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Maria Regina Feckl
Maria Regina Feckl schrieb am 04.03.2026
Bericht an unsere Unterstützer:innenInternationale Münchner Friedenskonferenz 2026„Gegen den Strom der Gewalt“ | 13.–15. Februar 2026

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

dank Ihrer Spenden konnte die Internationale Münchner Friedenskonferenz auch 2026 wieder als zivilgesellschaftliche Alternative zur sicherheitspolitischen Logik der Münchner Sicherheitskonferenz stattfinden.Drei Tage lang stand München im Zeichen gewaltfreier Perspektiven: kritisch, international und mutig.

Freitag: „I Refuse“ – Kriegsdienstverweigerung als WiderstandDer erste Abend widmete sich der Wehr- und Kriegsdienstverweigerung. Junge Aktivist:innen aus Israel, Russland und der Ukraine berichteten eindrucksvoll von persönlichen Konsequenzen ihres Widerstands.Sofia Orr sprach über ihre 85 Tage im israelischen Militärgefängnis – und darüber, warum sie ihre Verweigerung öffentlich machte: um zu zeigen, dass es Alternativen zur Logik der Gewalt gibt.Timofey Vaskin schilderte die Situation von Verweigerern und Deserteuren in Russland zwischen Repression, Folter und Zwangsrekrutierung.Diskutiert wurde auch die geringe Anerkennung russischer Kriegsdienstverweigerer im deutschen Asylsystem.Der Abend machte deutlich: Kriegsdienstverweigerung ist kein individuelles Randphänomen, sondern eine politische Haltung.

Samstag: Zeit zu reden: Sanktionen, Boykotte und zivile VerantwortungUnter der Moderation von Kristin Helberg diskutierten Deborah Feldman, Dr. Shir Hever, Khaled El Mahmoud und Prof. Isabel Feichtner über gewaltfreie Mittel zur Durchsetzung des Völkerrechts.Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie können Sanktionen und zivilgesellschaftliche Boykotte eingesetzt werden, um schwere Völkerrechtsverstöße nicht folgenlos zu lassen?Es wurde betont, dass Regierungen innerhalb der internationalen Rechtsordnung verpflichtet sind zu handeln und dass kollektive zivilgesellschaftliche Initiativen entscheidend sein können, dies von ihren Regierungen einzufordern.Als Beispiele wurden unter anderem die BDS-Kampagne sowie die MeToo-Bewegung genannt, die globale Aufmerksamkeit dort erzeugte, wo Justizsysteme versagten.

Workshops & MatineeDie interaktiven Workshops am Samstag boten Raum für vertiefende Auseinandersetzung:
 Ein Workshop analysierte Strukturen der deutschen Rüstungsindustrie, ein weiterer arbeitete mit Methoden des Theaters der Unterdrückten.Den Abschluss bildete die Sonntagsmatinee mit Fabian Scheidler. In Vortrag, Diskussion und Lesung aus „Friedenstüchtigkeit“ zeigte er Perspektiven auf, wie Gesellschaften aus der selbstverstärkenden Logik der Feindbilder ausbrechen können.

Wirkung und ÖffentlichkeitDie Veranstaltungen waren an allen Tagen sehr gut besucht.Die Mainstream-Presse ignorierte die Konferenz weitgehend, umso wichtiger sind unabhängige Medien und Diskussionsräume wie die Friedenskonferenz.
 Aufzeichnungen und ausgewählte Berichterstattung finden Sie hier:
 https://friedenskonferenz.info/

DankOhne Ihre Unterstützung wäre diese Konferenz nicht möglich gewesen.Friedenstüchtigkeit entsteht nicht von selbst. Sie braucht Räume, Bildung, internationale Stimmen und zivilgesellschaftliches Engagement – und Menschen, die dies ermöglichen.Dafür danken wir Ihnen von Herzen.

Mit solidarischen GrüßenMaria R. Feckl für das Team der  
Internationale Münchner Friedenskonferenz