirs sichergestellt. Gleichzeitig ist der Damm auch bereits jetzt, mit entsprechend weniger Stufen, funktionsfähig und liefert damit einen immer wertvoller werdenden Beitrag zur Wasserversorgung der Bevölkerung. 
 
Dank euren Spenden und einer Co-Finanzierung des BMZ bis Ende Oktober 2018 konnten wir etwa 80% des gesamten Bauvolumens fertigstellen. Um das Projekt abzuschließen und die letzten Meter zu finanzieren sind wir nach Ende der BMZ-Förderung nun vollständig auf private Spenden angewiesen.
 
Dank Eurer tatkräftigen Unterstützung sind wir bereits sehr weit gekommen. Wir hoffen, mit Euch nun auch den letzten Abschnitt erfolgreich zu absolvieren!