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Ideenwerkstatt von morgen (Bildungsagenten)

68167 Mannheim, Deutschland

Festival der Zukunftsimpulse

Helmut W.
Helmut W. schrieb am 29.07.2014

Workshopfestival Ilmenau 2014 - Von Freitag, 11. bis Mittwoch, 16. Juli

  • 6 bewegende Tage in Ilmenau über die Welt und ihre Menschen
  • 20 Bildungsagent*innen entwickeln an 3 Tagen neuartige Bildungskonzepte und Thematische Workshops
  • 110 Schüler*innen der 11. Klasse des Gymnasiums „Am Lindenberg“ in Ilmenau werden Teil des Workshopfestivals mit Geländespiel, Globalem Lernen und einem Tag der Ideen

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Wie oft geschieht es, dass sich über 15 junge Menschen treffen, um ein Festival zu feiern? Kein gewöhnliches Festival, sondern ein Festival der Zukunftsimpulse und des Engagements! Ein Festival der Ideen und der Taten! Ein Festival  des achtsamen und sinnerfüllten Austausches und Lernens von jungen Menschen zu jungen Menschen

In Ilmenau im schönen Thüringen war es vom 11.– 16.Juli 2014 soweit. Dort trafen sich über 15 motivierte Bildungsagenten um gemeinsam an großen oder kleinen gesellschaftlichen  und menschlichen Fragen intensiv zu arbeiten und diese in die Gestaltung der drei Projekttage der  11. Klassen des Gymnasiums „Am Lindenberg“ in Ilmenau münden zu lassen. Jeder  von uns brachte seine Motivation, seine individuellen Fähigkeiten und seinen persönlichen Interessen mit und es sollten daraus sehr inspirierende und bereichernde Tage entstehen

Begonnen und hauptsächlich stattgefunden hat das Treffen am Freitag den 11. Juli in der heimeligen Wohnung unserer großherzigen Gastgebern und Hauptorganisatoren Christina und Georg, selber Rückkehrende und Bildungsagenten.  Da diese nette Unterkunft nicht direkt für so viele Leute ausgerichtet ist, wurde unser Beisammensein gewissermaßen auch gleich zu einer Art von sozialem Experiment. Aber die Fragen dazu tauchten erst im Nachhinein wirklich auf: wie war es eigentlich möglich mit so vielen Leuten auf so engem Raum zu leben und auch noch zu arbeiten? Aber die Praxis war offensichtlich Antwort genug.  

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Ob die alltäglichen veganen Mahlzeiten für die große hungrige Runde, das folgende Abspülen von gewissen Geschirrbergen, das große Bettenlager auf kleinem Raum oder das morgendliche Aufstehen mit nur einem Bad... Es herrschte beeindruckender Weise immer eine sehr positiv-konstruktive Atmosphäre in der sich dann oft vieles wie von alleine regelte, weil einfach das Menschliche im Vordergrund stand. In diesem Rahmen konnten sich viele interessante Begegnungen, inspirierende Gespräche und lustige Momente ergeben, von denen wir sicherlich viel mitnehmen werden.

Die ersten drei Tage galten also vor allem dem Kennenlernen unter uns  Bildungsagenten und der inhaltlichen und methodischen Vorbereitung  für die darauf folgenden drei Tage. Denn außer dem eigenen Austausch hatten wir natürlich vordergründig die Planung der Projekttage für die 11.Klassen im Blick.

Wir wollten dabei bewusst den üblichen Rahmen der Schule auch mal sprengen. Nicht nur im inhaltlichen Sinne durch global-gesellschaftliche Themen verbunden mit vielen persönlichenSinnfragen; sondern auch durch den äußeren Rahmen, was die Lernorte, die erlebnisorientierten und spielerischen Lernmethoden oder die menschliche Umgangsweise betrifft.
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So beschäftigten wir uns von Freitagabend bis Sonntag intensiv mit der Frage, wie Schule in der Zukunft aussehen kann und wie Schule gestaltet werden kann, um die richtige Grundlage für eine gerechtere und freiere Welt zu legen.

Und Inhaltlich ging es besonders am Samstag um Wirtschaftliche Zusammenhänge zwischen den Ländern, um Machtstrukturen, Grenzen und eine Friedliche Welt. Kurz um alles, was im Laufe der drei Workshop Tage mit den Schülern besprochen werden kann.

Das für die Schüler*innen vorgesehene Programm sollte folgendermaßen aussehen:

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Zu den zentralen Programmpunkten gehörten vor allem die Workshops am Dienstagvormittag. Interessant war dabei die Findung der Workshop-Themen sowie die inhaltlichen und methodischen Vorbereitung der Workshops. Hierbei war unglaublich angenehm, dass wir im Wesentlichen in gemeinsamen und in gegenseitig unterstützenden Prozessen arbeiteten.

So erhielten wir unter andere am Samstagmorgen für den Einstieg von Helmut Wolman einen inspirierenden Workshop zu der „Kunst der Workshop-Gestaltung“  aus welchem man genauso viel Grundlegendes  wie Konkretes für seinen eigenen Workshop mitnehmen konnte.

