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Furaha - ein Flüchtlingsmädchen aus dem Kongo

Rwamwanja, Uganda

Furaha - ein Flüchtlingsmädchen aus dem Kongo

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Die fünfjährige Furaha und viele andere Flüchtlingskinder sind aus dem Kongo über die Grenze nach Uganda geflohen. Ausgehend von einem Waisenhaus in Kampala untersützen wir diese Flüchtlinge mit dem Notwendigsten.

K. Runkel von FEED THE HUNGRY StiftungNachricht schreiben

In einem Flüchtlingslager an der Grenze zwischen Uganda und Kongo leben etwa 30.000 Menschen, die vor den Unruhen im Kongo geflohen sind. Unter diesen 30.000 Menschen gibt es 2.510 Kinder. Die Zahl wissen wir deswegen so genau, weil Salomon, der Leiter eines Waisenhauses in „Kampala/Uganda“, dort war. Salomons Waisenhaus unterstützen wir seit Jahren.

Er ist nach „Rwamwanja“ gereist, um zu sehen, was wir dort gemeinsam für die Flüchtlinge tun können. Ein anderer Grund für seine Reise war, zu sehen wie viele Kinder noch eine Unterkunft brauchen,weil sie durch die Unruhen zu Waisen wurden. Eines dieser Kinder hat ein besonders tragisches Schicksal erfahren. Es ist die fünfjährige Furaha. Das kleine Kind stammt aus dem Ort „Uvira“ im Kongo. Als Salomon sie traf, war sie sehr verängstigt. Diese Angst verstärkte sich erneut als sie zu erzählen begann, unter welchen Umständen sie nach Uganda geflohen ist.

Sie begann ihre Geschichte, indem sie sagte, sie sei vor den „fliegenden Kugeln“ geflohen. Sie sagte, die Angst vor den Kugeln machte in ihrem Herz solches Klopfen, dass sie meinte, ihr Herz würde aus ihrem Körper herauskommen. Ihre Mutter, ihr Vater und ihre vier Brüder starben alle auf der Flucht zwischen dem Zuhause im Kongo und den Wäldern im Grenzgebiet zu Uganda. Sie alleine blieb übrig. Unter Tränen berichtet sie Salomon, dass sie zusehen musste, wie ihre Familie nacheinander an den Schussverletzungen starb. Ein Mann mit dem Namen „Mackley Mapendo“ fand sie sitzend neben den Leichen ihrer toten Familie. Der Mann nahm sie und sie rannten weiter in den Wald, weil wieder geschossen wurde. Dazu kam die Angst vor wilden Tieren, Insekten und Schlangen. Immer wieder mussten sie über Leichen steigen auf ihrer weiteren Flucht. Der selbe Mann brachte sie in das Camp an der Grenze, das im „Kibale Forest“ liegt. Der Mann will sie bei sich behalten und sich um Furaha kümmern. Auch er hat seine Familie verloren. Furaha sagte, sie habe zwar auch im Lager Hunger, aber sie fühlt sich sicher und sie will nicht zurück in den Kongo wegen der „Fliegenden Kugeln“

Liebe Freunde, wir schreiben dies nicht, um auf ihre Tränendrüsen zu drücken. Diese Erzählung ist Realität für viele Menschen. Sie laufen um ihr Leben im wahrsten Sinne des Wortes. Sie leiden unter der Anstrengung, der Hitze und dem Hunger. Wir alle leben fernab von dieser Realität. Seit Wochen wird uns schon suggeriert, in Form von Zimtsternen und Spekulatius uns auf Weihnachten einzustimmen. Der Überfluss bei uns ist unübersehbar. Nur wenige Menschen in unseren Breitengraden wissen was es heißt, unter solchen Umständen zu leben, zu überleben. Furaha ist in Sicherheit und hat einen neuen Vater. Aber es gibt noch viele Menschen und auch Kinder, die auch jetzt um das Überleben kämpfen und fliehen. Wenn du für Furaha und die anderen Kinder im Flüchtlingslager spendest, rettest du Leben und du sagst den jungen Menschen damit, dass es richtig war nicht aufzugeben, sondern um ihr Überleben zu kämpfen.

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