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Kinderbetreuung statt Renditeobjekt!

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Wir wollen Kindern weiterhin einen tolle Betreuung in anregenden Räumen ermöglichen - und nicht das Opfer des Investitionsbooms in Berlin-Kreuzberg werden. Statt überteuerte Mieten zu zahlen, haben wir unseren Kinder- und Schülerladen gekauft.

G. Elsholz von Springteufel e.V.Nachricht schreiben

Seit über 25 Jahren lebt die Elterninitiative Springteufel e.V. in Berlin-Kreuzberg vom Engagement der Eltern für ihre Kinder. Als Hinterhofprojekt in den 80er-Jahren entstanden, entwickelte es sich zu einer Kita mit 15 Kindern und einer Hortbetreuung für 25 Kinder. Dem offiziellen Förderende von Schülerläden durch den Berliner Senat und nachfolgenden Sparmaßnahmen konnte der Springteufel als einer von wenigen eine Überlebensstrategie entgegensetzen. Mehr noch: die pädagogische Qualität der Betreuung war und ist so überzeugend, dass die angrenzende Grundschule 2005 beschloss, ihre Hortkinder bei uns betreuen zu lassen – entgegen der politischen Vorgaben!
Denn ein wichtiger pädagogischer Grundsatz des Springteufels lautet: Der Raum ist der dritte Erzieher. Eine anregende Raumgestaltung fördert die phantasievollen Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten und unterstützt die Kinder in ihrer Selbständigkeit. Deshalb gibt es bei uns verschachtelte Hochetagen und Klettergerüste, Toberäume sowie im Garten ein Piratenschiff, Sandlandschaften und Wasserspielplätze.

Das Alles soll es nun nicht mehr geben! Warum?

Haus und Grundstück wurden an einen Investor verkauft, einschließlich des von uns gemieteten dreistöckigen Gartenhauses mit angrenzendem Garten. Prompt sollte die Miete auf ein unrealistisch hohes Niveau steigen, das wir uns nicht leisten können. Aber wir wollen weiterhin, dass Stadtkinder lichte Räume, einen Garten und viel Raum zum Spielen haben. Unsere Kinder sollen nicht zum Spielball von Investoreninteressen werden! Eine vergleichbare räumliche Qualität im zunehmend begehrten Innenstadtbezirk Kreuzberg - zumal in der Nähe der Grundschule - zu finden, ist unmöglich. Deshalb gab es nur eine Chance: Wir kaufen unser Gartenhaus selbst!
Das haben wir auch getan: am 29.Mai wurde die notarielle Kaufurkunde unterzeichnet.

Trotzdem wird es natürlich teurer als bisher. Damit wir die Betreuung für die Kinder nicht einschränken müssen und unserem gemeinnützigen Auftrag weiter nachkommen können, leisten die Eltern mehr – sowohl durch ehrenamtliches Engagement als auch finanziell.
Deshalb freuen sich besonders die Eltern, die oftmals finanziell mit zinslosen Darlehen in die Bresche gesprungen sind, über eine finanzielle Unterstützung von außen, um unser Eigenkapital noch weiter zu erhöhen.
Wenn auch ihr der Meinung seid, dass engagierte Eltern, bewegungsfreudige Kinder und ein 25jähriges pädagogisches Projekt nicht von Finanzinteressen ausgehebelt werden darf, dann unterstützt unser Projekt, damit weitere Kindergenerationen die großartige Hausanlage erleben können!
Eure Spende fließt ausschließlich in die Tilgungszahlungen des Kredits und ihr erhaltet eine Spendenquittung dafür.
Und: Wir hoffen, anderen Elterninitiativen Mut zu machen, die durch den „Investitionsboom“, den Kreuzberg gerade erlebt, ähnlich betroffen sind oder sein werden.
Vielen Dank!

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