Denn viele von uns hatten bisher noch eher weniger Erfahrung als vor allem Motivation und Begeisterung mitgebracht, aber man erhielt dadurch noch die ein oder anderen Erfahrungsschätze und Workshop-Konzepte von Anderen und konnte wie aus einem gemeinsamen Wissens-,  Erfahrungs- und Ideenfundus schöpfen. Auch als es dann am Sonntag- und Montagabend immer zielsicherer auf die Workshops zuging, wurden in einer sehr wohlwollend-unterstützenden Atmosphäre noch einige Konzepte gegenseitig vorgestellt, Tipps gegeben oder letzte Fragen und Zweifel gemeinsam geklärt und bearbeitet. Das war schön und vor allem bereichernd!

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Am Montagmorgen zelebrierten wir dann den endgültigen Beweis für unsere hohe Motivation, indem wir tatsächlich wie die gefühlt „frühesten Vögel“  weit und breit, um 6 Uhr morgens aufstanden  und in Richtung Gymnasium radelten. Moment mal…. Wir radelten…?

Dazu muss man wohl zwischendrin auch noch erzählen, dass wir am Samstagnachmittag als eine ganze Delegation von Bildungsagenten in die Studentische Fahrradwerkstatt gegangen waren, um uns dort bei bester Stimmung ein paar Fahrräder für uns alle flott zu machen. Diese flotten Fahrräder dienten uns dann quasi als Fahrradkonvoi und können übrigens ab jetzt in Ilmenau an Studenten ausgeliehen werden. Aber zurück zu uns „frühen Vögeln“ auf dem morgendlichen Weg ins Gymnasium Ilmenau.

Wir selber brachten natürlich auch viele Fragen mit: wie motiviert würden die Schüler sein? Wie interessiert würden sie sich zeigen? Wie aufgeschlossen würden sie reagieren?

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Am Dienstag standen die Workshops auf dem Programm. Hier hatte sich jede*r Schüler*in einen aussuchen dürfen. Die Workshops zu folgenden Themen liefen sehr erfolgreich. Hinter den Links sind jeweils die vollständigen Workshopkonzepte zu finden.

Es war schön zu sehen und zu hören wie die Schüler/innen im Nachhinein noch die Gelegenheit ergriffen, sich gegenseitig einige Workshops vorzustellen. Einerseits bekamen sie dadurch einen Eindruck davon, was in anderen Workshops für Inhalte und Diskussionen gelaufen waren und bekamen andererseits auch nochmal die Gelegenheit zu reflektieren und weiterzugeben, was sie denn selber von ihrem eigenen Workshop mitgenommen hatten.

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Mittwoch, der letzte Tag sollte den Blick der Schüler*innen nach vorne richten. Denn was hat das Erfahrene und Gelernte für einen Wert, wenn nicht die Frage angeregt  wird: was können wir jetzt tun? Wie und wo können wir diese Impulse in unserem Leben umsetzen? So wurde der Mittwoch zum „Tag der Ideen

Ein „Tag der Ideen“ ist eine besondere Form der Zukunftsgestaltung bei dem an einem Tag junge Menschen mit erfahrenen und mutigen Menschen in ein Gespräch kommen und alle gemeinsam versuchen, Zukunft zu gestalten. Hier wollten wir Menschen und Projekte zu Wort kommen lassen, welche Zukunft bereits aktiv gestalten, indem sie Ideen bereits in kleineren oder großen Taten umgesetzt haben.

Vorgestellt haben sich:

  • Die biologisch-dynamische Wüstenfarm „Sekem“ aus Ägypten (Bruno Sandkühler, Stuttgart)
  • Die Sozialhelden aus Berlin mit ihrer Wheelmap für Rollstuhlfahrer (Andi Weiland, Berlin
  • Die Solarinitiative aus Ilmenau (Maria Illing, TU-Ilmenau)
  • Der Energie- und Umweltpark aus Ilmenau
  • Die Schülerinitiative „Funkenflug“, wo jährlich Schüler von Freiburg nach Berlin wandern auf der suche nach neuen Impulsen für unser Bildungssystem (Emil Allmenröder, Nürtingen)
  • Die Ingenieure ohne Grenzen aus Ilmenau, die durch technische Unterstützung Menschen und entwicklungspolitischen Projekten helfen. (Studenten aus Ilmenau)
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Für mich als einer der Bildungsagenten war es sehr bewegend und bereichernd an diesem Treffen teilzuhaben und aus den Impulsen und Fähigkeiten vieler junger Menschen, einen gemeinsamen lebendigen Raum zu schaffen.

Ich denke, dass wir durchaus etwas in uns und in den Schülern bewegt haben und auch lebensfrohe Impulse für Alternativen angestoßen haben. Alternativen zu einer Normalität, die leider in vielen Lebensbereichen zusehends zu einem unreflektierten Selbstzweck verkommt und dabei den Menschen, seine Bedürfnisse sowie seine gesamte Umwelt als Lebensgrundlage zusehends außer Acht zu lassen droht.  Durch diese intensiven Tage konnte ein Raum für viele wesentliche persönliche und global-gesellschaftliche Fragen entstehen sowie daraus auch ein Mut machendes Gefühl erwachsen, dass Gegenwärtiges veränderbar und damit Zukunft gestaltbar ist!

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Ideenwerkstatt Bildungsagenten
Johannes Dolderer und Helmut Wolman

Tel: 01573-4448245
info@Bildungsagenten.com

Diesen Bericht ausdrucken: https://app.box.com/s/ro40ktzqkdfqv4ysc9r0

Detaillierten Bericht Herunterladen: https://app.box.com/s/zi3u4ebu9d6izrzflcbe




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